Omate Truesmart Smartwatch mit Apex-Launcher (Bild: © O.Thiele)
Omate Truesmart Smartwatch mit Apex-Launcher (Bild: © O.Thiele)

Meine Omate Truesmart und ich haben uns so langsam aneinander gewöhnt. So etwas wie Alltag ist eingekehrt. Das verdient doch eine etwas genauere Betrachtung. Am Anfang sei allerdings noch mal gestattet darauf hinzuweisen, dass das hier eine recht persönliche Sicht der Dinge ist. Ich kann mir vorstellen, dass so mancher meine Kritikpunkte anders sehen wird und mit meinen Lösungen nicht unbedingt glücklich sein könnte. Genau so gut könnte aber auch der eine oder andere ein paar interessante Ideen aufschnappen, die ihn weiter bringen. Muss halt jeder für sich selber herausfinden.

Es könnte übrigens sein, dass viele Beobachtungen auch auf die Simvalley AW-414, AW-420 und AW-421 Uhren von Pearl zutreffen könnten. Meine Beobachtungen könnten also auch für deren Besitzer interessant sein. Da ich jedoch keine dieser Uhren besitze kann ich dazu keine verlässlichen Auskünfte geben.

Harte Ware

Die Verbindung zwischen Arband und Gehäuse ist nur sehr begrenzt beweglich. Unpracktisch beim ablgen der Uhr (Bild: © O.Thiele)
Die Verbindung zwischen Arband und Gehäuse ist nur sehr begrenzt beweglich. Unpracktisch beim ablgen der Uhr (Bild: © O.Thiele)

Kommen wir zuerst mal zu dem haptischen Eindruck. Die Uhr macht auch nach ein paar Wochen regelmäßigem tragens einen sehr guten Eindruck. Noch keine Kratzer, das Armband hält. Der Tragekomfort entspricht trotz des relativ hohen Gewichts meinen Vorstellungen. Bei Laufen sollte man die Omate allerdings ein Loch enger schnallen. Da kann es sonst schon etwas nerven, wenn sie hin und her schlackert.

Einziger negativer Punkt, der mir bezüglich der äußeren Gestaltung aufgefallen ist dürfte die Integration von Lautsprecher und Antennen in die Armbänder sein. Dadurch sind diese zum Gehäuse hin sehr steif. Man kann die Uhr nur auf die Seite (SimCard-Slot oder Kamera) legen. Flach auf dem Tisch kann man sie nicht packen. Dadurch muss ich etwas mehr drüber nachdenken, wo ich die Uhr ablegen kann. Es ist mehr Platz notwendig und man möchte ja auch nicht, dass die Uhr irgendwo runter purzelt.

Gib mir Saft

Essenziell ist die Akku-Laufzeit einer Smartwatch. Diese wird primär von den Faktoren, Display, Wifi, GMS und GSP beeinfluss. Bluetooth spielt auch mit rein, hält sich im Verbrauch zu den anderen Punkten in Grenzen. Bei mir hält die Uhr mit angeschaltetem Wifi oder Datenverbindung via Sim und ansatzweise normaler Nutzung etwa 10 bis 12 Stunden durch. Dabei sollte noch drauf hingewiesen werden, dass ich diealternative Firmware von Lokifish Marz aufgespielt habe. Diese sorgt u.a. für ein besseres Energie-Management. Leider scheint das Rom nicht mehr angeboten zu werden. Wenn ich das richtig erinnere hat Lokifish es zurückgezogen, da es mittlerweile unterschiedliche Hardware-Revisionen der Truesmart gibt. Die Gefahr, dass da dann etwas schief geht beim Update ist zu groß, da es wohl ohne genauere Informationen von Omate nicht möglich heraus zu finden ist, welche Revision denn in der Uhr steckt. Das macht es für Neubesitzer natürlich noch schwerer, die Uhr abzusichern.

Aber zurück zur Akkuleistung. Mit abgeschalteten Wifi und  GSM schafft meine Omate bis zu 48 Stunden. Das ist schon ein Wert, mit dem ich gut leben kann. Die 10 bis 12 Stunden mit Datenverbindung sind schon etwas knapp. Für einen Arbeitstag reicht es aus, wenn man mal etwas länger unterwegs ist kann es jedoch eng werden. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, die Datenverbindung nur dann einzuschalten, wenn ich aktiv etwas nachschauen will.

Bluetooth scheint etwas sparsamer zu sein. So habe ich nach etwa 2 bis 3 Stunden Musik über Bluetooth-Kopfhörer hören einen Akkuverlust von etwa 20 % gehabt.

Momentan beschäftige ich mich ein bisschen mit Tasker. Mit diesem Android-Tool ist es z.B. möglich die Uhr so zu konfigurieren, dass sie bei ausgeschaltetem Display alle 15 Minuten die GSM-Verbindung für 1 Minute einschaltet um dann Mails zu checken. Das könnte das Dilemma “online seine” vs “Akkulaufzeit” beheben. Wenn ich da weiter bin werde ich das dann auch mal berichten.

Die Widgetdarstellung im OUI-Launcher scheint mir etwas unscharf zu sein (Bild: © O.Thiele)
Die Widgetdarstellung im OUI-Launcher scheint mir etwas unscharf zu sein (Bild: © O.Thiele)

Oberflächliches

Die Bedienung der Uhr schwankt zwischen „kein Problem“ und „hakelig“. Mit dem OUI-Launcher bin ich nicht warm geworden. Vier Icons pro Seite sind zwar gut zu überschauen und leicht zu treffen, aber irgendwie habe ich dass Gefühl, dass auf dem Desktop platzierte Widgets gerade bei kleinem Text recht unscharf dargestellt werden.. Außerdem  ist es meines Erachtens ein großer Fehler von Omate gewesen, die Statusleiste auszublenden. Das bekommt man allerding mit Apps wie der Swipe Status Bar in Griff. Wer das Glück hatte und noch das Unified Rom von Lokifish installieren konnte wird damit auch keine Probleme haben, da dort die Statusbar wieder eingeblendet wird.

Die Bedienung des OUI geht recht flüssig vonstatten. Da ruckelt so gut wie gar nichts. Allerdings hat mich die Stabilität der Oberfläche nicht so ganz überzeugt. Es ist doch des Öfteren vorgekommen, dass die abgeschmiert ist und sich von alleine beendet hat.

Interessanter Weise werden auch nicht alle installierten Widgets bei der Auswahl angezeigt. Woran das liegt kann ich auch nicht sagen. So habe ich z.B. das Uhren-Widget TypoClock mit dem Apex-Launcher problemlos auf dem Desktop positionieren können. Beim OUI wird es noch nicht mal in der Auswahl angezeigt.

Der Apex-Launcher pass mir besser, auch wenn die Icons etwas kleiner sind. (Bild: © O.Thiele)
Der Apex-Launcher pass mir besser, auch wenn die Icons etwas kleiner sind. (Bild: © O.Thiele)

Aus diesen Gründen habe ich das Omate-Interface relativ schnell durch eben diesen Apex-Launcher ausgetauscht. Den habe ich auch auf meinem Note 2 drauf und bin deshalb an dessen Bedienung und Konfiguration gewöhnt. Die Icons sind hier zwar erheblich kleiner als beim OUI aber immer noch ganz gut zu treffen. Die Möglichkeit, vernünftig auch wirklich alle Widgets auf den Desktop zu zaubern ist aber Gold wert.

Wie spät ist es?

Mittlerweile nutze ich übrigens auch die Watchfaces der Omate nicht mehr. Wozu soll ich mir eine Uhr einblenden, die ich dann erst wegwischen muss um an das eigentliche System zu kommen, wenn ich auch eine schöne Uhr (z.B. das oben erwähnte TypoClock) direkt als Widget auf den Homescreen setzen kann?

Mich hat die Uhr, die beim Start der Uhr eingeblendet wird nämlich sehr schnell genervt. Zu oft wollte ich dann doch noch etwas anderes nachschauen und musste mich dann erst mittels nicht ganz so akkurater Wisch-nach-links-Geste auf den Homescreen bewegen. Wenn man die Uhr zum Beispiel beim Laufen nutzt wird das erst recht problematisch, da man dann erst mit den schweißigen Fingern versuchen muss, den Uhren-Screen weg zu bekommen. Dabei ist es mir mehrfach passiert dass entweder die Sport-App abgeschmiert ist oder ich ausversehen den Lauf beendet habe.

Wer also auf die Klicki-Bunti-Optik der meisten Uhrenziffernblätter verzichten kann sollte sich mal anschauen, ob die Widget-Methode für ihn nicht auch eine Alternative sein könnte. Mal ganz davon abgesehen haben die ganzen Benachrichtigungsicons, die auf den Watchfaces zu sehen sind bei mir eh keine Funktion gehabt. Ob das nun ein generelles Problem ist oder nur an der Konfiguration meiner Uhr lag kann ich freilich nicht sagen. Trotzdem waren die Icon bei mir nicht funktional und somit sinnlos.

Problem: Bei normalen Keyboard-Größen sind die Eingabefelder meist nicht mehr zu sehen. (Bild: © O.Thiele)
Problem: Bei normalen Keyboard-Größen sind die Eingabefelder meist nicht mehr zu sehen. (Bild: © O.Thiele)

Typografisches

Wer eine Android-Uhr hat wird um die Eingabe von Texten nicht drum herum kommen. Das mitgelieferte Flesky Keyboard macht für schnelle Texteingabe einen ganz brauchbaren Eindruck. Die Tasten sind relativ groß, die Texterkennung ganz gut. Absolut notwendig ist jedoch, dass man als erstes die Autokorrektur abschaltet. Mit Autokorrektur bin ich bei dem Satz ”Dies ist ein Text” schon am ersten Wort gescheitert. Ohne geht es aber ganz gut. Wer gute Augen hat kann auch gerne SwiftKey nutzen. Das nutze ich auf dem Note und mag es ganz gerne. Auf der Omate sind die Buchstaben allerdings doch recht klein.

Nachteil von beiden Tastaturen ist jedoch, dass sie recht viel Platz auf dem Display verbrauchen. Gerade wenn man z.B. Mail-Accounts einrichten will wird es zum Blindflug, weil die Eingabezeilen von der Tastatur verdeckt werden. Die Eingabe von Passwörtern ist an sich schon problematisch. Bei der kleinen Touchfläche kommt es nämlich schon mal vor, dass die Eingabe prällt, d.h. das man nicht einen sondern gleich zwei, drei, vier Buchstaben eingibt. Bei normalem Text ist das ja nachträglich wieder behebbar. Bei Passwörtern bleibt einem dann aber meist nur die komplette Neueingabe. Wenn man dann auf Grund fehlender Sicht auf das Eingabefeld nicht mal mitbekommt, ob es nun geprellt hat wird es zum Blindflug und entsprechend frustrierend.

Das Minuum-Keyboard beherrscht allerdings auch einen Ein-Zeilen-Modus. (Bild: © O.Thiele)
Das Minuum-Keyboard beherrscht allerdings auch einen Ein-Zeilen-Modus. (Bild: © O.Thiele)

Eine schöne Alternative für das Platzproblem ist das Minuum-Keyboard. Dieses lässt sich nämlich in einen 1-Zeilen-Modus schalten. Die Eingabe von Passwörtern ist dann zwar immer noch etwas nervig aber doch erheblich einfacher. Weiterer Vorteil: Dadurch, dass man länger auf die Buchstaben klicken kann, um den richtigen auszuwählen, wird das Prell-Problem nahezu eliminiert.

Spielzeugladen

Spätestens jetztwerden sich einige fragen, wie sie denn an die Apps, die nicht im O-Store vertreten sind, heran kommen. Den ursprünglich versprochenen Google Playstore hat die Truesmart ja immer noch nicht an Bord. Da hatte sich Omate die Zertifizierung durch Google wohl etwas zu einfach vorgestellt. Eine Kleine Suche bei XDA-Developers fördert schnell die .apk zutage. Einfach downloaden und installieren. Eventuell muss man der Omate noch sagen, dass sie Apps von unbekannten Quellen installieren darf. Das geht in den Systemeinstellungen unter Nutzer-> Sicherheit -> Unbekannte Herkunft.

Unzulänglichkeiten

Ein weiteres Problem ist die Lautstärkeregelung. Diese ist für die Medienwiedergabe nämlich schlicht und einfach nicht vorhanden. Wer also bei der Musik nicht immer das volle Brett geben will sollte sich hier auch Abhilfe aus dem Playstore holen. Lautstärke-Regler gibt es da in Massen. Ich habe mal auf Blaue hinaus die App Volume Control+ dafür genommen. Funktioniert.

Die Möglichkeit, die Uhr über Gestensteuerung (Schütteln des Arms, halten in einer bestimmten Position) zu aktivieren war einer der Gründe, warum ich mich zum Kauf entschieden habe. Ich werde ja nicht müde es zu wiederholen: Die Hauptfunktion einer Uhr ist und bleibt die Anzeige der Zeit. Das sollte auch einhändig gehen, sprich ohne Zuhilfenahme der zweiten Hand. Auf dem Fahrrad kann das nervig werden. Wenn man gerade die andere Hand voll hat kann man dann höchsten jemand anderes fragen.

Leider bin ich da noch nicht wirklich erfolgreich gewesen. Die watchOn-App von Kurt Huwig, die zumindest theoretisch genau so aufgebaut ist, wie ich es mir vorstelle, schaltet leider meine Uhr nicht an. Warum kann auch der gute Kurt nicht sagen. Die Alternative mit dem Namen Shaker ist auch nicht wirklich eine Alternative. Die Einstellung der Sensitivität ist mir irgendwie nicht einleuchtend. Entweder geht es gar nicht oder die Uhr springt alle ein bis zwei Minuten an, ohne dass ich es möchte. Da ist der Akku natürlich ratz fatz leer. Um da noch einen drauf zu packen gibt die App sogar selber einen Hinweis, dass man mit enorm erhöhtem Akkuverbrauch rechnen muss, wenn die ScreenOn-Funktion via Geste getriggert wird. Shaker selber ist nämlich nicht nur auf Bildschirm ein beschränkt. Man kann sogar Telefonanrufe mit einem Schütteln des Handgelenks starten. Wer auch immer das will…

Aussenaufnahme mit der Omate Kamera. Nicht unbedingt etwas fürs Familienalbum (Bild: © O.Thiele)
Aussenaufnahme mit der Omate Kamera. Nicht unbedingt etwas fürs Familienalbum (Bild: © O.Thiele)

Ok, bis jetzt komme ich auch so einigermaßen klar. Schade ist es trotzdem. Und wenn ich schon gerade am meckern bin können wir auch gleich einen Blick auf die Kamera werfen. Die hat von der Bildqualität her eher dokumentarischen als fotografischen wert. War aber wohl auch mit zu rechnen. Es rauscht im Walde. Leider ist ja entgegen den ersten Bekundungen nur eine 3 MP Kamera verbaut, die eher schlecht als recht auf 5 MP raufskaliert. Da kann man nicht viel von erwarten.

Das Ausrichten und das Auslösen der Kamera ist eher eine Frage des Zufalls. Wenn man die Uhr nicht vom Arm abnehmen möchte ist die Handhaltung nicht sehr bequem. Geübte Klavierspieler kommen damit vielleicht klar. Das Problem ist nämlich, dass man ja auch gleichzeitig auf das Display schauen möchte um den Bildauschnitt zu wählen. Am besten geht es, wenn man sich im 90 Grad Winkel zum Motiv aufstellt. Da muss man das Handgelenk dann nicht ganz so stark abknicken. Hat man sein Motiv auf dem Winz-Display gefunden heißt es, mit den dicken Finger das kleine Kamera-Symbol zu treffen und zu hoffen, dass die Touchscreen bezüglich der Eingabe auch der gleichen Meinung ist wie man selber.

Hat man dann ein brauchbares Bild geschossen stellt man fest, dass man vorab vergessen hat, die Linse zu reinigen. Auf Grund der Position zwischen den Tasten landen hier nämlich sehr gerne mal ein paar Fingerabdrücke drauf. Sherlock Holmes würde sich freuen.

Innenaufnahmen haben durch die Interpolation und das Rauschen schon fast künstlerische Qualitäten. Da braucht man keinen Ölmalfilter mehr. (Bild: © O.Thiele)
Innenaufnahmen haben durch die Interpolation und das Rauschen schon fast künstlerische Qualitäten. Da braucht man keinen Ölmalfilter mehr. (Bild: © O.Thiele)

Ist zweiten Versuch im Kasten stellt man fest, dass die Lagesensoren das Kamerabild mittlerweile auf den Kopf gedreht hat, usw, usf.

Lauf Forrest, lauf

So genug gejammert, denn eigentlich ist die Omate ein schönes Spielzeug. In mancher Hinsicht erinnert mich das Teil an ein Schweizer Offiziersmesser. Bei dem braucht man zwar auch nicht jedes Werkzeug, aber etwas Nützliches ist dort immer zu finden.

So habe ich zum Beispiel gefallen daran gefunden, die Uhr zum Laufen zu benutzen. Der GPS-Fix ist ok, die getrackte Strecke kann es durchaus mit meiner Leikr aufnehmen. Momentan nutze ich die Endomondo-Lauf-App, werde aber noch mal ein paar andere ausprobieren. Die Anzeige der Werte während des Laufens ist nämlich doch etwas sehr klein. Für die Auswertung und die Statistik nach dem Lauf ist das jedoch großartig, da der Track gleich online gesichert wird. Man muss sich nicht um den Upload kümmern (was bei der Leikr allerdings auch sehr simpel ist). Ein kurzer Blick auf Runkeeper ist da schon ganz vielversprechend. Auch IPBike ist einen Blick wert.

Um das Szenario komplett zu machen kommt noch ein Paar Bluettoth-Kopfhörer dazu. So kann ich während des Laufs über meinen Napster oder Spotify-Account dann Musik hören. Das ist schon sehr geil.

Die App von Endomondo ist nicht so ganz Smartwatch-geeignet. Man braucht schon gute Augen (Bild: © O.Thiele)
Die App von Endomondo ist nicht so ganz Smartwatch-geeignet. Man braucht schon gute Augen (Bild: © O.Thiele)

Man muss kein Telefon mehr mitnehmen um im Fall der Fälle jemanden anrufen zu können. Gerade bei der Ausfahrt mit dem Rennrad habe ich ein Telefon immer zu schätzen gewusst. Einen Platten kann man ja meist noch mit dem Ersatzschlauch reparieren. Der zweit wird dann schon schwerer. Da ist es dann fein, wenn man sein privates Taxi anrufen kann.

Zwischenstand

Kommen wir also zur Frage der Fragen und meiner momentanen Antwort selbiger. Braucht man das? Lebensnotwendig ist es nicht. Aktuell sehe ich die Omate eher als sehr vielseitiges Spielzeug, bei dem es Spaß macht herauszufinden, was man damit so alles machen kann. Insofern macht sie mir trotzder ganzen Unzulänglichkeiten sehr viel Spaß. Es kommt letztendlich auf die Nutzungs-Szenarios an. Irgendwie kann sie alles aber nur so ein bisschen. Jetzt mal vom Anzeigen der Zeit abgesehen (inkl. der oben angesprochenen Probleme) sehe ich den größten Nutzen der Omate momentan im Themengebiet Sport. Leider ersetzt sie da jedoch keine vollwertige Sportuhr. Das liegt hauptsächlich an der Bedienung und an dem Display. Ich müsste mal ausprobieren, wie lange man mit angeschaltetem Display laufen kann. Allerdings besteht dann auf Grund des Touchscreens die Gefahr, die App oder den Run ungewollt zu beenden. Irgendwie scheint ein Touchscreen beim Sport eh nicht das Gelbe vom Ei zu sein. Richtige Knöpfe sind im Eifer des Gefechts erheblich fehlertoleranter.

Runkeeper macht auf der Omate einen interessanten Eindruck. Werde ich mir mal genauer anschauen (Bild: © O.Thiele)
Runkeeper macht auf der Omate einen interessanten Eindruck. Werde ich mir mal genauer anschauen (Bild: © O.Thiele)

Als Ersatz für das Smartphone taugt die Omate auch nur in eigeschränktem Umfang. Längere Mails lesen oder schreiben, WhatsApp/Threema nutzen oder längeres surfen würde ich meinen Augen ungerne antun. Aber um mal schnell was nachzuschauen ist das Teil prima. Man neigt also schon dazu das Smartphone auch mal zuhause zu lassen, wünscht es sich dann aber doch bei jeder Nutzung wieder herbei. Ein Leatherman ist halt auch kein Ersatz für eine gut ausgestattete Werkzeugkiste.

Insofern denke ich, dass die Omate durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Abhängig bin ich bis jetzt aber noch nicht von ihr geworden. Mal sehen, wie sich das noch weiter entwickelt.

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