Ist das wirklich ein Fitness-Tracker? Der Withings Activité (Bild: ©Withings)
Ist das wirklich ein Fitness-Tracker? Der Withings Activité (Bild: ©Withings)

Na gut, vielleicht geht es in diesem Artikel nicht darum, wer jetzt Fitness-Tracker erfunden hat. Geht genau genommen geht es nicht mal darum, wer irgendetwas erfunden hat. Aber bei dem Satz oben kommt man, cleverer Werbestrategie sein dank, doch recht schnell auf die Schweizer. Und die spielen beim Withings Activité Fitness-Tracker eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Aber der Reihe nach. Die Firma Withings hat als es erste Firma überhaupt geschafft, einen Fitness Track anzukündigen, der wirklich komplett und überhaupt nicht als das zu identifizieren ist, was er ist. Eigentlich ist es ja ganz einfach. Man nehme eine normale Uhr im klassisch, zeitlosen Design und spendiere dieser zusätzlich noch die mittlerweile üblichen Trackingfunktionen eines Fitness Trackers. Fertig ist die Laube.

Schon seltsam, dass da noch kein anderer drauf gekommen ist. Schaut man sich die aktuell auf dem Markt existierenden Tracker so an wird man schnell feststellen, dass diese doch alle recht auffällig und uniform sind. Sie manifestieren sich in der Regel als schlankes Armband. Mal mit, mal ohne Anzeige. Da kann man schon das eine oder andere mal die Frage gestellt bekommen, was man da ums Handgelenk trägt. Passt auch nicht wirklich zu jeder Garderobe.

Auch im schlichten schwarz geplant  (Bild: ©Withings)
Auch im schlichten schwarz geplant (Bild: ©Withings)

Der Activité jedoch ist eine Quarzwerk getriebene Zeigeruhr. Sehr schön. So kann man zumindest sicher gehen, dass die Zeit auch korrekt angezeigt wird. Ich bin kein Fan von Automatik-Werken. Die sind zwar mechanisch sehr faszinierend, stören aber auch bei hochwertigen Laufwerken durch vorhandenen Vor- oder Nachlauf.

Das einzige Feedback, dass die Uhr über das tägliche Bewegungspensum direkt gibt wird auch über einen Zeiger vermittelt. Auf einer Skala von 0 bis 100 wird gezeigt, ob man sich an dem Tag schon entsprechend den gewünschten Vorgaben bewegt hat. Punkt, das wars. Dabei sieht die Uhr aus wie eine gute und hochwertige Uhr aussehen soll. Kein unnötiger Schnickschnack, zwei, drei Zeiger, reduziertes Ziffernblatt, zeitlos chic. Kann man auch zur Abendgarderobe anziehen.

Keine Angst, natürlich kann man mit der Activité all den ganzen Quatsch messen, den man mit den meisten anderen Trackern auch messen kann. Vom täglichen Schritt-Quantum über den Sleeptracker bis hin zur Nutzung während des Schwimmens ist alles an Bord. Wie nicht anders zu erwarten passiert da die Auswertung aber über das Smartphone. Seltsamer Weis ist zur Zeit nur von IOS-Unterstützung die Rede. Als ob nur Apple-Jüngern Geschmack zugetraut werden würde.

Die allumfassende App darf natürlich nicht fehlen (Bild: ©Withings)
Die allumfassende App darf natürlich nicht fehlen (Bild: ©Withings)

Die Uhr wird komplett in der Schweiz gebaut. Ich denke, wenn sich jemand mit dem Bau hochwertiger Uhren auskennen dürfte sind das die Schweizer. Da ist es natürlich naheliegend, dass an der Uhr auch Saphir-Glas zum Einsatz kommt. Das verwendete Armband besteht aus Leder. Da man Leder nun nicht unbedingt so an einer Uhr erwarten würde, die auch dem Sporte dient ist das Amrband austauschbar. Da man die Activité auch zum schwimmen nutzen können soll (Wasserdicht bis 5 ATM) ist das gar keine schlechte Einrichtung.

Bei der Wasserdichtigkeit würde ich jetzt wie üblich erst mal den Finger heben und Achtung ruft. Aber vielleicht bekommen die Schweizer das ja dann wirklich mal hin, im Gegensatz zu all den ganzen China-Kickstarter-Böllern. Spätestens beim Batteriewechsel ist dann aber Vorsicht angesagt. Den machen nämlich nicht alle Uhrenmacher. Zumindest nicht wenn weiter die Wasserdichtigkeit garantiert sein soll. Betrieben wird die Uhr übrigens mit normalen CR2025 Batterien, die dann etwa ein Jahr halten sollen.

Lasst uns hoffen, dass das finale Produkt denn auch den abgebildeten Uhren nahe kommt.  Für 395 $ sollte man das auch erwarten können. Wenn ja wäre das wohl die erste Möglichkeit, sich seinen Fitness-Stand mit Stil anzeigen zu lassen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mich wiederhole. Ab August soll es mit dem Verkauf losgehen.

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