Wie sehr man die Realität in Bildern mit modernen Tools verbiegen kann haben wir ja schon im Artikel „Drei Striche für ein Halleluja“ betrachtet. Aber es wäre ja langweilig, wenn man das nicht in irgendeiner Art und Weise toppen könnte. Was passiert, wenn wir ganz viele Bilder haben und die hintereinander ablaufen lassen? Richtig, wir haben wir Video. Das man seinen Augen gerade im Film nicht mehr trauen kann ist ja dank Star Wars und Co. auch kein Geheimnis mehr. Wie einfach das aber heutzutage geht ist doch sehr überraschend. Werden bei großen Hollywood-Produktionen meist alle Bilder einzeln bearbeitet hat die japanische Firma foton eine Software entwickelt, mit der man wie bei Photoshop Retuschen in einem Video vornehmen kann und diese dann automatisch auf die weiteren Bilder des Videos umgerechnet werden. Man muss sich also nicht Bild für Bild durch das ganze Video wühlen. Primär ist die Videoretusche für die Bearbeitung von Gesichtern und Personengedacht. Ich kann mir aber vorstellen, dass das auch gut in anderen Bereiche genutzt werden kann. Die Zeitersparnis ist natürlich enorm. So braucht man nicht Tage sondern nur wenige Stunden, um eine bearbeitung durchzuführen.

Schauen wir uns einfach mal an, wie das Live und in Farbe aussieht. In folgendem Video wird eine schon etwas betagte Frau in jung umgebaut. Ein erstaunliches Ergebniss. Damit könnte man glatt mit Harrison Ford, Mark Hamill und Carrie Fisher einen weiteren Star Wars Film drehen (der nicht im Seniorenheim für gediente Rebellen spielt).

Na gut, die Software taugt natürlich zu mehr als nur Falten und Altersflecken weg zu machen. Hier noch ein weiteres Beispiel:

Jetzt fragt sich natürlich jeder Hobbyfilmer, wo er die Software herbekommt um sich selbst etwas aufzuhübschen. Leider hat sich die foton dazu entschlossen, die Software nicht zu vertreiben sondern nur für die eigene Arbeit einzusetzen. Das Positive daran ist, dass man in absehbarer Zukunft noch ansatzweise davon ausgehen kann, dass die Promis in den Game- und Talkshows auch in Echt ansatzweise so aussehen,  wie sie auf der Mattscheibe erscheinen. Maskenbildner und Schönheitschirurgen werden also sobald nicht arbeitslos werden.

Da die Demovideos schon ein Jahr alt sind ist übrigens zu vermuten, dass das Tool mittlerweile noch ein Stück besser geworden ist. Mal sehen, ob wir davon noch mal wieder etwas hören werden oder ob foton es vorzieht, sich da lieber bedeckt zu halten.

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