Schlüssel ade - Noki Smartlock (Bild: ©  Noki Home Solutions GmbH)
Schlüssel ade – Noki Smartlock (Bild: © Noki Home Solutions GmbH)

Ah, mal wieder die Chance auf einen Early Bird. Das Smartlock Noki geht nämlich in weniger als 14 Tagen an den Crowfunding-Start. Welcher Dienst hierfür genutzt wird ist leider noch nicht bekannt.

Aber der Reihe nach. Beim Auto ist das Öffnen der Tür per Knopfdruck ja schon ein alter Hut. Funkschlüssel und mittlerweile auch komplett selbstentriegelnde Türen sind schon seit längerem auch in der Kleinwagenklasse angekommen. Und zuhause die Wohnungstür? Fehlanzeige. Dort hampelt man immer noch mit dem guten, alten Haustürschlüssel herum. Ein seit hunderten von Jahren bewährtes Konzept. Nur etwas unpraktisch, wenn man gerade mal wieder mit Tonnen von Einkäufen beladen ist und der Schlüssel ganz unten in der Tasche liegt.

Natürlich gibt es auch hier schon diverse Lösungen. Aber oft ist da dann doch entweder die Montage zu komplex oder der Preis zu hoch oder beides.

Noki möchte das jetzt anders machen. Es handelt sich eigentlich nur um eine kleine, schwarze Box, die mit drei Schrauben auf den bestehenden Schließzylinder der Haustür montiert wird. Soll in 5 Minuten ohne fremde Hilfe einsatzbereit sein. Bin mal gespannt, wo die Schrauben fassen sollen. Ob in das Holz der Tür geschraubt werden muss oder die Schrauben sich irgendwie an die Armatur klemmen hat sich mir noch nicht so ganz erschlossen.

Im inneren der Box wird ein Schlüssel eingespannt und in das Schloss gesteckt. Man sollte Noki also nur in Schlössern verwenden, die auch bei steckendem Schlüssel funktionieren. Sonst steht man bei leerem Handy-Akku im Regen. Den Haustürschlüssel sollte man also nicht wegwerfen. Der Schließzylinder sollte auch eine Not- und Gefahrenfunktion haben.

Bei etwa 8 bis 10 Schließvorgängen am Tag soll die Batterie des Noki etwa 10 Monate halten. Klingt doch ganz vielversprechend. Wenn man den Aufwand vergleicht, so ein System an der Tür direkt mit Strom per Kabel zu versorgen sollte man mit einem Batteriewechsel alle 10 Monate kein Problem haben.

Und im Notfall? Wenn’s Brennt kann man Noki mit einem Notfallkopf einfach abziehen und den dahinterliegenden Schlüssel einfach so benutzen.

Wie nicht anders zu erwarten kommuniziert Noki mit dem Smartphone. Die läuft via Bluetooth 4.0 und bedingt ein Smartphone mit mind. Android 4.4 oder IOS 8. Entsprechende Apps für Smartwatches wären noch eine feine Sache. Stelle ich mir mit einer Pebbel sehr cool vor. Vielleicht kommen die ja auch noch irgendwann mal.

Will man Noki auch via Internet nutzen kann man zum Noki selber noch eine Bridge erwerben.

Der Spaß soll vermutlich zwischen 150 und 200 Euro kosten. Und wer weiß, vielleicht kann man über den Early Bird noch ein paar weitere Euro sparen. Da es sich um eine Firma aus Österreich handelt hegen wir mal die Hoffnung, dass wir vor übermäßigen Nebenkosten (Zoll) verschont bleiben.

Das Noki wohl auch eine Auszeichnung bei Österreichs größtem Start-up Preis gewonnen hat gibt glaube ich berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass die Geschichte solide durchgeplant ist. Wer schon mal ein paar Bilder von Prototypen sehen möchte kann sich den Netzwelt-Artikel hier mal anschauen.

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