Feuer, Feuer, bäh – The Roost Smart Battery für Feuermelder

Batterie mit Wlan - The Roost Smart Battery (Bild: kickstarter/© the Roost Team)

Batterie mit Wlan – The Roost Smart Battery (Bild: kickstarter/© the Roost Team)

Wer in einer Mietwohnung wohnt kennt es vielleicht. Gefühlt alle zwei Wochen kommt jemand vorbei um den Batteriestand der Feuermelder zu testen. Natürlich zu einer Zeit, zu der normale Menschen arbeiten müssen. Irgendwie ja logisch, da die Feuermelder-Tester ja die gleichen Arbeitszeiten haben.

Wer das nicht kennt, weil sein Vermieter es nicht so genau mit der Wartung nimmt oder ein Eigenheim besitzt und selber für die Melder verantwortlich ist kennt aber vielleicht den Umstand, dass der Feuermelder sich natürlich immer Nachts meldet um den niedrigen Ladestand seiner Batterie kundzutun. Das ist keine Bosheit sondern liegt eher daran, dass nachts die Temperatur oft leicht sinkt und somit die Batterien auch kälter werden. Das führt dazu, dass Batterien, die gerade an der Grenze des noch brauchbaren Ladestandes sind, nachts dann leicht drunter rutschen. Ergebnis: Peeeeeeep, angestoßene Zehen auf der Suche nach etwas, worauf man steigen kann und Monate lang Feuermelder ohne Batterie, weil man immer vergisst, diese zu ersetzen. Suboptimal.

Die Roost Smart Battery soll bei Kickstarter jetzt Abhilfe schaffen. Was wie ein handelsüblicher 9 Volt Block aussieht hat eine ganze Menge Technik integriert. Sie kann via WiFi Kontakt zum Smartphone aufnehmen. Geht der Alarm los gibt es eine Nachricht. Auch wenn der Ladestand zu niedrig wird meldet sich die Batterie früh genug um ausgetauscht zu werden ohne Fehlalarme auszulösen.

Es können sogar mehreren Meldern unterschiedliche IDs zugewiesen werden, damit man auch gleich weiß, wo es brennt. Ich gehe mal davon aus, dass ein Alarm auch das Smartphone erreicht, wenn man nicht zuhause ist. Brennt es zuhause kann man gleich die Feuerwehr anrufen.

Ein funktionierender Prototype existiert schon. Allerdings ist noch ein bisschen Arbeit nötig, um das alles auf die Abmessungen eines 9 Volt Blocks zu schrumpfen.

Zwei Knackpunkte sind mir allerdings aufgefallen. Erstens ist die Batterie wirklich eine Batterie und kein Akku. Sie ist nicht wieder aufladbar. Das wird damit argumentiert, dass die Lebensdauer von Akkus auch nicht mehr hergeben würde.

Das kombiniert mit Punkt 2, dem Preis, macht die Geschichte leider wieder relativ unsexy. 35 $ plus Shipping für eine Roost Smart Battery ist schon recht happig, zumal es sich ja letztendlich um einen Wegwerfartikel handelt. Etwas nachhaltiger z.B. mit tauschbarem Batterieteil wäre schön gewesen. Wenn man auf die WiFi-Geschichte verzichtet und keinen Fehlalarm möchte könnte man sich alternativ auch einmal im Jahr einen hochwertigen 9V-Block kaufen und immer am 1.1. tauschen. Wäre unter dem Strich vermutlich erheblich billiger. Man darf ja auch nicht vergessen, dass meist mehr als ein Rauchmelder im Haus verbaut ist.

Unter dem Strich: Schöne Idee, nicht ganz durchdacht.

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