Pearl Simvalley AW-414.Go (Bild © Pearl/Simvalley)
Pearl Simvalley AW-414.Go
(Bild © Pearl/Simvalley)

Der allseits bekannte, beliebte und berüchtigte  Pearl-Versand ist uns im Bereich Smartwatches ja schon begegnet. Die Simvalley PW-315 war ja ein gut gemeinter Versuch, wenn man auch eine Menge Abstriche zu verzeichnen hatte. Genauer hatte ich das im Artikeln „Nichts Halbes und was Ganzes“ betrachtet, in dem ich die 315 mit meinem aktuellen Favoriten unter den Smartwatches, der Omate TrueSmart, verglichen hatte.  Nun schickt Pearl mit der Simvalley AW-414.Go einen Nachfolger ins Rennen, der ein ganzes Stück zur Omate aufholt. Man könnte sogar sagen, dass die Ähnlichkeiten der beiden Uhren nahezu verblüffend sind. Das könnte daran liegen, dass Omate laut dem Omate-Wiki in die Entwicklung wohl in irgend einer Art und Weise involviert zu sein scheint. Allerdings wird dort betont, dass Omate keinen Einfluss auf die technischen Spezifikationen der Simvalley hat.

Same same but different

Auf dem ersten Blick sind beide Uhren sehr ähnlich aufgebaut. Gleiche Displaygröße (1,54“ mit 240×240 px), zwei Knöpfe auf der rechten Seite, dazwischen sitzt eine Kamera, auf der anderen Seite liegt der Einschub für die SimCard. Die Abmessungen sind vergleichbar, beide kommen mit einem 600 mAh-Akku und MicroSD-Slot daher. Interessanter Weise scheint die AW-414 auch mit dem Omate OS-Homescreenlauncher ausgestattet zu sein. Beide laufen mit Andoird 4.2.2. Für die Omate ist jedoch schon 4.3 in Aussicht gestellt.

Schauen wir uns jetzt mal die Unterschiede an:

  • Display: Pearl setzt ein AMOLED, Omate eine LG-TFT ein. Was besser ist muss sich zeigen.

  • Uhrenglas: Hier gibt es zur AW-414 keine Informationen. Dass ein Saphierglas wie bei der Omate verwendet wird ist jedoch unwahrscheinlich. Punkt für Omate

  • Wasserdichtigkeit: Omate verspricht IP67+, Simvalley nur IP65. Wer also mit der Uhr schwimmen gehen will sollte eher zur Omate greifen.

  • Gehäuse: Keine genaueren Infos zur AW-414. Die Omate wird aus Metall gefertigt und sich  somit vermutlich wertiger anfühlen.

  • Prozessor: Beide laufen mit einem Dual Core Cortex A7. Die Omate hat jedoch 100 Mhz mehr Taktfrequenz. Wird vermutlich nicht so den großen Unterschied machen.

  • Interner Speicher: In der Grundausstattung identisch. Die Omate kann jedoch mit 1GB statt 512 MB Ram sowie 8 GB statt 4 GB Rom geordert werden. Scheint mir etwas Zukunftssicherer.

  • Kamera: Die Omate kommt mit einer 5 MP Kamera, die auch 720p Video aufnehmen kann. In der AW-414 wird nur eine 3 MP-Kamera verbaut. Die 3 MP sind laut Pearl-Shop auch nur interpoliert. Somit dürfte die Omate-Kamera erheblich besser sein.

Neben einigen weiteren kleinen Abweichungen kann man also sehen, dass man im Gegensatz zur Omate bei der Pearl etwas weniger geboten bekommt. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass der Funktionsumfang der Omate die Latte schon sehr hoch legt.  Kann man sich mit den Abstrichen arrangieren bekommt man für unter 200 Euro eine Smartwatch, die vermutlich einen erheblich höheren  Funktionsumfang wie z.B. die Galaxy Gear haben dürfte. Einen klaren Vorteil gegenüber der Omate kann man übrigens ausmachen. Da man die Simvalley bei einem deutschen Shop kauft braucht man sich keine großen Gedanken um Zoll, Einfuhr, Garantie sowie Halbwertszeit einer Kickstarter-Firma machen.

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