wunschliste-2014

Die Bescherung ist vorbei, alle sind zur vollen Zufriedenheit bedacht und nun kann man mit vollem Bauch mal ein bisschen nachsinnieren, was wir uns im nächsten Jahr so unter dem Gabentisch wünschen.

Ich schau dir in die Augen, Kleines

Meine aktuellen Versuche in Richtung VR-Tainer haben ja gezeigt, dass gerade in Sachen Datenübertragung die Geschichte noch nicht so ganz Rund läuft. Außerdem ist die Auflösung noch nicht so perfekt. Man sieht durch die Linsen doch recht deutlich die Grenzen des Displays des Samsung Galaxy Note 2. Das dürfte mit den Full-HD-Displays der aktuellen Top-Liga im Bereich Smartphones schon etwas besser werden. Richtig spannend dürften da im nächsten Jahr die Smartphones mit 2.560 x 1.440 Pixeln werden. Der erste Vertreter ist mit dem Vivo  Xplay 3S ja schon angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass da andere Hersteller schnell nachziehen und die Teile auch auf dem deutschen Markt ankommen. Mir fällt jetzt zwar keine normale Anwendung auf einem Smartphone ein, die ein Display mit fast 500 dpi rechtfertigen würde, aber da im Stereo-Betrieb sich die horizontale Auflösung ja halbiert, könnte man hier eindeutig profitieren.

Nachteilig dürfte sich die Auflösung dann jedoch wieder auf die Bildübertragung auswirken. Wenn selbst 1280×720 nicht durchgehend flüssig per Remote Desktop gestreamt werden können dürfte das mit einer 2,7 K Auflösung zur Diashow verkommen. Wünschen wir uns also für das nächste Fest noch eine Technik, die solche Datenmengen gehandelt bekommt.

Sollte uns in diesem Wunsch der Weihnachtsmann eine Abfuhr erteilen müssen bleibt noch als Alternative die Oculus Rift. Hier würde ich mir wünschen, das Oculus es schafft, eine bezahlbare Consumer-Version auf den Markt zu schmeißen. Q3 2014 wird als „realistisch“ angesehen. Vielleicht klappt das dann ja bis Weihnachten 2014. Mit einer neuen Finanzspritze von 75 Mio. $ muss das ja hoffentlich machbar sein. Die Auflösung sollte größer als bei der Developer-Version sein. Ist aber ja auch angekündigt. Vielleicht schaffen sie es ja auch den Schritt 1080p zu überspringen und gleich auf 2,7 K zu gehen. Wenn Vivo das kann wird das ja auch für andere möglich sein.

Spannend wird der Preis werden. So war für mich z.B. der Sprung von der Dev-Version auf die Consumer-Variante bei den Meta Spaceglasses von 667 $ auf fast 3000 $ doch sehr enttäuschend. So katapultiert man sich aus einem Bereich, wo ein ambitionierter Geek vielleicht noch ein zweites mal sein Portemonnaie nach Geld durchwühlt in ein absolutes Nischenprodukt, dass vermutlich nur bei einer Hand voll Architekten und Ingenieuren im Büro als Datenknecht wenig Freude verbreiten wird.

Vielleicht überrascht uns der Bärtige in Rot aber ja auch mit einem Konkurrenzprodukt, dass mit ansatzweise vergleichbarer Field of view aufwarten können. Ist mir eh ein Rätzel, warum alle Brillen, die sich momentan in der Pipeline befinden bei 45 bis 60 Grad gerade mal die Hälfte der Rift auf das Papier bringen.

Wer hat an der Uhr gedreht

Mein nächstes Hauptthema des Jahres 2013 waren Smartwatches. Hier würde mir primär ausreichen, wenn meine Omate nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt, durch den Zoll kommt und ansatzweise hält, was sie verspricht. Die ersten Reviews im Netz geben da durch aus  Anlass zur Hoffnung. Von längerer Akkulaufzeit und größerem Display bei gleichen Gehäuseabmessungen mal abgesehen hat sie ja schon jetzt alles drin, was man brauchen kann. Da muss sich Apple schon gehörig was einfallen lassen, damit sich die seit langem diskutierte iWatch davon abheben kann. Wobei… die müsste dann überhaupt erst mal auf den Markt kommen. Ob das 2014 passiert weiß wohl nur Steve Jobs. Kabelloses Aufladen über einem Meter Distanz, wie es momentan auf der Gerüchteküchensuppe oben schwimmt würde ich glaube ich eher gruselig als begehrenswert finden. Auf eine Samsung Gear 2, die alle Fehler der ersten Gear behebt wage ich nicht zu hoffen. Wollen ja realistisch bleiben.

Ich druck dich

2013 standen 3D-Drucker im Fokus wie nie zuvor. Dieser Trend wird sich 2014 weiter fortsetzen. Was mich bis jetzt erstaunt hat ist, dass die üblichen großen Drucker-Firmen wie Canon, Epson, HP & Co. sich doch nahezu komplett aus dem Thema herausgehalten haben. Bis jetzt besteht der Markt nur aus vielen kleinen Anbietern, die alle ihr eigenes Süppchen kochen. Mit dem 3D-Drucker von Pearl ist 2013 das erste mal ein Gerät gekommen, dass ein bisschen auf dem Massenmarkt abzielte. Dass lag aber eher weniger an dem Gerät selber sondern viel mehr an der Verbreitung via Pearl, die mit ihrem Katalog ja doch eher den Technik-Mainstream abdecken. Ich würde mir ein, zwei gute und günstige Geräte von großen Herstellern mit entsprechendem Support und Softwareausstattung wünschen. Wobei das auch gleich wieder Verdrängung der Kleinen bedeuten könnte und auf die Innovationsbremse treten würde. Vielleicht also doch keine so gute Idee.

Retro, Retro

Der Retro-Boom wird glaube ich noch etwas anhalten. Die Gamer der ersten Stunde habe mittlerweile ein Alter erreicht, in dem man rührselig wird und gerade in der alten Jahreszeit wird gerne der guten alten Zeiten halber ein altes Spiel aus dem Keller gekramt. Wer seine alte Brotkiste nicht mehr zum laufen bekommen oder schon vor Jahren entsorgt hat wird auf einen der unzähligen Emulatoren zurückgreifen. Mittlerweile laufen die ja sogar im Browser oder beherrschen diverse Konsolen unter einer Oberfläche, wie der just in Version 1.0 erschienen OpenEmu.

Zu hoffen ist auch, dass uns zum nächsten Fest eine etwas größere Auswahl an IOS-Controllern zur Verfügung steht. Bis jetzt sieht es da ja noch eher mau aus. Auch etwas kleinere Preise wären fein. Die aktuell angekündigten Geräte belaufen sich ja alle im Bereich um die 100 Euro. Da kann man sich dann gleich ein 3DS oder ne PSP kaufen. Kleinere Preise sind somit auch auf der Wunschliste.

Ich persönlich würde mir auch noch ein gut gemachtes Remake des Quickshot-Joysticks wünschen. Die Neuauflage des Competition Pros vor ein paar Jahren war ja nicht so der Hit. Vom Lag mal abgesehen war die Qualität nich ansatzweise mit dem Original zu vergleichen. Außerdem war ich nie ein Fan des Competition. Hat mir nie eingeleuchtet, warum man dort den Knopf nicht im Stick untergebracht hat. Ein eindeutiger Usability-Fehler.

Wo wir schon mal bei Remakes sind. Im nächsten Jahr stehen ja ein paar sehr interessante Remakes alter Klassiker an. Am meisten würde mich freuen, wenn Elite: Dangerous auch so gut spielbar sein wird wie der erste Elite-Teil. Mit der Steuerung von Frontier bin ich nie warm geworden. Realismus ist zwar eine feine Sache, wenn er aber zulasten des Spielvergnügens geht sollte man ihn zurück fahren. Wollen ja kein Physik studieren.

Auf Star Citizen müssen wir ja auch noch etwas warten. Aber auch hier sollte bis zum nächsten Fest etwas Spielbares unter dem Baum liegen. Am Geld dürfte es nicht scheitern. Immerhin haben die Macher schon über 34 Millionen $ eingesammelt. Hoffen wir mal, dass es nicht an überzogenen Plänen und schlecht abgestimmten Programmierteams scheitern wird.

Auf das Remake von Wings freue ich mich auch schon. Die Kickstarter-Kampagne hat zwar leider nicht genug eingespielt, um neue Inhalte zu bekommen, aber das Grundspiel ist ja auch schon mal was.

Ein weiteres Remake, das ich gerne sehen würde ist der Nachfolger von Flatout. Bugbear ist zwar leider mit seiner Kickstarterkampagne gescheitert, versucht es jetzt aber ohne Crowdfunding-Plattform aus eigener Kraft. Werde ich auf jeden Fall weiter beobachten.

Kann sich noch jemand an Spindizzy erinnern? Ein Kreisel der durch eine ewig große Iso-3D-Landschaft drehen muss und dabei mittels Schaltern sich den Weg freischaltet. Damals auf dem C64 ein echter Knüller. Leider auch verdammt schwer und zeitaufwendig.  Mit der Möglichkeit abzuspeichern wäre es einfacher gewesen. So musste man echt Stunden vor dem Brotkasten verbringen nur damit das Spiel bei 98% geschaffter Landschaft dann die Grätsche gemacht hat. Warum auch immer da noch keiner an ein Remake gedacht hat.

Kamera ab und Action

Genug gedaddelt. Neben dem Konsolensport gibt es ja auch noch den richtigen Sport in freier Landschaft. Für 2014 wünsche ich mir hier als erstes viele Updates für meine Leikr-Watch. Bezüglich GPS-Fix und Stabilität haben die Jungs von Leikr ja mittlerweile schon Fortschritte gemacht. Statt neue Sport-Communities anzubinden sollten sie sich aber besser jetzt auf die Qualität der Tracks, die Bedienung und die Anpassung des Displays kümmern. Hier gibt es noch viel zu tun. Und die Geschichte mit dem W-Lan-Passwort auf deren Website haben sie immer noch nicht abgestellt. Die Wahrscheinlichkeit ist durchaus gegeben, dass ich die Leikr auf Grund dessen wieder abstoßen werde, wenn die Omate vergleichbare Ergebnisse liefern kann.

Um selbst Real-Live-Videos zu drehen würde ich mir eine gute Action-Cam mit GPS wünschen. Genauer eigentlich eine GoPro mit GPS. Garmin hat ja mit der Virb Elite schon gut was hingelegt, aber leider ist die Videoqulität wohl immer noch nicht so gut wie bei GoPro, vom Preis mal ganz abgesehen. Erstaunlich, dass a) noch keine Firma an die Bildqualität der GoPro ranzukommen scheint und b) GoPro selber nicht auf die Idee gekommen ist, der Kamera ein GPS-Modul zu spendieren. Das nachträgliche Synchronisieren von GPS und Video aus zwei unterschiedlichen Quellen ist für mein Geschmack zumindest für Ergoplanet noch nicht so einfach wie es sein sollte. Zum einen liegt es daran, dass der RealMovieCreator bei mir nach ein paar Klicks die Google-Maps-Daten nicht richtig aktualisiert. Zum anderen liegt es auch sicherlich daran, dass es sich bei den Programmen um Hobby-Entwicklungen handelt. Diese sind zwar auf sehr hohem Niveau, werden aber leider nur in der Freizeit der Programmierer weiter entwickelt. Das schränkt natürlich den Umfang an Neuerungen und Verbesserungen, die bei neuen Releases dazukommen ein.

Ich bin übrigens gespannt, ob Daum im nächsten Jahr mal wieder einen neuen Trainer auf den Markt werfen wird. Der ist ja eigentlich schon länger überfällig. Mit Ped-Elecs scheint sich momentan wohl mehr Geld zu verdienen.

Apropro Ped-Elec: Ich bin mal gespannt, ob im nächsten Jahr bei den Zugangskontrollen zu den Triathlons des Landes auf selbige verstärkt kontrolliert wird. Die ersten Vivax Assist-Räder dürften ja so langsam auf den Straßen nächstes Jahr gesichtet werden. Kann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis hier jemand die Gunst der Stunde nutzt um seine Rad-Zeit beim Wettkampf etwas zu pimpen.

Bad in der Menge

Was wir auf jeden Fall 2014 erleben werden sind viele weitere Kickstarterprojekt, die mit guten, cleveren und manchmal auch blöden Idee uns begeistern oder amüsieren werden. Und neben dem Crowdfunding gibt es ja auch noch die gute alte Old (Technik) Econnomy. Das nächste spannende Event dürfte die CES werden und die ist ja nur noch ein paar Tage hin. Es bleibt also spannend.

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