back-to-gegenwart

Willkommen in der Zukunft Gegenwart. Gut, eigentlich sind wir noch zwei Jahre zu früh. Aber wer 1990 den Film Zurück in die Zukunft 2 gesehen hat wird sicherlich ungeduldig genug sein, die letzten zwei Jahre zu ignorieren.

Von fliegenden Autos, Videokonferenzen und dem Wetter

Als Marty McFly mit Doc Brown in ihren DeLorean ins Jahr 2015 gedüst sind gab es dort so einiges, was wir uns damals in unseren kühnsten Träumen nicht vorzustellen wagten.

Der Übersichtlichkeit halber einfach mal als Bullet Point-Liste. Dann müsst ihr euch nicht durch Unmengen Prosa lesen.

DeLorean mit Elektroantrieb (Bild: © DeLorean Motor Company)
DeLorean mit Elektroantrieb
(Bild: © DeLorean Motor Company)
  • Fliegende Autos:
    Gibt es schon. Das Terrafugia Transition zum Beispiel. Proof of Conzept gibt es seit 2009, Zulassung war für 2012 geplant. Ist wohl noch im Gange. Serienauslieferung ist mittlerweile für 2015  angepeilt. Just in time
     
  • Stromantrieb:
    Der Mr. Fusion ist zwar noch in weiter ferne, E-Autos gibt es aber schon von vielen Herstellern. Sogar einen elektrischen DeLorean kann man mittlerweile ordern.
     
  • Kündigung via Videokonferenz:
    Wenn man sich anschaut, wie viele Bewerbungsgespräche heutzutage via Skype geführt werden sollte doch auch die eine oder andere Kündigung dabei sein.
     
  • 3D-Kino auf der Straße:
    Hier brauchen wir noch ein bisschen, bis der weiße Hai uns vor dem Kino aufisst. Mit AR-Brillen wie den Spaceglasses oder ein bisschen auch Brillen wie der Google Glass sind wir aber jetzt schon auf den besten Weg dahin.
     
  • Per Schönheitschirurgie 20 Jahre jünger machen:
    Check, kein Problem mehr. Wer will kann auch wie ein ausserirdischer aussehen oder Lippen wie Rettungsboote haben.
     
  • Minutengenaue Wettervorhersage:
    Ok, das ist ein Problem und wird vermutlich auch in den nächsten 100 Jahren nicht gelöst werden.
     
  • Das Hoverboard:
    Noch so ein Problem, dass in den nächsten 100 Jahren noch nicht gelöst ist.
     

Mooooment… Hoverboard? Gelöst? Der Traum eines jeden Jungen aus den 80er/90ern? Jawohl, zumindest im Kleinen. Bei Kickstarter wurde jetzt ein Projekt an den Start gebracht, dass uns allen es ermöglichen soll, zuhause das lang ersehnte Hoverboard in den Schrank stellen zu können. Das NeoLev – Miniature Hovering Board. Keine tumbe Filmrequisite sondern richtig funktionierend und fliegend. Sehr cool. Leider nur im sehr kleinen Maßstab und nicht um selber drauf zu stehen. Etwas kleiner als die allseits bekannten Fingerboards. Außerdem braucht man eine spezielle Fahrbahn. Aber immer hin: Es schwebt.

Und wie funktioniert der Spaß?

Ganz soweit wie im Film ist die Technik leider noch nicht. Der Hover-Effekt wird durch Permanentmagnete erzeugt, die in der Fahrbahn stecken und Hoverboards aus entsprechendem Material.  Diamagnetismus ist hier das Stichwort. Wer die genaueren Hintergründe wissen will kann gerne Wikipedia zu dem Thema befragen. Das würde hier zu weit führen. Man kann sich in etwa eine Magnetschwebebahn vorstellen. Dementsprechend fliegt das Board auch nur auf der speziellen Fahrbahn. Je nach Pledge kann man bei Kickstarter unterschiedlich lange Bahnen wählen. Der Spaß beginnt mit $ 49 mit einem Board, einer 3“ Strecke und 4“ Begrenzungsschiene. Man kann natürlich auch erheblich mehr ausgeben. Wie immer bei Kickstarter.

Das Hoverboard ist ein schönes Spielzeug für den geneigten Geek. Wem das zu teuer ist oder wer nicht bis März 2014 warten möchte kann sich vielleicht auch mal an  Airboarding probieren. Da braucht man nur eine Auto und eine Visitenkarte.

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