Slotcar, the next Generation - Real FX
Slotcar, the next Generation – Real FX (Bild: kickstarter / © Wow! Labs)

Ja, ja, die gute alte Carrera-Bahn. Wer hatte die nicht als Kind im Kinderzimmer… oder wollte zumindest eine haben. Am besten die coole Version, bei der man mit den Autos komplett frei die Spuren wechseln konnte.

Der letzte Versuch, das Genre wieder aus den Kellern der semiprofessionellen Autorenn-Nerds zurück in die normalen Wohnstuben zu bringen war ja anki drive. Hier wurde den Autos via iPhone eingeheizt, inklusive einer Menge „künstlicher“ Intelligenz. Leider hatte das System aber auch ein paar Nachteile. Nachteil 1 dürfte sein, dass man dort die Autos nur beschleunigen kann. Ein Eingriff in die Lenkung ist dort nicht möglich. Sollte da jetzt Quatsch erzählen möge man mich bitte berichtigen. Nächster Nachteil ist die Beschränkung auf das iPhone.

Die Beschränkung auf den amerikanischen und kanadischen Markt kam auch noch hinzu. Zumindest dort hat sich mittlerweile etwas bewegt, da die anki drives ab 18 Juni auch in UK zu bekommen sind. Da das Ganze jedoch über den Apple-Store läuft muss man aber erst mal sehen, ob das auch EU-weit dann zu bestellen ist.

Aber wer sich etwas gedulden kann sollte jetzt mal einen Blick auf die Kickstarter Kampagne Real FX von den Wow! Labs werfen.

Die gehen nämlich noch ein Stück weiter. Auch hier handelt es sich um ein Autorennsystem, dass ohne Schienen auskommt. Für ein Verbleiben auf der Strecke sorgen Fotosensoren, die Anhand der Tönung des Untergrundes die Richtung und die Geschwindigkeit feststellen. Die eingebauten Prozessoren berechnen dann die Steuerungsdaten. Im Gegensatz zu anki drive kann man über die Steuereinheit jedoch nicht nur die Geschwindigkeit steuern sondern auch in den Kurs eingreifen. Genau so, wie ich es mir als kleiner Junge immer gewünscht habe.

Durch die verbaute Technik können die Autos auch komplett alleine fahren. Wenn der kleine Bruder also mal wieder keine Lust hat kann man so auch problemlos gegen den Computer fahren.

Gefüttert werden die Autos mit drei AAA Batterien. Die sollen bis zu 4 Stunden halten. Sehr schön, da man so nicht auf proprietäre Akkus angewiesen ist, die man dann nach ein paar Jahren eh nicht mehr bekommt.

Gesteuert werden die Autos mit Controllern, die via 2.4 HGz-Funk arbeiten. Eine Steuerung per Smartphone ist wohl nicht vorgesehen. Das sehe ich aber eher als Vorteil. Gute Bedienelemente sind Gold wert. Touchscreen-Steuerung ist ja immer eher ein schlechter Kompromiss.

Zwei Hauptspiel-Modi sind vorgesehen: Ein Trainingsmodus, bei dem es primär um Zeitmessung geht und einen Championship-Modus, bei dem eine vorgegebene Zahl an Runden gefahren wird. Hier bei sollen dann noch diverse Optionen einstellbar sein.

Der Inhalt des Starte-Sets (Bild: kickstarter / © Wow! Labs)
Der Inhalt des Starte-Sets (Bild: kickstarter / © Wow! Labs)
Der Inhalt des Pro Racing-Sets (Bild: kickstarter / © Wow! Labs)
Der Inhalt des Pro Racing-Sets (Bild: kickstarter / © Wow! Labs)

Die Rennstrecke besteht aus einzelnen Teilen, die zusammengelegt werden können. Damit sie nicht wieder auseinander rutschen wird eine sogenannte 1-Sec-Connect-Technik angewendet. Was das genau ist habe ich so auf Anhieb nicht gefunden. Klingt aber wichtig :-). Ob man sich die Strecken vielleicht selber drucken kann müsste man ausprobieren. Die einzelnen Segmente sind jeweils mit einem Verlauf von dunklem grau zu weiß hin bedruckt. Der Streckenrand wird durch die Farbe rot markiert. Bekommt man das nicht hin kann man aber Streckenteile auch für Preise von 3 bis 5 Pfunde (je nach Größe) nachbestellen.

Im günstigsten Fall ist man mit 80 Pfund dabei, Shipping mit eingeschlossen. Da die Firma ihren Sitz in UK hat dürften auch keine weiteren Nebenkosten anfallen. Geliefert werden soll schon Oktober 2014. Auch wenn die Prototypen schon sehr final aussehen kommt mir das etwas knapp vor. Hoffen wir mal, dass es vor Weihnachten auch wirklich noch etwas wird.

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