Clevere, kleine Klingel - die Trigger Bell (Bild: kickstarter / © Stefan Buxton)
Clevere, kleine Klingel – die Trigger Bell (Bild: kickstarter / © Stefan Buxton)

Wer auf dem Rennrad unterwegs ist hat ja meist nicht viel Sicherheits- und Komfortausstattung an Bord. Schutzbleche? Pah, ist was für Weicheier. Licht? Liegt meist zuhause auf dem Schreibtisch. Reflektoren? Unnötiges Gewicht. Bremsen? Na gut, auf die will man dann doch nicht verzichten.

Ein weiteres Utensil gibt es noch, das auch am Rennrad sehr viel Sinn ergibt, dort jedoch erstaunlich oft nicht zu finden ist. Die Klingel. Es kommt glaube ich öfter vor als man denkt, dass man sich den Weg durch eine Horde Inlineskater oder den Radwanderausflug des örtlichen Kegelvereins durchklingeln muss. Gerade, wenn auf der Hausstrecke auch Passagen liegen, bei denen man Radwanderwege nutzen muss.

Warum verzichten so viele sportliche Radler überhaupt auf eine Klingel? Das hat glaube ich zwei Gründe. Die kleinen Exemplare sind meist so blöde zu bedienen, dass man am anzuklingelnden Objekt schon längst vorbei ist, wenn man seine Griffposition soweit geändert hat, dass man die Klingel auslösen kann. Grund Nummer 2: Es sieht halt scheiße nicht so schön aus.

Mit Triathlonaufsatz kann man eine Klingel meist ganz gut verstecken, wenn der Aufsatz eine kleine Brücke zur Aufnahme des Radcomputers hat. Einfach die Klingel daneben setzen und nach unten drehen. Ist dann zwar immer noch nicht leicht ausgelöst, fällt optisch aber nicht mehr auf. Man wird ja so schnell zum Helden wenn man in der Gruppe der einzige mit einer Klingel ist. Kommt ja doch etwas höflicher als wenn vier bis fünf Chaoten auf Carbon mit lauten „Ey“ die Straße frei brüllen.

Klein, unauffällig, gut zu erreichen... auch am Rennrad. Ich würde allerdings eine andere Farbe wählen. l (Bild: kickstarter / © Stefan Buxton)
Klein, unauffällig, gut zu erreichen… auch am Rennrad. Ich würde allerdings eine andere Farbe wählen. l (Bild: kickstarter / © Stefan Buxton)

Lange Vorrede, kurzer Sinn, die Trigger Bell macht es etwas clever. Der Klingelhebel ist so konstruiert das er sich nicht auf die falsche Seite der Klingel drehen kann und bequem vom Daumen aus zu erreichen ist. Dabei kann die Klingel so montiert werden, dass der Daumen unterhalb des Lenkers verweilen kann. Man muss ihn nicht über den Lenker nehmen. Wem es nämlich noch nicht aufgefallen ist, gleichzeitig klingeln und bremsen ist bei herkömmlichen Klingeln nahezu unmöglich, da man den Daum hoch nimmt und somit der Handballen nicht mehr als Gegendruckpunkt für die zugreifenden Finger dienen kann.

Noch schlimmer: hat man den Daumen oben und fährt über ein Hindernis kann es durchaus passieren, dass man mit der Hand nach vorne vom Lenker abrutscht. Schwupps, liegt man auf der Nase. Bei der Trigger Bell bleibt der Daumen unten. Sehr schön. Feiner Nebeneffekt: Die Klingel fällt nicht mehr so ins Auge, da sie nicht auf sondern unter dem Lenker positioniert ist. Da braucht man sich dann auch vor seinen Kumpels nicht mehr zu schämen.

Die Klingel gibt es unterschiedlichen Farben, wobei ich wohl am ehesten Jet Black bevorzugen würde. Schade, dass es kein weiß gibt. Mit 15 Pfund plus 5 Pfund Versand ist die Klingel durchaus noch im „Nehm ich mal eben mit“-Rahmen. Weitere Kosten wie Zoll und Steuer sollten soweit ich beurteilen kann nicht anfallen, da die Klingel aus England kommt.

Bunt ist das Dasein - aus 12 Farben kann man wählen.  (Bild: kickstarter / © Stefan Buxton)
Bunt ist das Dasein – aus 12 Farben kann man wählen. (Bild: kickstarter / © Stefan Buxton)

Shipping ist auf Juli 2014 datiert. Da hier nicht mit Elektronik und Software hantiert werden muss kann mir in diesem Fall sogar vorstellen, dass die Jungs das hin bekommen.

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