Windows 10 und Android 6 im Dualboot, aber mmit Fragezeichen - PGS (Bild: kickstarte/©pgslab)
Windows 10 und Android 6 im Dualboot, aber mmit Fragezeichen – PGS (Bild: kickstarte/©pgslab)

Nach dem der GDP Win Mini-Laptop mit doch recht regelmäßigen Updates die Schwarzmaler des Netzes (mich) Lügen straft, kann man auch mal einen Blick auf den PGS Handheld werfen. Die entsprechende Kickstarter-Kampagne ist zwar abgebrochen worden, aber dazu später mehr.

Das PGS ähnelt auf dem ersten Blick dem GDP. Im Gegensatz zum GDP ist am PGS jedoch keine Tastatur verbaut. Vielmehr wird die Fläche von einem zweiten Display eingenommen. Während das Hauptdisplay bei 5,7“ mit einer Auflösung von 2560×1440 (QHD) arbeitet kommt das Zusatzdisplay mit 4,5“ daher. Auflösung steht noch nicht fest.

Unter Windows soll das zweite Display entweder als normaler zweiter Bildschirm angesprochen werden können oder eine OnScreen-Tastatur beherbergen.

Als Prozessor wird ein Intel Atom x7-Z8750 Quadcore genutzt, der auf 8 GB Ram zurückgreifen kann. Als Speichermedium wird eine 128 GB SSD eingesetzt. Ein 6120mAh-Akku versorgt das Gerät mit Strom. Wird zwar keine Oculus Rift befeuern können, sollte aber durchaus das eine oder andere Spiel brauchbar abspielen können. Vermutlich wird man unter Windows dann jedoch etwas an der Auflösung rumspielen müssen um den Prozessor zu entlasten. QHD saugt ja doch eine Menge Leistung.

Doppeltes Lottchen

Interessant ist, dass neben Wifi und Bluetooth auch noch 2G/3G/LTE unterstützt wird. In Kombination mit der Fähigkeit, sowohl Windows 10 als auch Android 6.0 zu booten soll das PGS dann auch als normales Smartphone herhalten können. Bei 164x84x18mm und 320g ist es dann natürlich kein Leichtgewicht. Interessant ist hier dann die Möglichkeit, die Gehäusehälfte mit den Game-Controller und dem Zusatzdisplay unter das Hauptdisplay schieben zu können, so dass das PGS wirklich wie ein Telefon aussieht.

In der Kickstarter-Kampagne war zwar noch eine Lite-Version angedacht, das diese jedoch nur mäßig gefragt wurde ist deren Realisierung eher fragwürdig.

(Bild: kickstarte/©pgslab)
(Bild: kickstarte/©pgslab)

Mehr Schein als Sein?

Das Ganze klingt nun nach einem sehr coolen Teil. Alleine die Umsetzbarkeit dürfte alles andere als trivial sein. Und genau hier liegt der Knackpunkt. So gab es doch diverse Stimmen im Netz, die dem Projekt unterstellt haben, es nur auf das Geld der Backer abgesehen zu haben.

Jetzt wird die Geschichte erst recht interessant. Um den Scam-Gerüchten entgegen zu treten hat pgslabs einfach die ganze Kampagne gestoppt. Man argumentiert, dass man nur so beweisen könne, dass man es nicht aufs Geld der Backer abgesehen habe. Ein mutiger Schritt. Oder vielleicht auch nur die Reißleine, bevor die Kampagne von Kickstarter geschlossen wird oder zuviel Backer ihre Unterstütng wieder zurück ziehen. Stattdessen will man die Geschichte ohne kickstarter jetzt auf die Beine stellen.

 (Bild: kickstarte/©pgslab)
(Bild: kickstarte/©pgslab)

Wenn man es drauf anlegt, kann man natürlich auch hier die gleichen Haare in der Suppe finden mit dem Unterschied, dass eine selbst organisierte Finanzierung noch erheblich intransparenter ist, als eine Kickstarter-Kampagne.

Wer es trotzdem wagen will kann man bei pgslab.com natürlich jetzt schon sein PGS ordern und natürlich gibt es aktuell noch einen Rabatt (299$ statt 360$). Nur sollte man sich im Klaren, sein, dass das Risiko das Gleiche wie bei einer Kickstarterkampagne sein dürfte.

Ein paar Gedanken, die man vor einer Unterstützung sich mal anhören sollte findet Ihr in diesem Video hier:

Wer lieber auf Nummer Sicher gehen will wartet, bis das Handheld bei Amazon und Gearbest zu bekommen sein wird.

Tl;dr

Das PGS ist ein Windows10/Android6 Handheld, das auch als Telefon nutzbar sein soll. Ob das realisierbar ist muss sich aber noch zeigen.

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