Der Nova Smartphone-Blitz (Bild: Kickstarter/© Sneaky Squid LLC)
Der Nova Smartphone-Blitz
(Bild: Kickstarter/© Sneaky Squid LLC)
Vergleich normaler Smartphone-Blitz und Nova Flash (Bild: Kickstarter/© Sneaky Squid LLC)
Vergleich normaler Smartphone-Blitz und Nova Flash
(Bild: Kickstarter/© Sneaky Squid LLC)

Ich bin mir einig: Telefonkameras sind suboptimal. Wie bekommt man Bilder aus dem Handy noch schlechter? Richtig, man fotografiert mit wenig Licht. Rauschen im Walde. Aber auch das lässt sich noch toppen. Man blitz mit dem in mittlerweile vielen Smartphones eingebauten LED-Blitz. Das produziert nur viel dunklen Hintergrund und mit etwas Glück eine fettig, weil glänzend aussehende Person im Vordergrund. Von roten Augen will ich gar nicht erst reden. Die LED-Blitze sitzen viel zu dicht am Objektiv und blitzen deshalb immer komplett frontal. Das würde man mit einem echten Fotoapparat mit Aufsteckblitz sich eher verkneifen. Indirekt Blitzen wirkt natürlicher und das Motiv neigt nicht so zur Überstrahlung, da die Lichtstrahlen nicht frontal wieder zurück ins Objektiv geworfen werden. Gute Fotografen werden ob dieses kurzen, vereinfachten Einwurfes jetzt sicherlich auf den Kopf schütteln. Blitzen ist eine komplexe Angelegenheit mit der man viele Bücher füllen kann. Aber bevor ich abschweife fasse ich noch mal vereinfachend zusammen: Blitz frontal -> doof, Blitz indirekt von der Seite – > mindestens besser.

Mir geht ein Licht auf

Der Nova in der Geldbörse (Bild: Kickstarter/© Sneaky Squid LLC)
Der Nova in der Geldbörse
(Bild: Kickstarter/© Sneaky Squid LLC)

Das Problem bei Smartphones ist, dass es die im Allgemeinen nicht mit Blitzschuh gibt. Würde auch etwas seltsam aussehen. Das erschwert die Montage eines externen Blitzes. Die Lösung ist also ein Blitz, der per Funk, Wlan, Bluetooth oder dergl. gezündet wird. Das haben sich auch die Jungs der Firma Sneaky Squid LLC gedacht und schmeißen nun den Nova Smartphone-Blitz auf den Markt. Die Corwdfundigphase bei Kickstarter ist zwar schon vorbei, auf der Website von denen kann am aber den Blitz noch für spottbillige $ 54 vorbestellen.

Der Nova-Blitz kommuniziert via Bluetooth mit dem Handy. Der Witz an der Geschichte ist, dass er mit den Abmessungen von 86mm × 53mm × 6.3mm gerade mal so groß wie eine normale Scheckkarte ist und so einfach in die Geldbörse passt. Der tollste Blitz taugt ja nichts, wenn er zuhause auf dem Schreibtisch liegt. So kann man ihn immer dabei haben, ohne eine extra Tasche mitnehmen zu müssen. Praktisch. Mit 150 g wiegt er zwar etwas, aber das tut Kleingeld ja auch. Der Akku soll für etwa 150 Auslösungen reichen.

Da der Blitz mit Bluetooth 4.0 arbeitet sollte man vorab aber klären, ob das eigene Smartphone das unterstützt.  Eine App für IOS6/7 gibt es schon, Android 4.3 ist angekündigt. Vermutlich dem BT 4.0 geschuldet.

Damit es nicht zu Überstrahlungen kommt arbeitet der Blitz mit 40 LEDs á 65 Lumen, die hinter einer Mattscheibe stecken. Ist jetzt nicht gigantisch, aber auf jeden Fall besser als ohne. Die LEDs können übrigens via App bezüglich Intensität und Wärme des Lichts eingestellt werden.

Dritter Arm

Einziges Problem, dass ich beim Nova-Flash sehe ist, wenn man das Handy via Touchscreen auslösen muss. Gerade bei den großen Brummern heutzutage kann das schon mal dazu führen, dass einem im Eifer des Gefechts der Sprechklotz aus der Hand rauscht. Man hat ja nur eine Hand frei, weil man den Blitz in der anderen hält. Ein Knopf an der Seite zum Auslösen ist hier eindeutig von Vorteil. Wem der Knopf am Telefon fehlt kann sich ja mal Pressy anschauen. Oder man fragt einfach eine Person seines Vertrauens. Einen Foto-Assistenten wollte sicherlich schon jeder mal haben.

 

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