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Noisemachine, Moddevice Dwarf und Strandberg. Eine Killer-Combo

Noisemachine – the wireless mini-midi controller

The eternal story of synthesizer sounds with the guitar I had already opened here a few days ago. Midi-guitar, pickups, pedals… all nice and well. But are there any other possibilities? With a little luck, yes. The wireless mini-midi-controller Noisemachine might be worth a look.

The Noisemachnie is a really small midi controller. It’s so small that it could easily be attached to a guitar of your choice. And since the whole thing runs without cables via BLE Midi, you don’t even have to worry about a big cable tangle. ... weiter lesen

Midi mit dem Fishman Triple Play

The way to the midi guitar – synthesizer and keyboard with the Strandberg Boden

If you are in a three-man band like me, you might know the problem. A few keyboard pads underneath every now and then couldn’t hurt. Somehow I always had the bad luck to play in bands without a keyboard player, except for a relatively short time. And so I’ve been after the topic of midi guitars for quite a long time. Whatever it was that made me learn trumpet instead of piano like all the others when I was a little kid.

To get to beautiful synthesizer and keyboard sounds as a guitarist you first have to clarify a few basic conditions. After that there are several possibilities. For this reason I will split the article into several parts. Otherwise it will be too long and who has the time nowadays to read more than two lines of text… ok, apparently you. Well then, let’s start with a little overview. ... weiter lesen

TheoryBoard – Midi-Controller für Musiktheorie-Noobs

Musizieren ohne Ahnung. Das TheoryBoard will Eure Ohren schonen (Bild: kickstarter/© Irijule
)

Mit dem TheoryBoard von Irijule werden die Träume eines jeden lernfaulen Musikers war. Musiktheorie ist ja eine eher öde Angelegenheit. Gerade den Saitenhelden fehlt oft die Motivation, sich da durch zu quälen.

Ein paar Skalen auswendig lernen? Schön und und gut. Aber die Basis dahinter mutet wie unnötiger Ballast an. Jaja, ich tendiere auch dazu, es eher vage mit dem theoretischen Unterbau zu halten.

Wie schön wäre es doch, immer die richtigen Töne treffen zu können, egal, in welcher Tonart man gerade läuft. Mit moderner Technik sollte das heutzutage doch kein Problem sein. Das behauptet jetzt zumindest das TheoryBoard.

TheoryBoard, das etwas andere Tasteninstrument

Was auf dem ersten Blick eher aussieht, wie eine Tastatur für Videoschnitt oder Hardcore-Gamer entpuppt sich schnell als recht cleverer Mix aus Keyboard (das mit dem schwarzen und weißen Tasten) und Keyboard (mit den Buchstaben drauf).

Als erstes stellt man die gewünschte Tonart und Skala ein. Über 860 unterschiedliche Skalen aus aller Welt stehen zur Verfügung. Dorisch, Phrygisch, Lydisch? Kein Problem. Bebop, Hirajoshi und zur Not Ganz Ton. Alles mit drin. Ihr seht schon, da können alle Musikgeschmäcker bedient werden.

Ein kleines Display zeigt an, was man mit vier drunter angelegten Pfeiltasten eingestellt hat. Die Tasten des TheoryBoard sind übrigens drucksensitiv, aber nicht beschriftet. Würde auch keinen Sinn ergeben, weil diese je nach gewählter Skala komplett andere Akkorde und Töne wiedergeben. Zur Orientierung werden die Tasten farbig beleuchtet.

(Bild: kickstarter/© Irijule
)

Zwei Seiten der Geschichte

Das TheoryBoard ist primär in zwei Seiten aufgeteilt. Auf der linken Seite werden komplette Akkorde gespielt. Man muss sich also nicht die einzelnen Töne der ganzen Akkorde merken. Selbst so lustige Akkorde wie Csus7 werden mit einer einzelnen Taste abgebildet.

Auf der rechten Seite kommen dann die passenden Einzeltöne zum Einsatz. Diese gibt es in jeweils 4 Oktaven. Um die Orientierung zu erleichtern werden korrespondierende Töne und Akkorde identisch eingefärbt.

Intuitives Spiel sollte somit also kein Problem mehr sein. Ich frage mich nur etwas, wie viel Disziplin man sich aneignen muss, um dann auch wirkliche Komposition zu schaffen und nicht in akustisch gefälliges Rumgedudel zu verfallen. Aber das hängt vielleicht auch davon ab, wie der entsprechende Musiker seine Musik fabriziert.

(Bild: kickstarter/© Irijule
)

Alles easy, oder?

So auf den ersten Blick sieht das ganze nun so einfach wie Blockflöte spielen aus. Wobei, eigentlich noch einfacher, weil man auch bei der Blockflöte phänomenal danebenliegen kann. Was man dabei jedoch nicht vergessen darf ist, dass soweit ich das jetzt richtig verstanden habe, das TheoryBoard nur ein Eingabeinstrument ist, d.h. man braucht noch einen Klangerzeuger.

Wenn man nicht zufälliger Weise noch ein midifähiges Keyboard rumstehen hat wird man vermutlich wohl an einen Rechner gehen. Verbindung nimmt das TheoryBoard übrigens via 5 Pol Din Midi, USB.Midi und Bluetooth Midi auf.

Wer dem TheoryBoard also Töne entlocken will muss sich auch mit der entsprechenden Softwareseite des gewünschten Tools zur Sounderzeugung rumschlagen. So einfach auspacken und einen Top10-Hit bauen ist also leider nicht möglich. Wer jedoch schon Erfahrung mit entsprechenden Tools hat wird vermutlich flott interessante Ergebnisse zu Tage befördern können.

Für aktuell 350$ bekommt man die 93 drucksensitiven Tasten geplant bis Mai 2018 geliefert. Sportliches Timing, besonders, wenn man einen Blick in die Prototypen-Galerie wirft. Nach Serienproduktion sieht das nämlich leider noch nicht aus und die größten Fallstricke auf dem Weg an den Markt liegen bekannter Weise bei der Umsetzung zur Massenproduktion. Ich glaube nicht, dass die Machen 500 TheoryBoards per Hand löten wollen. Ich würde eher nicht gleich am 1 Mai einen Gig damit buchen.

Handarbeit – Guitar Wing Midi-Board für die Hand

Midi-Tretleiste zum anklemmen, der Guitar Wing (Bild: kickstarter/© Livid Instruments)
Midi-Tretleiste zum anklemmen, der Guitar Wing (Bild: kickstarter/© Livid Instruments)

Blitze durchzucken die Dunkelheit. Dichter Nebel schwebt über die Bühne. Sphärische Keyboardflächen durchfliegen den Saal. Die wummernde Doublebase setzt ein. Das Intro kommt langsam zu seinem extatischen Höhepunkt: Tweng. Mist, und schon wieder mal den falschen Knopf gedrückt. Statt dem vollen Gitarren-Brett kommt nur ein leises, cleanes Gefiedel.

Ja, das kommen Erinnerungen auf. Mein gutes, altes GitarrenRack mit allem was das Gitarristen-Herz begehrt. Ärgere mich immer noch drüber, dass ich davon kein scharfes Bild habe. Aber damals hat man noch analgog fotografiert.
Ja, das kommen Erinnerungen auf. Mein gutes, altes Gitarren-Rack mit allem was das Gitarristen-Herz begehrt. Ärgere mich immer noch drüber, dass ich davon kein scharfes Bild habe. Aber damals hat man noch analgog fotografiert. Jazz haben wür übrigens nichtgespielt.

Ist mir zu meinen Musikerzeiten mehr als einmal passiert. Entweder gibt’s für ambitionierte Amateur-Combos gar kein Nebel oder der Mischer, der neben dem Ton auch noch Licht und Effekte macht, jagt mehr Nebel in die Halle als Jack the Ripper sich zu seinen besten Zeiten in London jemals hätte wünschen können. Und wenn der Nebel so dicht ist, dass man nicht mal mehr die Hand vor Augen sieht kann keiner erwarten, dass man das richtige Pedal vom Midi-Board auf dem Boden trifft.

Anderes Beispiel. Man spielt als Gitarrist, der sich gerne auf der Bühne bewegt, ja gerne kabellos. Der Sprung ins Publikum mit samt Ehrenrunde während des Gniedel-Gniedel-Solos bringt richtig Laune. Nur blöde, wenn man es nicht rechtzeitig zurück auf die Bühne schafft um den Sound zurück zu schalten, besonders wenn nach dem Solo ein schöner cleaner Part kommt.

Die Idee, Sounds der Gitarre auch direkt von der Gitarre aus zu steuern ist an sich nicht neu. Kleine Midi-Schalter, die per Funk arbeiteten gab es schon vor 10 Jahren und mehr. Allerdings sind die Systeme, die ich damals mir angeschaut habe alle nicht das Gelbe vom Ei gewesen. Funkprobleme, problematische Positionierung, kleine Knöpfe, die nur schwer zu treffen waren, fragwürdig teuer. So richtig eine Alternative zum Fußboard hatte ich da nicht entdeckt. In wie weit sich da in den letzten Jahren etwas getan hat kann ich nun leider nicht sagen, da meine aktive Bandzeit nun auch schon locker 7 bis 8 Jahre her ist. Wer zuhause vor sich hin spielt kommt auch mit nem normalen Controller klar. Wenn er denn überhaupt einen braucht.

Bei Kickstarter habe ich aber jetzt eine Umsetzung des Themas Midicontroller an der Gitarre gefunden, die ich echt erwähnenswert finde: Der Guitar Wing von Livid Instruments.

Beim Guitar Wing handelt es sich um Controller-Board in Form eines unteren Cut-Aways, das kabellos an die meisten Gitarrenformen einfach angeklippt werden kann. Je nach Gitarre sieht das zwar etwas seltsam aus, ist aber glaube ich echt praktisch. Ein paar extreme Formen wie Flying V müssen allerdings wohl drauf verzichten.

Der Guitar Wing ist vollgestopft mit Buttons und Sensoren. Neben Slidepads hat der Wing auch noch Lagesensoren verbaut.  Genauer gesagt ist folgendes an Bord: 5 drucksensitive Pads | 3  Touch Faders | 6 Funktionsbuttons aus Gummi | 4 seitliche Auswahlknöpfe. Ausserdem ist im Wing noch ein Bewegungssensor verbaut, der Sounds anhand der Bewegung der Gitarre steuern kann. Dadurch ergeben sich noch ein paar Möglichkeiten mehr, den Sound zu steuern. Je wilder die Gitarre geschleudert wird, desto besser. Mich würde mal interessieren, was jemand wie Vai mit dem Ding so anstellen könnte.

Krieg der Knöpfe. Für jede Funktion etwas dabei. Bild: kickstarter/© Livid Instruments)
Krieg der Knöpfe. Für jede Funktion etwas dabei. Bild: kickstarter/© Livid Instruments)

Da der Guitar Wing als Midi Device fungiert ist ihm die Unterstützung eines ganzen Haufens von Systemen schon sicher. Templates für Programme wie Ableton Live, Guitar Rig, Traktor, Max/MSP, Reason, Logic und WingFX sollen bereits bei release zur Verfügung stehen. Die 2do-Liste beinhaltet noch Presets für Garage Band, Cubase, FL Studio, Studio One, Digital Performer, Bitwig, Reaper , iOS Apps und diverse mehr.

Der Guitar Wing funkt via Bluetooth. Auf Grund der Midi-Kompatibilität soll dies ohne große Treiberinstallation funktionieren. Da die wenigsten Verstärker oder Effektgeräte jedoch damit ausgestattet sein dürften ist für den Betrieb an einer Gitarrenanlage, die ohne Notebook auskommt noch ein Midi-Wandler wie der iConnectMIDI2 notwendig. Wer sich nicht ganz sicher ist, wie das alles jetzt zusammen spielt sollte die Jungs von Livid Instruments noch mal direkt fragen. Ich denke aber, dass da auf jeden Fall noch Zusatzausgaben auf einen zukommen. Eigentlich schade, denn der Einsatz des Guitar Wings im Studio dürfte nur einen Bruchteil des Potentials des Gerätes ausschöpfen.

Den Guitar Wing gibt es noch für 149$ plus Nebenkosten. Für den iConnect gehen dann noch mal gut 85 Euro drauf. Wer damit leben kann erkauft sich mit dem Guitar Wing glaube ich ein ganzes Stück freiheit auf der Bühne, die der Show auf jeden Fall zuträglich sein dürfte. Stand-Musiker, die sich zwei Stunden nicht vom Fleck bewegen werden sich das Geld dann aber wohl eher sparen können.