The Cesium 133 - Atomuhr fürs Handgelenk (Bild: kickstarter / ©John Patterson )
The Cesium 133 – Atomuhr fürs Handgelenk (Bild: kickstarter / ©John Patterson )

Es wird mal wieder Zeit sich mit der Zeit zu beschäftigen. Ist ja schon etwas Zeit her. Genauer gesagt mit der Zeitmessung. Und wenn ich genauer sage meine ich es auch.

Die Menschheit hat sich ja im Laufe der Zeit schon diverse Methoden der Zeitmessung ausgedacht. Die sind leider nicht alle für den Einsatz am Handgelenk praktikabel. Sonnenuhr? Nur mit Kompass. Wobei man anhand der Uhrzeit und der Sonne ja auch die die Himmelsrichtung feststellen könnte. Aber eine Uhr mitschleppen um anhand einer Sonnenarmband-Uhr die Zeit zu messen… da ist irgendwo ein Fehler in der Idee.

Automatikuhren und Handaufzuguhren sehen ja immer sehr stylisch und gediegen aus. Nur mit der Genauigkeit hapert es doch ein bisschen. Nachlauf von bis zur 30 Sek am tag sollen ja auch bei höherpreisigen Modellen vorkommen.

Sehr cool finde ich die Stimmgabelmethode der alten Bulova Accutrons. Schon ein Stück genauer. Nachteil neben dem recht hohen Batterieverschleiß ist allerdings die Tatsachen, dass man die Uhren Nachts nicht auf dem Schreibtisch liegen lassen darf. Das Summen der Stimmgabel kann einem schon den Schlaf rauben.

So sehen schöne Uhren aus. Eine Bulova Accutron Space View mit Stimmgabel-Taktgeber (Bild: wikipedia /Tmtriumph)
So sehen schöne Uhren aus. Eine Bulova Accutron Space View mit Stimmgabel-Taktgeber (Bild: wikipedia /Tmtriumph)

Wer es genauer mag greift auf Quarzuhren zurück. Ein bisschen langweilig und ab und zu muss man die dann doch noch mal stellen. Um das zu vermeiden kann man sich natürlich auch eine Funkuhr zulegen, die sich die aktuelle Zeit einmal am Tag von einer Atomuhr holt. Funktioniert aber nicht überall. GPS-fähige Uhren holen sich die Zeit auch mal vom Satelliten. Allerdings ist man hier auf die Zulieferung der Zeit von fremden Geräten abhängig.

Es gibt also viele Möglichkeiten, sich die aktuelle Zeit an das Handgelenk zu holen. Nur für den absoluten Genauigkeitsfanatiker ist da noch nicht so ganz das richtige dabei. Zumindest bis jetzt, denn momentan kann man bei Kickstarter das Projekt The Cesium 133 unterstützten. Die erste Atomuhr für das Handgelenk verspricht eine Genauigkeit von 1 Sekunde Abweichung in 1000 Jahren. Wer genau wissen will, wie das funktioniert sollte sich bei Wikipedia schlau machen. Das steht es besser und vor allem korrekter als ich es hier auf die schnelle erklären könnte.

Ein Anschluss an einen Computer ist übrigens möglich. Allerdings nicht via Bluetooth, Wifi, Ant+ oder USB. Nein, die gute alte RS 232 Schnittstelle muss dafür herhalten. Erstaunlich. Da die wenigsten aktuellen Rechner damit noch ausgestattet sein dürften ist die Anschaffung eines Seriell-USB-Adapters anzuraten.

Allerdings plagen mich bei der Geschichte noch ein paar Fragen. Wer nimmt die erste Einstellung der Uhr vor? Es ist ja schön, dass sie in 1000 Jahren nur eine Sekunde verliert, aber wenn die Uhr von Anfang an nicht 100% genau gestellt ist wird sie halte 1000 Jahre nicht die richtige zeit anzeigen, mindestens. Und was passiert, wenn die Batterie leer geht? Muss man die Uhr dann wieder neue stellen? Und wo bekommt man dann die aktuelle Zeit her? Antwort: Mit der Uhr erhält man ein Ladegerät mit GPS-Empfänger. Dieser holt sich die zeit dann wieder vom Satelliten. Ist also nicht mit der absoluten Unabhängigkeit.

Die größte Frage, die ich mir stelle ist aber folgende: Warum ist das Teil so hässlich? Bei 6000 $, die für die Uhr aufgerufen werden könnte man vielleicht doch etwas mehr Gestaltung als eine kleine Kiste in Carbon-Optik mit antiken Ziffernblatt erwarten. Wobei so klein ist die Kiste nicht. Auffallen wird man damit auf je

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