rsv_triathlon1-start© 2013 Ratzeburger Insel – Triathlon

 

rsv_triathlon1Am 25.08.2013 fand mal wieder der Ratzeburger Insel – Triathlon in, wie nicht anders zu erwarten, Ratzeburg statt. Hier paar Eindrücke meiner ersten Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Der Inseltriathlon ist von der Teilnehmerzahl her ein eher kleiner Triathlon. Auf der Volksdistanz tummelten sich etwa 175 Männer und Frauen. Hauptsächlich zu erwähnen sollten die Strecken Mitteldistanz (MT), Olympisch (OD) und wie gesagt Volksdistanz/Sprint (VT) sein. Wobei die VT in Ratzeburg ein bisschen vom üblichen 500/20/10-Schema anderer Jedermänner abweicht. Hier werden nämlich 26 Km geradelt und 6,7 Km gelaufen. Wenn sich also jemand, der bis jetzt nur Sprint gemacht hat an eine etwas längere Strecke wagen will ist der Inseltriathlon genau die richtige Wahl.

Anmeldung

Die Anmeldung ist wie mittlerweile üblich online vorzunehmen. Frühes kommen kann auch nicht schaden, da auch bei diesem Triathlon nur eine begrenzte Zahl Startplätze zur Verfügung stehen. Anmeldung und Zeitmessung werden von STGK vorgenommen. Für Leute, die im Norden schon ein paar Sportevents mitgemacht haben sicherlich keine Unbekannten. Alle Informationen zu dem Wettkampf sind unter http://www.inseltriathlon.de zu finden.

Anfahrt/Parken

Ratzeburg an sich ist mit dem Auto gut zu erreichen. Auch per Bahn geht’s. Da die Wettbewerbe jedoch insgesamt recht früh starten heißt es auf jeden Fall früh aufstehen. So war z.B. die Wettkampfbesprechung für die VT um 8:00 (Pflichttermin), gestartet wurde um 8:30. MT und OD sind noch früher dran. Nichts für Langschläfer, aber so hat man zumindest noch was vom restlichen Sonntag. Von Hamburg aus bin ich um 6:15 mit dem Auto los und hatte dann noch reichlich Zeit, Startunterlagen abzuholen und alles aufzubauen. Für Leute mit noch längerer Anreise empfiehlt sich eine Übernachtung, zum am Abend vor dem Wettkampf wohl noch eine Pastaparty und eine Seerundfahrt veranstaltet werden. Die Parksituation habe ich selber als entspannt empfunden. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich recht früh unterwegs war.

Check-In

Ist man angekommen und hat seine Ausrüstung aus dem Auto geholt heißt es erst mal Startunterlagen abholen. Diese bekommt man in der Pestalozzi-Schule. Bei mir hat die Namensnennung gereicht, um die Unterlagen zu bekommen. In der Starttüte enthalten waren der Transponder, Aufkleber für das Fahrrad, Abholzettel, um das Rad aus der Wechselzone zu bekommen, zwei Startnummern, ein Duschgutschein für das Hallenbad, ein paar Werbezettel mit Rabatten, ein Energie-Riegel und ein Energie-Gel. Außerdem war das Finishergift, eine rote Laufmütze mit Inseltriathlon-Logo, schon enthalten. Ich persönlich mag es ja lieber, wenn man so was erst im Ziel bekommt. Die Ausgabe der Tüten erfolgte flott und freundlich. Ein guter Anfang. Interessant finde ich auch, dass der Veranstalter zwei Startnummern beigelegt hat. Starter, die kein Startnummernband haben müssen so nicht umstecken. Könnten auch andere Veranstaltungen mal übernehmen. Ich habe glaube ich noch keinen Triathlon erlebt, bei dem ich nicht aufgeschnappt habe, dass jemand mal wieder sein Startnummernband vergessen hat. Gerade Triathlon-Neulinge dürfte das eine große Hilfe sein.

Der Weg zur Wechselzone war leider nicht gut ausgeschildert und nur durch Fragen zu finden. Wohl dem, der sich vorab alle Informationen auf der umfangreichen Website angeschaut hat.

Der Check-In verlief flott. Helme wurden kontrolliert, Räder allerdings nur auf Startnummer begutachtet.

Die Wechselzone an sich bot ausreichend Platz, wobei man sich natürlich nicht zu weit ausbreiten konnte. Ich habe alles unter bekommen. Die Bereiche der unterschiedlichen. Distanzen waren gut gekennzeichnet. Die Räder konnten mit den Sätteln eingehakt werden. Die Ständer waren sehr stabil. Untergrund der Wechselzone ist Rasen. Das Auffinden der Räder während des Wettkampfes war auf Grund des relativ kleinen Starterfeldes und der Anordnung der Ständer problemlos.

Die Wettkampfbesprechung war sehr ausführlich. Problemstellen auf der Strecke wurden mit genauer KM-Angabe erwähnt. Der Kampfrichter, der die Besprechung durchgeführt hat war gut drauf und nicht um den einen oder anderen Witz verlegen. Allerdings ist er wohl etwas mit den Distanzen durcheinander gekommen. So wurde nicht um den Ratzebuger See sondern um die Küchensee gelaufen (etwa 18 Km Unterschied). Außerdem wurde erwähnt, dass die Läuft etwa auf der Hälfte der Runde ein Band bekommen um nachzuweisen, dass sie die richtige Strecke gelaufen sind. Dieses Band gab es nicht. Ob es nun ein Trick war, um die Sportler von Abkürzungen abzuhalten oder die auf anderen Distanzen so gehandhabt wurde kann ich nicht sagen. War auf jeden Fall etwas verwirrend. Gut wiederum, dass den Sportler genau gesagt wurde, wie sie zum Start gelangen. Kommt ja sonst auch mal vor, dass man aus Unwissenheit schon mal mit dem Transponder über die Matten läuft.

Schwimmen

Kommen wir zum Schwimmen. Gestartet wurde pünktlich vom Sandstrand aus. Die Wassertemperatur lag bei etwa 21 Grad, so dass recht viele VT-ler ohne Neo geschwommen sind.  Das Wasser ist geschmacksneutral :-). Der 500 m Dreieckskurs wurde durch eine große, gelbe und eine etwas kleinere orange Aufblasboje gut gekennzeichnet. Der Schwimmzeit nach bin allerdings entweder einen erheblichen Bogen geschwommen oder es waren mehr als 500 Meter. Beides gut möglich :-).  Der Weg zurück zum Strand war auf Grund fehlender Orientierungspunkt nicht ideal zu finden. Aber man ist ja nicht alleine im Wasser. Der Herde hinterher führt auch ins Ziel.

Wieder an Land ging es zuerst über den Sandstrand dann links zwischen Wechselzone und See über Gras zur Wechselzone. Die Ordner wiesen die Teilnehmer gut gelaunt ein. Sogar für ein „Viel Erfolg“ blieb noch Zeit.  Achtung! Auf Grund des Sandstrandes ist es ratsam, beim Wechsel besonderes Augenmerk auf die Füße zu legen. Mit Sand am Fuß in die Radschuhe kann nach ein paar Kilometern unangenehm werden.

Radfahren

Nach dem Schwimmen kommt das Laufen… zumindest erst mal mit dem Rad in der Hand die Wechselzone entlang. In Ratzeburg sind da gut 400 Meter zurückzulegen. Also schon ein bisschen Strecke. Darf man dann endlich auf das Rad steigen geht es erst mal ein paar Hundert Meter einen gut befahrbaren Sandweg entlang des alten Bahndamms entlang, bevor es eine kurze aber sehr knackige Steigung hinauf geht. Danach folgen 26 km sehr schöne Strecke auf guten Asphalt. Vielleicht etwas Wellig aber gut zu fahren. Da MD, OD und VT nicht ganz die gleichen Strecken fahren gibt es auf der Strecke eine Feldtrennung. Durch eine angemessene Zahl Ordner und Polizei herrscht aber zu keinem Zeitpunkt Zweifel über den Weg. Die Ausschilderung ist gut. Man darf sich nur nicht von den farblich unterschiedlichen KM-Angaben für die anderen Strecken verwirren lassen. Die Straßen sind zwar nicht für den Rennbetrieb abgesperrt, mit den wenigen Autos auf der Strecke hatte ich aber keine Probleme. Auch hier dürften Ordner und Polizei wieder einen top Job geleistet haben.

Auf Grund der unterschiedlichen Distanzen und Streckenführungen wird es nie einsam auf der Strecke. Überfüllt aber auch nicht. Für meinen Geschmack genau richtig, um ein schönes Wettkampffeeling zu haben.

Gefährlich wird es eigentlich nur am Ende, wenn man die Steigung vom Anfang wieder herunter muss. Darauf wird bei der Wettkampfbesprechung aber auch deutlich hingewiesen. Berg hoch – Kette links, Berg ab, nicht noch ein paar Plätze gutmachen wollen.

Laufen

Die 6,7 km lange Laufstrecke für die VT geht einmal um den Küchensee herum. Die hauptsächlich über Waldwege geführte Strecke ist recht hügelig und somit durchaus anstrengender als die meisten anderen Laufstrecken, die man bei Triathlons in Norddeutschland findet. Kein großes Problem aber doch ein Garant dafür, dass der Muskelkater, so es ihn denn gibt einen Tag länger bleibt. Beschilderung und Personalausstattung sind gut. Zu keiner Zeit kam bei mir der Gedanke auf, nicht auf der richtigen Strecke zu sein oder nicht zu wissen, wo es hin gehen soll.  Sogar zwei Verpflegungsstellen mit Getränken und Bananen laden zum Verweilen ein :-). Da die OD ihre 10 km teilweise auf der gleichen Strecke absolviert gibt es nach 2-3 km am ersten Verpflegungsstand eine Streckentrennung. Ist aber ganz gut gekennzeichnet. OD links, VT rechts. Lediglich die KM-Angaben im hinteren Teil der Strecke sind nicht optimal, da hier nur die 10 KM-Streckenangaben zu sehen sind. Mit etwas Kopfrechnen aber auch kein Problem.

Ziel

Nach der Umrundung des Sees geht’s auf die Zielgerade. Tolle Stimmung. Die Sprecher sind bemüht, denen Teilnehmer mit Namen und Zeit zu begrüßen. Das gibt auf den letzten Metern noch mal einen kleinen Boost. Nach Zieleinlauf wird man dann gleich seinen Transponder los und kann sich dann zum gemütlich Nach-Wettkampf-Plausch um gut ausgestatteten Buffet die verbrannten Kalorien wieder reinfuttern. Neben Obst stehen diverse Getränke vom üblichen alkoholfreien Bier bis hin zu Buttermilch zur Verfügung. Prima.

Ist man satt und hat sich über jeden Stein der Strecke mit den anderen Teilnehmern ausgetauscht geht’s dann wieder den etwas längeren Weg zur Wechselzone zurück. Verlassen kann man diese nur, wenn Abholschein und Nummer auf dem Rad übereinstimmen. Der Abholschein ist etwas lütt geraten. Denke, dass man sich mit der Zielnummer begnügen könnte. Transponder gegen Rad ist auch kein schlechtes Konzept. Auf den achtet man eher als auf einen kleinen Zettel.

Fazit

Unter dem Strich bleibt ein toller Wettkampf mit sehr schönen Strecken, gut gelaunten Teilnehmern und Ordnern und großartiger Stimmung. Das gute Wetter hat da sicherlich auch noch ein bisschen zu beigetragen. Da lohnt sich dann auch das frühe Aufstehen. Ein großes Dankeschön an alle, die das Event organisiert haben.

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