Weit aus dem Fenster gelehnt. Schwimmen mit der Omate sollte man besser nicht versuchen (Bild: Kickstarter / © Omate)
Weit aus dem Fenster gelehnt. Schwimmen mit der Omate sollte man besser nicht versuchen (Bild: Kickstarter / © Omate)

Wird mal wieder Zeit, etwas über Omate zu nörgeln. Meine Truesmart ist zwar noch nicht angekommen, wurde aber vermutlich immerhin schon produziert.  Zwischen Auslieferungsbeginn in der nächsten Woche und der Ankunft beim Kunden können aber noch ein paar Wochen vergehen. China liegt ja leider nicht so ganz vor der Tür. Hoffen wir inständig, dass der Frachter, auf dem die Palette landet, nicht von Piraten gekapert wird oder von Bord fällt.

Im zweiten Fall hätte die Omate nämlich ein Problem. Wie sich nämlich mittlerweile herausgestellt hat ist es nichts mit schwimmen, wenn man eine Truesmart trägt. Wurde während der Kickstarterkampagne noch schön mit nem Bild eines aus dem Wasser steigenden Schwimmers geworben kann man sich das jetzt leider schenken. Gut, eigentlich hat die Omate immer nur mit IP67-Standard geworben, d.h. sie ist gegen Staub und Wasser geschützt, wenn sie mindestens nicht länger als eine halbe Stunde nicht tiefer als 1 Meter unter Wasser liegt. Die Aufmachung hat jedoch etwas andere suggeriert.

Sehr schade, war aber ein kleines bisschen vorherzusehen. Zum einen ist es nicht einfach, eine Uhr so dicht zu machen, dass man damit schwimmen gehen kann. Man darf ja nicht vergessen, dass wir es hier nicht mit einem komplett verklebten Gehäuse zu tun haben. Zwecks Zugang zum Akku und der SD-Karte muss der komplette Boden der Uhr abnehmbar sein. Ein weiteres Loch im Gehäuse ist der SIM geschuldet. Dann kommen noch Durchlässe für die Lade-Pins sowie den Kabeln für Antenne und Lautsprecher in dem Armband hinzu.

Wer mal wissen möchte, wie sich die Smartwatch zerlegen lässt sollte sich folgende Video von xda.developers mal anschauen. Nachmachen ist jedoch nicht empfohlen. So ganz ohne Verluste hat der gute Mann die Uhr nicht demontieren können.

Viele Punkte, an denen Wasser eindringen kann. Aber auch ein komplett verklebtes Gehäuse muss nicht zum Schwimmen geeignet sein. Das war ja ein großes Thema bei der Leikr. Schade, schade. Wer also etwas zum Schwimmen haben möchte muss weiter auf die üblichen Kandidaten von Garmin, Polar & Co. zurückgreifen. Wenn man sich die Gestaltung der neuen Garmin Fenix2 so anschaut kann man die ja sogar schon als All-day-tauglich bezeichnen. Aber ich will nicht fremd gehen, bevor ich mein Schatz noch nicht mal in den Händen gehalten habe.

Ich frage mich nur gerade, wie groß das Drama jetzt für mich bei der Omate ist. Subjektiv finde ich es natürlich sehr blöd, auch wenn es etwas absehbar war. Weniger als gedacht zu bekommen ist ja selten von Freudensprüngen begleitet. Zumindest dann, wenn man etwas käuflich erwirbt. Objektiv ist es vermutlich kein großes Problem. Das liegt daran, dass ich nicht der extreme Schwimmer bin.  Habe ja schon Probleme, mich einmal die Woche ins Schwimmbad zu begeben. Befürchte, dass ich auf der Olympischen beim Hamburg Triathlon dies Jahr nicht unbedingt mit meiner Startgruppe das Wasser verlassen werde. Muss ich im Schwimmbad die Bahnen halt wieder im Kopf mitzählen.

Ansonsten scheint die Omate aber auf einem guten Weg zu sein. Sie sieht zwar nicht ganz so cool wie die Moto 360 aus, dürfte aber um Längen variabler sein. Bis jetzt hat mich ehrlich gesagt noch kein Smartwatch-Konzept überzeugt, dass nicht komplett ohne Kopplung mit einem Smartphone auskommt. Kann ich nicht oft genug wiederholen.

Sogar das Anschalten der Uhr per Geste scheint schon sehr gut zu funktionieren. Die App, die Kurt Huwig hierfür programmiert hat macht schon einen sehr guten Eindruck.

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