StiKK - das Licht im Lenker (Bild: kickstarter/ © stikk.eu)
StiKK – das Licht im Lenker (Bild: kickstarter/ © stikk.eu)

Die Fixi-Puristen haben ja meist ein kleines Problem, wenn sie den Spagat zwischen Purismus und Sicherheit machen müssen. Das Thema Bremsen will ich hier gar nicht erst ansprechen. Heute kümmern wir uns einfach mal um das Licht. Dynamo geht natürlich gar nicht (auch wenn ich da anderer Meinung bin) und so eine Akku-Leuchte sieht ja meist auch nicht so kleidsam aus. Spezial-Lösungen wie Licht im Vorbau sind meist Hersteller-spezifisch und somit nichts für den Schrauber.

Eine sehr gut versteckte Lösung wird jetzt mit dem STiKK – urban bike light bei Kickstarter gefundet. Hierbei handelt es sich um eine LED, die als Lenkerstopfen realisiert wurde. Man schiebt sie einfach in den Lenker, schraubt sie fest, fertig. Gut versteckt, ohne die Optik des Bikes zu beeinträchtigen. Einfach, simpel, clever.

Für den Einbau wird eine Basis in das Lenkerrohr geschraubt. Die hält dann das eigentliche Licht mit einem starken Magneten fest. Die Magnet-Lösung ist deshalb notwendig, damit man die Lampe zum Aufladen schnell entnehmen kann.

Als Energiespeicher hält ein handelsüblicher AAA-Akku her. Sehr fein. So kann man sicher sein, dass man auch nach zwei bis drei Jahren noch ausreichend Strom in die Lampe bekommt. Sollte unterwegs der Akku leer laufen, dürfte es auch kein Problem sein, den nächsten Supermarkt anzusteuern und sich schnell eine normale Batterie zu kaufen. Eine Dichtung sorgt dafür, dass der StiKK auch im Regen genutzt werden kann.

Die maximale Leuchtkraft wird mit 100 Lumen angegeben. Wieviel Licht später in echt auf die Straße kommt muss man dann mal sehen. Lumen-Angaben sind ja immer sehr relativ. Immerhin stehen drei Leuchtmodi zur Verfügung. Ein Standard-Modus, ein Boost-Modus (der den Akku jedoch wohl nach etwa 25 Minuten leer gesaugt hat) und ein Blink-Modus. Mir würden für den Weg zur Arbeit die 25 Minuten Boost auf jeden Fall ausreichen.

Die Innenklemmung ist bei manchen Lenkern eher mit Vorsicht zu genießen. Aber so doll muss man sie ja nicht anziehen (Bild: kickstarter/ © stikk.eu)
Die Innenklemmung ist bei manchen Lenkern eher mit Vorsicht zu genießen. Aber so doll muss man sie ja nicht anziehen (Bild: kickstarter/ © stikk.eu)

Der Leuchtwinkel der LED ist nicht ganz gerade. Hiermit wird dem Umstand genüge getan, dass das Licht ja nicht mittig sondern am Lenkerende sitzt.

Natürlich gibt es auch beim StiKK ein paar Punkte, die es zu beachten gilt.

Da der Halteblock von innen in das Lenkerrohr geschoben wird und Druck nach außen ausübt würde ich mit der Verwendung in Carbon-Lenkern wohl eher vorsichtig sein. Die mögen solche Belastungen nicht so gerne. Zumindest sollte man das Teil nicht bis zum Anschlag fest ziehen. Mit zu viel Kraft bekommt man ja sogar nen Alu-Lenker gesprengt.

Der Lenker wird beim Radeln recht stark bewegt. Wer vorab ausprobieren will, ob ihm das hin und her pendeln des Lichtkegeln nicht eventuell stört sollte sich mal zum Test eine Akku-Leuchte an das Lenkerende schnallen.

Handelsübliche AAA-Akkus/Batterien machen den Austausch einfach (Bild: kickstarter/ © stikk.eu)
Handelsübliche AAA-Akkus/Batterien machen den Austausch einfach (Bild: kickstarter/ © stikk.eu)

Last but not least ist die StiKK-Leuchte leider nicht StVZO zugelassen. Schade eigentlich, zumal es sich hier um ein deutsches Produkt handelt. Aber dem richtigen Fixi-Friend dürfte das vermutlich eh egal sein. So gesehen kein Kauf-Hinderungsgrund.

Bei 50 Euro für den Early-Bird kann der geneigte Interessent glaube ich trotz des üblichen Crowd-Funding-Risikos gerne mal einen Blick drauf riskieren. Idee und Umsetzung scheinen mir auf jeden Fall plausibel. Auch das Shipping-Datum Juli 2016 klingt bei dem technischen Aufbau der Konstruktion für mich nachvollziehbar.

Vielleicht noch eine kleine Anregung für die Macher: Warum bietet Ihr als Stretch-Goal nicht noch eine Rücklicht-Variante an? So ein Lenker hat ja zwei Seiten und eine rote LED, die man nach hinten scheinen lässt, kann ja nicht schaden.

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