Uhr, schön ins Bild gesetzt - TACS (Bild: kickstarter/© Yuki Machino)
Uhr, schön ins Bild gesetzt – TACS (Bild: kickstarter/© Yuki Machino)

Es muss nicht immer smart sein. Wenn mir ein so cooles Uhrenkonzept, wie die TACS über den Weg läuft muss ich die einfach erwähnen, auch wenn ich kein Uhren-Spezialblog betreibe.

Fette Linse

Besonders als passionierter Hobby-Fotograf kommt man erst recht nicht umhin, sich die TACS anzuschauen. So stand hier das Objektiv einer Spiegelreflex-Kamera Model. Das sieht man gleich auf dem ersten Blick. Das Uhrenglas besitzt eine Wölbung, die leicht wie ein Fischauge anmutet. Darüber hinaus ist die Uhr mit er Lynette ausgestattet, die wie der Fokusring eines Objektivs gestaltet ist.

Klar, das ist natürlich ein wenig Spielerei, da die Lynette bei der Uhr keinen wirklichen Zweck erfüllt. Aber das trifft ja mittlerweile auf sehr viele Armbanduhren zu. Und Hand aufs Herz: Wer von Euch ist schon in der Lage, wirklich mittels Lynette an der Taucheruhr festzustellen, wo Norden ist?

So gesehen geht der drehbare Ring an der Zwiebel als gestalterisches Detail voll in Ordnung.

Angetrieben wird die Uhr durch ein Automatik-Werk. Hierbei handelt es sich um ein vergoldetes Miyota 82S0 aus Japan mit 21 Steinen. Vermutlich nicht die schlechteste Wahl. Aber da ich eigentlich kein großer Fan von Automatik-Werken bin fehlt mir hier für eine genaue Einschätzung die Expertise. Mir ist einfach der Vor-/Nachlauf auch bei hochwertigen Werken zu groß.

Damit man auch die schöne Automatik in der Uhr sieht, ist der mittlere Bereich des „Objektivs“ als Skelett umgesetzt. Das fügt sich sehr schön in das Gesamtbild ein. Selbstverständlich wird mit einem Glasboden gearbeitet. Man soll ja sehen, warum die Uhr nicht genau geht.

Das ganze Gehäuse wurde dem Design älterer Kameras nachempfunden. Da darf selbst die Belederung an den Kanten zum Armband nicht fehlen.

Auf jedes Detail geachtet (Bild: kickstarter/© Yuki Machino)
Auf jedes Detail geachtet (Bild: kickstarter/© Yuki Machino)

Canon, Nikon, TACS

Sicherlich wird der eine oder andere Fanboy der Fotofirma seiner Wahl jetzt greinen, dass hier keine Nikon, Canon, Leica, Praktika… als konkretes Vorbild genommen wurde. Ich denke aber, dass das vom Kampagneninitiator ganz bewusst so gewählt wurde. Erhöht die Zielgruppe und macht die Umsetzung einfacher.

Als Zubehör kommt in der schönen Holzbox, in der die Uhr verschickt wird, noch eine Ledertasche für SD-Karten (braucht das jemand und wo ist da die Verbindung zum Produkt?) und eine Lederkappe zum Schutz des Objektivs. Nette Idee. Da allerdings ein doppeltes Saphir-Glas verwendet wird vermute ich mal, dass man auch ohne Schutz die Uhr nicht gleich ruinieren wird.

Mit etwas 430 $ plus Nebenkosten für den Early Bird ist die TACS durchaus noch in einem Bereich, der als bezahlbar betrachtet werden kann, zumindest für eine Armbanduhr.

Das einzige, was ich mir jetzt noch wünschen würde wäre, wenn es eine Version in Silber/Metall geben würde. Gold steht mir nämlich nicht.

Eine schöne Uhr braucht auch eine schöne Verpackung (Bild: kickstarter/© Yuki Machino)
Eine schöne Uhr braucht auch eine schöne Verpackung (Bild: kickstarter/© Yuki Machino)

Tl;dr

Die TACS ist eine Automatik-Uhr, die dem Objektiv einer Kamera nachempfunden wurde.

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