Ich hol mir den Strom von der Sonne - Ripple Solararmband (Bild: kickstarter/ © GIXIA GROUP)
Ich hol mir den Strom von der Sonne – Ripple Solararmband (Bild: kickstarter/ © GIXIA GROUP)

Jeder, der hier mitliest weiß, dass ich sehr aufmerksam alles rund um das Thema Smart Strap für die Pebble Time beobachte. Bis jetzt hatten wir dort Deus ex Aria, Slazer und das Rephone Kit. Alles bis jetzt nur Ankündigungen und nicht final am Markt angekommene Projekte und nicht wirklich viel, wenn man bedenkt, wie lange die Smart Straß-Spezifikationen schon bekannt sind. Wir sammeln also weiter Projekte.

Der nächste Kandidat in der Reihe ist das Ripple Solararmband für die Pebble Time. Es handelt sich hierbei um ein Armband, dass die Pebble mit Solarenergie versorgen soll. Eigentlich ja ne sehr coole Idee. Ich persönlich finde zwar, dass einmal die Woche Aufladen keinen großen Komfortverlust darstellt. Aber wenn man auch das noch wegoptimieren kann hätte ich natürlich nichts dagegen.

Wie will Ripple das umsetzen? Normale Solarzellen sind eher steife Angelegenheiten. Außerdem entfalten diese ihren höchsten Wirkungsgrad erst dann ausreichend, wenn das Sonnenlicht im 90 Grad-Winkel auftrifft. Das ist bei einem Armband, dass um ein Handgelenk führt natürlich etwas schwierig. Aus diesem Grund setzt Ripple auf ein transparentes Armband auf Polydimethylsiloxan-Basis. Schönes Wort. Bitte schnell 10 mal schnell hintereinander aussprechen.

Dieses PDMS abgekürzte Zeug ist transparent, hautfreundlich und soll Licht, dass einmal in das Armband hineingekommen ist, noch innerhalb ein paarmal hin- und herreflektieren. Laut Aussage der Entwickler soll so genug Licht auf die Solarzellen gelenkt werden, dass eine Stunde Sonnenlicht für 13 Stunden Uhr-Laufzeit sorgen soll. Aktuell kostet der Spaß noch 64$ plus Nebenkosten. Am Markt will man dann später knapp 80 $ plus Nebenkosten verlangen.

Wie üblich gibt es aber auch beim Ripple wieder ein paar Punkte, die mir nicht so ganz schmecken. Der größte Kritikpunkt dürfte die Optik sein. Mir ist natürlich klar, dass das Prinzip des Armbands eine Menge Volumen braucht. Aber dass man dann das doch sehr ansehnliche Gehäuse der Pebble Time in so einem Plastikklumpen versenken soll mag mir dann doch nicht gefallen. Ein enormer gestalterischer Rückschritt. Von chic auf klobig mit einem Klick. Ne, ne, ne. An dieser Stelle bin ich dann auch leider schon raus.

Sieht eher nach Pebble Time mit einer Allergie aus. Schön geht anders, (Bild: kickstarter/ © GIXIA GROUP)
Sieht eher nach Pebble Time mit einer Allergie aus. Schön geht anders, besonders wenn man das Original direkt unten drunter sieht. (Bild: kickstarter/ © GIXIA GROUP)

Der zweite Punkt betrifft die zu erreichende Stromausbeute. So gibt es durchaus ein paar Zweifel bezüglich des Wirkungsgrades des Armbandes und ob das Versprechen „1 Stunde tragen/13 Stunden mehr Laufzeit“ auch einzulösen ist. Da wird fleißig drüber diskutiert. Letztendlich wird das finale Produkt zeigen müssen, was es kann. Auch mit etwas weniger abschreckender Optik würde ich hier wohl eher warten, bis das Ripple final ist und mir dann ein Serien-Armband für den normalen Preis holen. Die Kickstarter-Ersparnis ist ja nun nicht so hoch. Das wäre mir das Mehr an Sicherheit dann schon wert.

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