Das smarte Hochbeet – FarmBot

Pflegeleichtes Hoch-Beet mit dem FarmBot (Bild: FarmBot Inc.)

Pflegeleichtes Hoch-Beet mit dem FarmBot (Bild: FarmBot Inc.)

Einmal ist keinmal und so schicke ich gleich noch einen Garten-Artikel hinter her. Heute geht es um die hohe Kunst der Hochbeet-Bepflanzung. Da gibt es ja Bücher noch und nöcher drüber. Aber irgendwie ist das nicht so ganz das Thema für den geneigten Geek. Wie schön, dass es den FarmBot gibt.

So ein Hochbeet kann ja durchaus arbeitsaufwendig sein. Das Gemüse will gepflanzt und begossen werden und nicht alles Pflanzen sind willkommen. Und das alles ohne Strom? Laaaangweilig. Muss sich doch irgendwie interessanter gestalten lassen.

Freies Feld

Damit das ganze komplett automatisiert werden kann gibt es jetzt das Open Source Projekt FarmBot. Auf dem ersten Blick erinnert der FarmBot ein wenig an einen überdimensionierten 3D-Drucker. Aber anstatt zu drucken kann er mit unterschiedlichen Arbeitsköpfen ein Beet mit Samen bestücken, zielgenau jede einzelne Pflanze gießen, Unkraut zupfen, den Boden analysieren und diverses mehr.

Da die Arbeitsköpfe austauschbar sind kann die Feature-Liste natürlich beliebig erweitert werden. Würde mich nicht wundern, wenn der FarmBot sogar Schnecken absammeln kann. Und selbst, wenn er das noch nicht kann… durch den Open Source-Ansatz sollte ein ansatzweise talentierter Programmierer es ihm beibringen können.

Aktuell kann die Maschine eine Fläche von maximal 2,90m mal 1,40m bewirtschaften. Die Höhe des FarmBots kann zwischen 0,5 und 1,50m variieren. Wer gerne selber baut kann das natürlich noch ausweiten.

Die Technik selber ist auch sehr offen gestaltet. Wer wirklich alles selber bauen will kann sich dran versuchen. Umfangreiche Anleitungen und CAD-Dateien stehen zur Verfügung. Ok, nicht jeder wird eine CNC-Fräse oder 3D-Drucker zur Hand haben und damit umgehen können.

Wer will, kann sich alle Teile auch selber drucken und fräsen  (Bild: FarmBot Inc.)

Wer will, kann sich alle Teile auch selber drucken und fräsen (Bild: FarmBot Inc.)

Ne Menge Holz

Wer sich also nicht das ganze Brett geben will muss ein wenig in die Tasche greifen. Eine Vorbestellung für ein komplettes FarmBot-Kit schlägt mit 3100$ plus Nebenkosten zu Buche. Da setzen wir uns erst mal ein wenig hin. Kann man ne Menge Kopfsalat für kaufen. Aber Kopfsalat hat nun mal keinen Raspberry Pi eingebaut und kann auch nicht per Web-App gesteuert werden.

Kein Roboter ohne umfangreiche Web-App-Steuerung (Bild: FarmBot Inc.)

Kein Roboter ohne umfangreiche Web-App-Steuerung (Bild: FarmBot Inc.)

Der geneigte Vorbesteller wird sich vermutlich bis Februar 2017 mit der Auslieferung gedulden müssen. Da macht es denn auch nichts aus, wenn sich die Auslieferung noch zwei, drei Monate verzögern sollte. Die Saison fängt ja erst etwas später an.

Der hohe Preis schließt dann wohl auch leider die Nutzung in einem Kleingartenverein aus. Die Chance, dass dann eines Tages zwei Farmbots dort stehen ist einfach zu groß. Wobei, man könnte sich eine Garage für das Teil bauen. Cool, schon gleich das nächste Projekt, mit dem man sich beschäftigen kann. Das Beet versorgt sich mit dem FarmBot ja schließlich von alleine.

 

Tl;dr

Der FarmBot ist ein Open Source-Pflanzroboter für das Hoch-Beet, der die komplette Pflege des selbigen übernimmt. Leider kein Schnäppchen, wenn man nicht alles selbst bauen will.

Veröffentlicht in Allgemein, Gadget, Garten Getagged mit: , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*