Der Paradise Desk von David Wrobel (Bild: © David Wrobel/Kickstarter)
Der Paradise Desk von David Wrobel
(Bild: © David Wrobel/Kickstarter)

Interessant, irgendwie bleibe ich diese Woche andauernd bei Möbeln hängen. Haben wir uns mit dem Emperor die spacige und dem Floppytable die entspannte Kategorie der computernahen Möbel angeschaut, betrachten wir heute mal die Schublade „nützlich“. Das muss nicht gleich langweilig heißen. Ein bisschen tekki  ist es auch.

Anschlüsse in Massen (Bild:
Anschlüsse in Massen
(Bild: © David Wrobel/Kickstarter)

Schreibtische haben im Allgemeinen ja eine starke Anziehungskraft auf alle möglichen Dinge, die sich auf ihnen ablegen wollen. Allen voran sind da natürlich alle möglichen Kabel, die ein moderner Arbeits- und Spielplatz so benötigt. Mäuse und Tastaturen gibt es zwar kabellos, aber was ist mit den ganzen Gadgets, die zumindest ab und zu an die Steckdose müssen? So ein Monitor macht auch ein schöneres Bild, wenn er Strom aus der Steckdose und Signale per Kabel vom Rechner bekommt.  Es müssen also Klappen, Löcher und Anschlüsse her. Im Büromöbelbedarf gibt es hier schon so manche Lösung. Eine besonders schöne und so wie es aussieht sehr gut durchdachte liefert gerade David Wrobel mit dem Paradise Desk auf Kickstarter.

Ziel des Paradise Desk ist es, den Kabelsalat auf dem Tisch durch eingebaute Stecker, Klappen und Kabelführungen auf ein Minimum zu reduzieren. Der Tisch kommt mit 7 USB-Ports, 4 Steckdosen, DVI-Stecker, Kopfhörer und Mikrofonstecker sowie einer stylischen LED-Beleuchtung daher. Werden diverse Strechtgoals erreicht kommen noch mehr Features hinzu.

Audioanschlüsse auf dem Tisch (Bild: © David Wrobel/Kickstarter)
Audioanschlüsse auf dem Tisch
(Bild: © David Wrobel/Kickstarter)

Um das Ganze etwas vom normalen Büroschreibtisch abzuheben wurde die Tischplatte mit einer Karbonoptik versehen. Welcher Rennradfahrer wird da wiederstehen können? Wer ein bisschen mehr ausgeben will kann bei der Limited Edition dann auch noch die Farbe der Oberfläche wählen, wobei ich finde, dass Carbon immer noch schwarz sein muss. Man kauft ja auch keinen Ferrari in blau. Für Amerikaner geht der Spaß ab 349$ los (die early birds sind wie nicht anders zu erwarten natürlich schon weg). 80$ Versand kommt noch oben drauf. Für so einen Schreibtisch ein durchaus akzeptabler Preis.  Europäer müssen sich noch etwas gedulden. Hier kann man momentan nur eine Reservierung kaufen. Insofern fair von den Herstellern, dem interessierten Kunden nicht gleich das ganze Geld abzuknöpfen, da der Europastart wegen noch zu klärender Regionalisierungs-, Herstellungs- und Versandfragen frühestens für Mitte 2014 vorgesehen ist.

Der mittlerweile zweite Versuch, das Konzept über Kickstarter an den Mann zu bringen hat diesmal recht schnell zum Erreichen des Ziels erreicht. Zum einen dürfte es daran liegen, dass das Ziel diesmal mit 30.000 statt 75.000 $ erheblich niedriger liegt, zum anderen sind niedriger Preise und eine insgesamt bessere Präsentation sicherlich hilfreich gewesen. Wer also etwas Geduld, Mut und Geld hat und demnächst eine neue Bleibe für seine Rechnerfarm geplant hat sollte sich das Stück mal genauer anschauen.

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