Ukulele? E-Gitarre? Verstärker? FX? Von allem etwas, die Ukelation (Bild: kickstarter/©Monty Ross )
Ukulele? E-Gitarre? Verstärker? FX? Von allem etwas, die Ukelation (Bild: kickstarter/©Monty Ross )

Seit ich mir vor kurzem nach langer Zeit endlich mal wieder einen kleinen Amp für die Gitarre gekauft habe ist das Thema wieder etwas in den Fokus gerückt. Gut, die etwa 7 bis 8 Jahre Pause haben ihre Spuren hinterlassen aber es ist doch schön zu sehen, wie sich so manche Fähigkeiten schnell wieder reaktivieren lassen.

Das ist doch gleich ein schöner Grund, sich mal zwei aktuelle Kickstarterkampagnen genauer anzuschauen.

Ukelation – E-Ukulele

Als erstes werfen wir einen Blick auf die Ukelation. Die Ukulele an sich ist ja ein eher unterschätztes Instrument. Auch wenn es durchaus den einen oder anderen bekannten Musiker gibt, der ein paar Hits mit der Ukulele hatte, dürfte es kein Instrument sein, mit dem man groß angeben kann. Eher ein Instrument, dass den Leuten ein Lächeln auf die Lippen legt. Auch nicht verkehrt.

Leider ist aus diesem Grund die Wertschätzung ob des instrumentenbauerischen Einsatzes bei der Herstellung der Ukulele eher gering. Meist werden eher günstige bis ramsch-billige Instrumente gekauft (habe auch so ein Machwerk). Dass da die Stimmung genau so schnell wechselt wie das Wetter im April ist naheliegend. Auch ein wirklich guter Klang und gute, präzise Bespielbarkeit sucht man oft vergebens.

Die Ukelation will es anders machen. Hohe Gitarrenbaukunst wird hier mit aktueller Technik gepaart. Bei der Ukelation handelt es sich nämlich nicht um eine reine Ukulele. Vielmehr versteckt sich keine komplette Verstärker/Effekt/Lautsprechereinheit in dem Instrument. Das schafft natürlich Möglichkeiten, die eine normale Ukulele nur mit erheblichem Aufwand auf die Reihe bekommt.

Wenn man dem Video glauben schenken darf klingt das sogar auch ganz gut. Kopfhörerausgang inklusive.

Die einzige Frage, die ich mir stelle ist, ob wirklich viele Leute bereit sind, für den kleinen Zwerg 1999$ auf den Tisch zu blättern. Eine Menge Holz für so wenig Holz. Da bekommt man schon die eine oder andere Oberklassen-E-Gitarre für. Und da die Ukulele an sich nun nicht so das Aufreißer-Instrument ist, kann man den Preis zwar möglicherweise als durchaus gerechtfertigt bezeichnen (unter der Voraussetzung, dass entsprechend handwerklicher Aufwand bei der Erstellung betrieben wird), sollte aber doch ein wenig Zweifel hegen, ob die Zielgruppe groß genug ist um das Funding-Ziel von 85.000 $ zu erreichen. Eigentlich schade.

The Magnet Kamerahalter für die Gitarre

Kamerahalter für die Gitarre - The Magnet (Bild: kickstarter/©Troy Grady )
Kamerahalter für die Gitarre – The Magnet (Bild: kickstarter/©Troy Grady )

Wer gerne Gitarre spielt kennt es. Man versucht sich ein Lick rauf zu schaffen. Langsam geht es ohne Probleme aber bei steigendem Tempo versagt man immer an der gleichen Stelle.

Die Analyse des Problems stellt einen gerade bei schnellen Parts oft vor ein Problem. Bei weitem nicht jeder hat so ein Körpergefühl dass er genau sagen kann, wo es hakt.

Da wäre es doch cool, wenn man seine Spielversuche einfach mal aufzeichnen könnte. Früher hätte man mit aufwendigen Konstruktionen und Lipstick-Kameras rumhantiert.

Mit The Magnet sollte das jetzt kein Problem mehr sein. The Magnet ist ein cleverer kleiner Halter, mit dem man x-beliebige Smartphones direkt am Hals der Gitarre befestigen kann. Sogar eine Mount für GoPros ist erhältlich. Richtig Nutzen kann man aus dem Halter jedoch erst dann ziehen, wenn man ein Smartphone einspannt, dass mehr als die Standard 25 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. Je größer die Zeitlupe umso besser kann man sehen, an welcher Stelle man seinen Part vergrützt.

Mit 30 $ plus Nebenkosten ist der Spaß sogar recht erschwinglich. Könnte man durchaus mal ausprobieren. Und wer gerne Youtube-Videos seiner Kunst erstellt wird ohne vermutlich gar nicht mehr wollen. Mal ehrlich, eine Nahaufnahme flitzender Finger ist doch allemal ansehnlicher als ein stumpf vor sich her blickender Gitarrero, der gerade versucht, sein Gegniedel nach dem 25. Take endlich fehlerfrei auf die Platte zu bannen.

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