Abgehobenes Design - der fliegende Bluetoothlautsprecher OM/ONE (Bild: tilt.com/ © OM Audio)
Abgehobenes Design – der fliegende Bluetoothlautsprecher OM/ONE (Bild: tilt.com/ © OM Audio)

Gimme that night fever, night fever… we know how to show it. Ja, genau das kann man von Om Audio behaupten. Wie in den guten, alten Siebzigern dreht sich dort die Discokugel um ihre eigene Achse. Aber stopp, ich greife etwas vor.

Bluetooth-Lautsprecher gibt es wie Sand am Meer. Alle Hersteller behaupten ja irgendwie von ihrem Produkt, das ultimativste Hörerlebnis liefern zu können, was ansatzweise zu dem geforderten Preis zu realisieren ist. Was an sich schon erstaunlich ist, das es soweit ich weiß von „ultimativ“ keinen Superlativ gibt. Gleiches macht natürlich Om Audio mit ihrem OM/ONE auch. Aus diesem Grund werde ich hier auch nicht in technisches Bla Bla über Klangerzeugung und dergleichen verfallen. Habe ich selber viel zu wenig Ahnung mit als das ich mir die, in audiophielen Bereich weit verbreiteten, Klang-esoterischen Grabenkämpfe antun müsste. Nein, ich höre nicht den Unterschied zwischen nem 20 Euro und 2000 Euro optischen Lichtwellenkabel heraus und möchte auch bezweifeln, dass das geht, auch wenn das Leute von sich behaupten. Aber weiter im Text.

Da Klang ja nun relativ ist muss sich ein Hersteller auch noch auf anderen Wegen ein Alleinstellungsmerkmal suchen. Im Falle des OM/ONE liegt es darin, dass es hier um eine Lautsprecher-Kugel handelt, die auf einem Magnetfeld über ihrer Basis schwebt. Das fällt natürlich sofort ins Auge und sieht cool aus. Erst recht, wenn die Kugel als Disco-Kugel verzieht ist. Der normale schwarze Ball ist da fast schon etwas langweilig, so man bei schwebenden Kugeln von langweilig reden kann.

Die Kugel hat einen Durchmesser von guten 9 cm, ist mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgerüstet und erhält ihre Musik per Bluetooth 4.0. Die Reichweite soll hierfür bei 10 Metern liegen. Sollte ausreichen, um auch mit dem Phone, dass gerade die Musik liefert, durch die Wohnung laufen zu können.

Die Basis selber beinhält neben dem Magneten nur ein Netzteil, mit dem man die Kugel wieder aufladen kann. Geht leider nicht kabellos, hat dafür aber den Vorteil, dass man die Kugel auch ohne Basis überall betreiben und mit nem üblichen USB-Stecker wieder aufladen kann.

Der Preis für einen OM/ONE geht bei 179$ plus Nebenkosten los. Will man die Discokugel muss man jedoch 299$ auf den Tisch legen. Stolze Preise für einen kleinen Lautsprecher.

Und da wären wir auch schon bei der Rubrik „Gedanken eines Bedenkenträgers“. Gibt es natürlich auch ein paar. Primär würde mich interessieren, ob die Rotation der Kugel Auswirkung auf den Klang hat. Hier dürfte die Anordnung der Lautsprecher maßgeblich sein. Es ist nämlich nicht so leicht, eine Kugel, die auf einem Magnetfeld schwebt von der Rotation abzuhalten. Ein Stupser oder stärkerer Windhauch reicht da schon aus. Wird zwar vermutlich nicht so stark ausgeprägt wie bei einem Leslie-Lautsprecher sein, könnte aber schon nerven.

Wer sich jetzt über die Webadresse wundert: Tilt.com ist letztendlich auch nichts anderes als Kickstarter und Indiegogo. Nur halt bei uns noch nicht so bekannt.

 

You might also enjoy: