Oh, wie ist das schön. Klappräder an sich glänzen ja selten durch ansprechendes Design. Da hebt sich das Sada Bike des Italieners Gianluca Sada doch echt von ab. In Italien ist gutes Design halt schon Tradition.

Das Sada Bike mutet an wie eine Mischung aus Vespa und 50er Jahre Chrom Cruiser, gewürzt mit einer Mischung Tron. Es besticht durch zwei Auffälligkeiten. Die erste ist nicht zu übersehen. Die Räder besitzen keine Nabe und keine Speichen. Zwei Ring-Reifen werden in den Rahmen gespannt. Das sieht zwar etwas filigran aus, scheint aber zu funktionieren. Zumindest traut sich Gianluca auf seinem Prototypen ein paar Meter zurück zu legen.

Ob das den Ansprüchen des normalen Straßenverkehrs genüge tut und nicht beim ersten Bordstein auseinander fällt müsste sich ja sowieso erst in der Serienproduktion beweisen. Ein Hingucker ist es auf jeden Fall. Den aerodynamischen Vorteil verspielt er leider gleich wieder durch die etwas barock anmutende Rahmenkonstruktion. Aber Speed ist wohl kaum die Domäne des Sada Bikes. Wohl eher die angenehme Überbrückung des Weges von A nach B.

Auffälligkeit Nr. 2 hat es in sich. Nimmt man die Räder raus, lässt sich der Rahmen nämlich bis auf Regenschirmgröße zusammenfalten. Ein sehr voluminöser Regenschirm allerding. Schade, dass man die Laufräder nicht auch noch zusammen klappen kann. So hat man also doch noch sein Päckchen zu tragen.

Trotzdem sollte man damit auch im vollen Bus noch mitgenommen werden, falls es denn mal regnen sollte. Das dürfte dann aber auch notwendig sein. Schutzbleche oder andere „Komfort“-Anbauten wie Licht, Klingel und Bremsen sucht man noch vergebens. Nebensächlichkeiten. Wer bremst, verliert.

Mich würde interessieren, wie das Fahrverhalten des Sada Bikes ist. Ein bisschen Physik spielt beim radeln auch noch eine Rolle. Wie wirkt es sich aus, dass das Rad nicht mittig um eine Narbe läuft?

Interessant wäre auch zu erfahren, wie weit man mit der Übersetzung kommt. Eine Gangschaltung ist am Prototypen nicht zu erkennen. Aber man muss ja auch nicht immer schnell unterwegs sein. Wäre bei dem entspannten Design auch nicht wirklich passend. Single-Speed-Bikes kommen ja auch immer mal wieder in Mode.

 

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