(Bild: O. Thiele)
(Bild: O. Thiele)

Endlich ist sie da. Mit einem guten Monat hinter dem Kickstarterzeitplan ist endlich meine Pebble Time Steel bei mir eingetroffen. Zwar fehlt noch das Metall-Armband, aber das Lederarmband reicht ja auch erst mal aus. Das Metall-Armband wird noch nachgeliefert, da der Hersteller es noch nicht in ausreichender Stückzahl liefern konnte.

Werfen wir also einfach mal einen schnellen Blick auf das gute Stück. Ich will jetzt keinen bis ins miy ausdetailierten Testbericht schreiben. Da dürfte es wohl schon genug von geben. Ein paar erste Eindrücke und eine gute Portion Meinung sollten fürs erste reichen. Langzeiterfahrungen sind eh spannender, aber ja leider erst nach langer Zeit zu haben.

Fangen wir einfach mal mit der Shippingprozedur an. Zwischen der Statusänderung, dass meine Bestellung “processed” wird und der eigentlichen Versandmitteilung lagen gut 3 Wochen. Die Uhr selber ist schon am Tag nach der Versandmitteilung per DHL eingetrudelt. Ich hatte den Versand über Irland gewählt. Ein Direktversand aus China wäre auch möglich gewesen. Da man sich dann aber selber um die ganzen Unwegsamkeiten bezüglich Steuern und Zoll kümmern muss habe ich die einfachere Methode gewählt.

(Bild: O. Thiele)
(Bild: O. Thiele)

Die Uhr selber kommt in einer netten kleinen Schachtel. Die Durchsichtige Plastikfront der Schachtel wird durch eine Lasche auf der Rückseite gehalten. In der Box befindet sich die Uhr, ein paar Aufkleber, ein bisschen Papier und im Papprohr, um das das Armband befestigt ist, der Ladestecker. Dieser arbeitet wie nicht anders zu erwarten mit einem USB-Stecker und so kann man seine Pebble dann mit jedem Rechner aufladen. Meine Pebble kam mit 60% geladenen Akku an. Also gleich mal anschalten. Als erstes muss man sich die Pebble Time App auf sein Smartphone installieren. Die Verbindung von Uhr und App ist schnell und einfach erledigt. Wer bereit ist, zwei bis drei Wörter zu lesen sollte damit kein Problem haben.

Die Verarbeitung der Time Steel gefällt mir sehr gut. Bei der normalen Time wird ja oft bemängelt, dass diese sich zuweilen recht billig geben soll. Das kann ich für die Steel nicht bestätigen. Sie ist gut verarbeitet, fühlt sich sehr wertig an und hat für meinen Geschmack genau das richtige Gewicht. Nicht zu leicht, so dass sie nicht wie aus dem Kaugummi-Automaten wirkt, aber auch nicht zu schwer, so das man nicht das Gefühl bekommt bei einem Sturz in den See ertrinken zu müssen. Durch die leichte Wölbung an der Unterseite liegt sie gut am Handgelenk an. Nichts drückt.

Die Knöpfe der Uhr sitzen passabel fest. Ein Tick fester könnte jedoch nicht schaden. Jammern auf hohem Niveau, würde aber noch mehr Wertigkeit ausstrahlen. Der Druckpunkt ist gut definiert.

Das Display reagiert schnell. Bei viel Licht ist es sehr gut abzulesen. Wird es dunkel muss man zuweilen schon etwas genauer hinschauen. Da muss dann die Hintergrundbeleuchtung ran. Hier sind LCDs und OLED natürlich im Vorteil, saugen dafür aber erheblich mehr Energie. Ausserdem sind diese bei hellem Sonnenlicht nicht mehr brauchbar abzulesen.

Mit der Auflösung komme ich voll und ganz klar. Ok, es ist kein 300 dpi Display, aber Hand aufs Herz: Wer von Euch wird sich jemals Fotos oder Videos auf einer Uhr anschauen wollen? Für die Funktionen, die ich von so einer Uhr erwarte ist das Display perfekt geeignet. Ich will schnell Informationen überblicken können. Da kann ich dann gerne auf Eye-Candy in 16 Mio. Farben verzichten. Wobei man auch nicht vergessen darf, dass auch die Pebble Time dem Auge so einiges zu bieten weiß. Die Animationen sind sehr cool gestaltet und es macht einfach Spaß, diese zu sehen.

(Bild: O. Thiele)
(Bild: O. Thiele)

Die Bedienung der Uhr ist  schnell erlernt. Bei 4 Knöpfen ist das aber auch kein Wunder. Lediglich für die Umstellung auf 24 Stunden habe ich etwas gebraucht. Beim ersten Versuch (Uhr war noch nicht mit dem Phone gekoppelt) habe ich es über die Uhr selber nicht umstellen können. Nach der Koppelung habe ich das über die Phone-App auch nicht geschafft. Erst nach der Koppelung habe ich es über die Einstellungen direkt an der Uhr umstellen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich da einfach nur blöde angestellt habe ist aber durchaus gegeben. Kann aber auch sein, dass erst das Firmwareupdate, dass bei erster Kopplung durchgeführt wird, die Funktion freigeschaltet hat.

Die Hauptfunktion, nämlich die Weiterleitung von Nachrichten auf die Uhr funktioniert gleich auf Anhieb und mit Bravur. Knapp eine Sekunde nach Eingang auf dem Handy landen die Mitteilungen auf der Uhr. Sehr komfortabel. Einziger Nachteil: Wenn die meine mein Phone nutzt, um Theema oder Whatsapp-Chats zu tätigen, kann das dauernde vibrieren einen schon auf den Keks gehen. Aber auf dem Sofa kann man die Uhr ja auch gerne mal abnehmen.

So, jetzt heißt es erst mal, sich durch die ganzen Apps und Ziffernbläter zu wühlen. Aktuell versuche ich es mal mit dem Misfit-Tracker und den Morpheus-Sleeptracker habe ich mir auch mal drauf gezogen. Die Weckfunktion werde ich aber erst übernächste Woche ausprobieren. Solange habe ich nämlich noch Urlaub.

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