Da bekommt der Zeichner bunte Träume - Millionen Farben ineinem Stift mit Scribble (Bild: © Scribble)
Da bekommt der Zeichner bunte Träume – Millionen Farben ineinem Stift mit Scribble (Bild: © Scribble)

Da kommt ja schon fast so etwas wie Schadenfreude oder ein Hab-ichs-doch-gesagt-Gefühl auf. Nach nur 6 Tagen ist nun auch bei tilt.com die Scribble-Kampagne gestoppt worden. Genau wie bei Kickstarter haben die Tilt-Leute wohl das gleiche festgestellt, was vielen andere im Netz schon aufgefallen ist. Ein schlecht gefaktes Vorstellungs-Video und die Abwesenheit eines zeigbaren Prototypens.

Das ist dann auch Tilt zu heikel geworden. In ihrem Blog erklären sie genauer, warum die Reißleine gezogen wurde.

Die Reaktion von Scribble selber ist im Scribble-Blog nachzulesen. Dort wird freilich behauptet, dass man von alleine die Kampagne beendet hätte. Wenn ich es jetzt richtig gelesen habe wird von Scribble behauptet, dass ursprünglich von Tilt kein funktionierender Prototyp für eine Kampagne bei denen verlangt worden ist.

Da kann man sich jetzt natürlich drüber streiten, aber wenn man es genau nimmt ist es doch ein absolutes Alarm-Signal, wenn Scribble immer noch keinen ansatzweise funktionierenden Prototypen vorweisen kann.

Ich finde es erstaunlich, mit welcher Ignoranz Scribble trotz aller Kritikpunkte versucht, potentiellen Kunden das (wenn wir es mal positiv sehen) extrem hohe Risiko aufzubürden, ein Produkt zu unterstützen, zu dem anscheinend der simpelste Beweis fehlt, dass es überhaupt umsetzbar ist. Wer das ignoriert selber Schuld.

Sehr schade, denn die Idee ist ja wirklich sehr cool. Und wenn man technisch noch nicht so weite ist sollte man das entweder genau so kommunizieren und den Unterstützern entsprechend reinen Wein einschenken oder noch ein paar Wochen/Monate/Jahre im stillen Kämmerlein vor sich hin basteln bis man wirklich etwas vorzuzeigen hat.

Auch hier ist Kommunikation wieder alles. Ich kann mir gut vorstellen, dass die auch mit dem Hinweis auf den frühen Stand der Entwicklung so einiges an Unterstützung bekommen hätten. Zwar wären sie dann nicht in wenigen Tagen weit über ihr Funding-Ziel hinausgeschossen, hätten aber zumindest am Ende etwas Geld für die Weiterentwicklung zusammen bekommen. Von einer abgebrochenen Kampagne hat nun wirklich keiner etwas.

Jetzt versucht Scribble es wohl in Eigenregie… Handel mit Optionsscheinen an der Nordkoreanischen Börse dürfte wohl risikoloser sein.

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