So langsam kommen die Designer hinter dem Ofen hervor. Eine weitere Smartwatch, für die man sich auf den ersten Blick nicht schämen muss, wurde nun von Neptune angekündigt. Lassen wir sie mit meinem aktuellen Favoriten, der Omte True Watch zusammen in den Ring steigen. Die Pine kommt mit recht beeindruckenden Daten daher. Flotter Dualcore-Prozessor, die üblichen, vom Smartphone her bekannten Sensoren, 5 Megapixel-Kamera… bis jetzt so ziemlich mit der Omate vergleichbar. Eine Schippe drauf legt die Uhr jedoch noch mit einer zweiten Face-Cam, einem 900 mAh Akku und einem 2,4“ Display mit einer Auflösung von 320×240 px. Beeindruckend… und sehr groß.

Taschenkino

Das große Display kann sowohl Segen als auch sein.  Mit der 320x240er Auflösung sollte es keine Kompatibilitätsprobleme mit Apps geben. Da die Pine mit Android 4.1. ausgestattet ist steht es mit der Versorgung bezüglich Programme nämlich sehr gut. Ein Vorteil gegenüber der Omate, die mit einem quadratischen Display zwar erheblich kompakter und „uhr“-iger ist, aber wegen der 240x240er Auflösung eventuell mit Darstellungsproblemen zu kämpfen haben könnte. Außerdem dürfte die Ablesbarkeit und Bedienbarkeit durch die Größe profitieren. Andererseits sind 2,4“ schon ganz schön groß. Vielleicht sogar zu groß, wenn man es am Handgelenkt tragen möchte. Sobald meine Leikr-Sportuhr eingetrudelt ist kann ich das etwas besser beurteilen. Die Leikr bringt immerhin auch schon eine Displaydiagonale von 2“ an den Arm. Bei sportlichen Aktivitäten ist ein großer Schirm bestimmt von Vorteil, da man z.B. beim Laufen die Daten schneller mit dem Auge erfassen kann.

Das größere Display könnte sich übrigens durch den höheren Stromverbrauch bemerkbar machen, der den 300 mAh Vorteil gegenüber dem 600 mAh-Akku der Omate wieder zusammenschrumpfen lassen könnte.

Bitte recht freundlich

So wie es aussieht lässt das Hauptmodul sich aus dem Armband herauslösen und somit auch als normales Smartphone oder z.B. auch als Action-Cam nutzen. Das Herauslösen ist aber auch notwendig, da die Hauptkamera auf der Unterseite des Gehäuses liegt. Am Armband würde das nur schöne Bilder vom Handgelenk geben. Solo in der Hand oder mittels Helmhalterung bietet sich da schon mehr Gestaltungsfreiraum.

Heavy Duty?

Genauere Informationen zum Gehäuse und dessen Material gibt es leider nicht. Ich würde aber vermuten, dass ein nicht unerheblicher Teil davon aus Kunststoff besteht. Da ist die Omate im Vorteil, die mit einem Gehäuse aus Metall glänzen kann. Außerdem wird das Display der Omate ein Spahierglas bekommen. Noch ein Pluspunkt für die Omate. Noch ein Vorteil für die Omate ist die Wasserfestigkeit. Soll sie laut Hersteller Wasserdicht nach IP67 werden und somit auch zum schwimmen geeignet sein wird die Neptune Pine nur als Wasser resistent bezeichnet. Für einen Regenguss ist das ok, von der Brücke würde ich damit aber nicht springen.

Beide Konzepte haben ihre Stärken. Wer es lieber groß mag wir vermutlich mit der Neptune Pine etwas besser fahren. Dezenter und robuster kommt jedoch die Omate daher.

Um noch mal etwas zu pieksen hier ein aktuelles Video der Omate :-).

Beide Uhren sollen gegen Ende des Jahres ausgeliefert werden.

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