Sieht trotz des niedrigen Preises sehr wertig aus - Trinus 3D Drucker (Bild: © 2016 Kodama, Inc. )
Sieht trotz des niedrigen Preises sehr wertig aus – Trinus 3D Drucker (Bild: © 2016 Kodama, Inc. )

Das riecht doch mal wieder nach einem schnellen Funding. Am 30.03.16 um 18 Uhr soll der Trinus 3D-Drucker bei Kickstarter an den Start gehen. Ganz schnelle Finger können sich hier vielleicht für 199$ plus Nebenkosten einen durchaus interessant erscheinenden 3D-Drucker sichern.

Trotz dieses extrem niedrigen Preises (auch die angeplanten regulären 299$ klingen noch günstig) will der Trinus 2-in-1 3D Printer mit einer weitestgehend auf Metall basierenden, soliden Konstruktion punkten. Der Drucker soll aus 11 Teilen bestehen und auch von ungeübten Interessenten innerhalb 30 Minuten zusammen gebaut werden können. Und da 3D Drucken nicht genug ist wird es wohl auch einen Laser-Gravier-Kopf geben. Der wird allerdings wohl aufpreisig sein. Wollen es ja nicht übertreiben.

Mit einem Druckvolumen von 120x125x125mm haben wir es hier nicht dem größten Vertreter seiner Zunft zu tun. Auch die Druckgeschwindigkeit von 70mm/sec ist nicht Rekordverdächtig. Für den Einstieg sollte es aber vollkommen reichen.

Die minimale Layergröße wird mit 0.05mm (50 microns) angegeben.

Auf dicke Hose macht Trinus dann mit den verwendbaren Materialien. Es sollen 1.75mm PLA, ABS, PC, flex, Holz und die meisten anderen Materialien extrudiert werden können. Wie das klappen soll? Gute Frage. Je nach Material müsste ja zumindest die Bodenplatte schon mal beheizt sein, damit durch die Abkühlung der Druck sich nicht verzieht. Vermutlich müssen wir da erst mal die Kampagne abwarten und hoffen, dass das mit enthalten ist.

Nicht nur ein 3D-Drucker. Auch eine Laser-Gravier-Einheit wird angeboten (Bild: © 2016 Kodama, Inc. )
Nicht nur ein 3D-Drucker. Auch eine Laser-Gravier-Einheit wird angeboten (Bild: © 2016 Kodama, Inc. )

Ich bin kein 3D-Druck-Experte. Die Grunddaten des Trinus 3D scheinen mir aber ganz plausibel zu sein. Wie immer darf man natürlich die üblichen Crowdfunding-Risiken nicht außer Acht lassen. Wir haben es hier mit einem Stück Technik zu tun, das bei der angepriesenen Ausstattung sehr knapp kalkuliert ist. So gesehen sollte man sich nicht wundern, wenn das finale Gerät, so man denn eins erhält, nicht ganz den Versprechungen gerecht wird. Auf der anderen Seite kann man aber vielleicht auch sagen, dass ein günstig geschossener Early Bird durchaus eine Versuchung sein könnte. Für den Einstieg in den 3D-Druck scheint mir der Trinus auf jeden Fall besser geeignet zu sein als der OLO-Drucker, bei dem man sich auf ein bestimmtes Material von einem einzigen Anbieter festlegen muss.

Wenn man keinen Early Bird erwischt muss man schauen, wie groß die Ersparnis gegenüber einem später nicht über Crowdfunding erworbenen Gerät ausfällt. Ein 200 $ Verlust tut natürlich auch weh. Bei 300 $ wäre es aber schon sehr ärgerlich. Wenn man dann gegenüber dem normalen Preis z.B. nur 50 $ sparen sollte, lohnt das Risiko nicht. Da wäre dann Geduld angebracht. Die üblichen Nebenkosten müssen ja auch noch mit eingerechnet werden.

You might also enjoy: