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The Magnet Smartphone-Camera-Mount

Second try – The Magnet Smartphone camera mount for the guitar

You always meet at least twice in life. This is also the case with The Magnet, the smartphone camera holder that you can quickly and easily clip onto the guitar neck. The old-fashioned blog readers might still have the project from 2014 in mind, which unfortunately failed to achieve its funding goal at that time. Meanwhile the second campaign has been successfully completed and the production is right on schedule according to the makers.

But what is The Magnet anyway and what do you need it for?

The way to speed

If you want to be fast you have to start slowly. Nevertheless you will get into situations from time to time, where problems and uncleanliness occur after a certain playing tempo on the guitar. The analysis of this, especially if you don’t have a good teacher at hand, is not easy for most people. How nice it would be if you could simply record your own playing with a camera.
Since nowadays everybody should own a smartphone, the camera itself is no problem anymore. Just finding the right camera position is complex. Whoever has ever tried to put a smartphone on a tripod and then film the action of the plectrum hand knows that this rarely produces usable results. Not to mention the effort involved. ... weiter lesen

Quatsch der Woche – Chordelia Guitar Machine

Ah, endlich mal wieder ein Quatsch der Woche: die Chordelia Guitar Machine ist ein schönes Beispiel für ein Projekt, das auf den ersten Blick für so manchen ganz verlocken aussehen müsste, bei genauerem Hinsehen sich jedoch als ziemlich überflüssig erweisen dürfte.

Bei der Chordelia Guitar Machine handelt es sich um eine recht ausladende Mechanik, die es einem, dem Gitarre spielen unkundigen Mitmenschen ermöglichen soll, auch ohne die entsprechenden Fingerfertigkeiten Akkorde auf einer Gitarre zu greifen. Sechs Akkorde stehen zur Auswahl: A Moll, G, F, C, D und E Moll. Also eher für die gedrückte Stimmung.

Klingt natürlich wie ein Traum für jeden Singer/Songwriter (wie ich diesen Begriff hasse). Heißen ja schließlich nicht Singer/Gitarrist/Songrwriter (was es aber auch nicht schlimmer machen würde).

Chordelia Guitar Machine, das Mechanik-Wunder

So entpuppt sich die Chordelia Guitar Machine als ein Prachtbeispiel hölzlicher Feinmechanik. Über Seilzüge werden bei Betätigung eines Akkord-Hebels kleine Drücker in Gang gesetzt, die dann den Akkord greifen. Das sieht aus rein handwerklicher Sicht sehr beeindruckend aus.

Leider ist der Apparat dadurch sehr klobig geraten. Das bedingt dann auch, dass man mit angebauter Chordelia Guitar Machine die Gitarre in kein Case oder Gigbag mehr rein bekommt. Ich gehe auch mal davon aus, dass das Teil die Klampfe sehr Kopflastig machen wird.

Wie gut die im Video gezeigt Klemmung für den Hals ist, dürfte auch eine gute Frage sein. Wenn man hier zu fest zieht kann das durchaus Kerben in den Hals drücken. Aber wer so ein Gerät sich anschafft wird vermutlich eh kein hochwertiges Instrument besitzen.

Immerhin reden wir hier von einem rein mechanischen Gerät. Man muss sich also nicht mit Batterien und Motoren herumschlagen.

Lern-Hemmnis

Kommen wir zur großen Sinn-Frage. Warum sollte man sich so ein Teil anschaffen?

Den Gedanken „Ich kann nicht Gitarre spielen. Damit kann ich es ohne Aufwand.“ sollte man schnell beiseitelegen. Denn wer keine Gitarre spielen kann wird auch mit der Chordelia Guitar Machine nicht „out of the Box“ Musik fabrizieren. Die rechte Hand will nämlich auch trainiert werden, damit aus Rumgeschrammel erträgliche Klänge werden.

Die im Video gezeigten Musiker dürften allesamt des Gitarrenspiels kundig sein. Da ist kein Anfänger dabei. Und wenn man die rechte Hand nach ein paar Tagen gemeistert hat bleibt man dann auf der Stelle stehen. Man wird nie mehr als 6 Akkorde spielen können.

Ich gebe Euch einen Tipp. Nehmt die 250 Euro, die das Teil kostet. Schlagt das entweder auf das Geld drauf, dass ihr für eine Gitarre investieren wollt oder tragt es zu einem Gitarrenlehrer eurer Wahl. Die Akkorde sind auch für einen blutigen Anfänger in wenigen Tagen zu lernen.

Ich gehe jede Wette ein, dass jeder hier, der von heute bis zur geplanten Auslieferung im Januar 2018 täglich 10 Minuten sich mit seiner Gitarre beschäftigt, die sechs Akkorde so gut drauf hat, dass ihm der Gedanke an so einen Klopper am Hals nur noch ein mitleidiges Grinsen ist Gesicht zaubern wird.

 

Wristruments – die Smartwatch zum Gitarre lernen

Gitarre lernen mit der Wristruments Smartwatch (Bild: kickstarter / © Joe Corcoran)

Manche Ideen, wie die Wristruments Smartwatch, sehen auf den ersten Blick ganz grandios aus, erweisen sich auf den zweiten Blick jedoch als ziemlich überflüssig. Die Wristruments ist ein typischer Vertreter dieses Genres.

Grundidee des Wristruments ist, dass man beim lernen der Gitarre den Blick immer zwischen Griffbrett, Fingern und Zettel mit den entsprechenden Griffen hin und her schweifen lassen muss.

Mit der Wristruments Smartwatch soll man die entsprechenden Chords direkt am Handgelenk ablesen können. Das klingt natürlich ganz cool, da man den Blick immer auf den gleichen Bereich richten kann und die Augen nicht so stark umfokussieren müssen.

Wristruments – was kriegt man?

Bevor wir uns die eigentliche Sinnfrage stellen werfen wir zuerst mal einen Blick darauf, was man beim Wristruments denn nun wirklich bekommt. Eigentlich ist das eine gute Frage, deren Antwort mir schwerfällt. Als Haupt-Pledge bekommt man eine Smartwatch mit der entsprechenden App zum Gitarre lernen.

Nun gibt es leider keinerlei technische Details zur eigentlichen Smartwatch. Nichts über Betriebssystem, Speicherausstattung, Abmessungen, Akkulaufzeit, Display… nichts, nothing, nada. Das lässt mich vermuten, dass entweder sich hierüber noch keine Gedanken gemacht wurde oder irgendeine Billig-China-Smartwatch mit einer App ausgestattet wird.

Ja, es ist sogar denkbar, dass die Smartwatch gar keine Smartwatch ist, sondern lediglich die Wristruments Software abspielen kann.

Die gute, alte Katze im Sack und ein Garant für um Monate überzogene Lieferdaten.

(Bild: kickstarter / © Joe Corcoran)

Tut nicht not

So schön die Idee, etwas mit Hilfe eines coolen Gadgets zu lernen auch ist, muss man sich fragen, wie lange man die Hilfe überhaupt braucht. Das ist ein generelles Problem bei Lern-Gadgets. Hat man die Fähigkeit drauf, brauch mach das Gadget nicht mehr.

Gerade beim lernen der ersten Akkorde sollte man den Aufwand nicht überschätzen. Ein E-Moll auf der Gitarre ist nun nicht so komplex, dass man sich den nicht in 5 Minuten merken kann.

Das Problem bei Anfänger ist eher die Gelenkigkeit der Finger. Man muss also nicht dauernd schauen, wie die Akkorde gehen, sondern verbringt die meiste Zeit damit, die Finger an die richtigen Positionen zu sortieren. Und da hilf die App nun auch nicht.

In wie weit die Handgelenkhaltung um die Wristruments ablesen zu können eventuell problematisch für die Erlernung der Gitarre sein könnte will ich eigentlich gar nicht erst anfangen. Anfänger könnten auch durchaus Probleme haben, am Anfang das Handgelenk soweit einzuknicken, dass die Wristruments Smartwatch ablesbar ist.

Kann mehr als nur Akkorde anzeigen (Bild: kickstarter / © Joe Corcoran)

Natürlich soll die App noch mehr können als auch Akkorde anzeigen. Skalen, Timings und ganze Songs solen sich einprogramieren können. Ich möchte nur bezweifeln, ob man bei so einem kleinen Display schnell genug reagieren kann, um die Informationen auch auf die Hände umsetzen zu können. Das fällt ja schon auf größeren Displays auch bei fortegrittenen Fähigkeiten nicht leicht.

Aber auch hier gilt wieder: Nichts genaues weiß man nicht. Zu wenig Informationen über die Features.

Low-cost Alternative

Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Wristruments im günstigsten Fall erst im Februar 2018 ausgeliefert wird könnte man doch glatt auf die Idee kommen, es bis dahin einfach mal mit Zettel und Stift auszuprobieren. Schreibt Euch den Akkord einfach auf ein Post-it und klebt den Euch an den Gitarrenkopf, den Hals oder meinetwegen auch das Handgelenk. Da habt Ihr sogar genügend Platz für einen zweiten Akkord und das in einer Größe, für die Ihr keine Brille braucht.

So einfach spart man Geld.