Die Oculus Rift DK2 VR-Brille (Bild: © Oculus VR)
Die Oculus Rift DK2 VR-Brille (Bild: © Oculus VR)

Ach ja, der Aufschrei war groß. Mal wieder lässt sich ein sympathisches StartUp von einem bösen Großen aufsaugen. Auch wenn von slashgear bis hin zur Bild-Zeitung so ziemlich jeder etwas dazu geschrieben hat kann ich mir da einen Kommentar nicht verkneifen.

Bezüglich der Hardware-Entwicklung denke ich nicht, dass Oculus unter der Übernahme Nachteile haben wird… zumindest nicht, so lange nicht irgendein hoher Facebook-Manager der Meinung ist, sich profilieren zu müssen oder Zuckerberg die Lust an der Rift verlieren sollte. Es würde mich aber wundern, wenn Palmer Luckey sich da nicht in den Verträgen abgesichert hat. Es ist ja nicht gerade so, dass er keinen Bock mehr auf die Rift hätte sondern vielmehr die Chancen der Mergers im Auge hatte.

Ich denke auch nicht, dass die Oculus Rift jetzt zu einem Social Media-Zubehör verkommen wird. Man darf nicht vergessen, dass die Rift unter dem Strich ja nichts anderes als ein Monitor ist, den man vor die Augen schnallt. Hätte Facebook Eizo übernommen wäre das wohl den meisten egal und keiner würde auch die Idee kommen, dass in Zukunft auf Eizo-Monitoren nur noch Facebook angezeigt werden kann und dass alles, was man sich auf Eizo-Monitoren anschaut an Facebook weiter geleitet wird. Deshalb glaube ich auch nicht, dass das mit der Rift passieren wird.

Eine feste Verdrahtung mit einer Software halte ich auch für unwahrscheinlich. Der Erfolg einer Plattform hängt schließlich mit seiner Verbreitung zusammen. Wenn man die Rift nicht zum uneingeschränkten Spielen nutzen kann dürften die Absatzzahlen nicht in die Höhe schießen.

Was wohl passieren wird ist, dass es irgendwann Versuche geben wird, Facebook in die VR zu ziehen. Aber wer da keinen Bock drauf hat wird es ja nicht nutzen müssen. Will ich ein bestimmtes Programm nicht spielen, starte ich es einfach nicht.

Das eigentliche Problem bei der Geschichte ist eher ein ideelles. Der sympathische kleine Underdog, der einen überraschend großen Erfolg hat, lässt sich auf einmal mit der dunklen Seite der Macht ein. Man fühlt sich ein bisschen betrogen, auch wenn das, was dabei rauskommen kann vielleicht sogar von Vorteil sein könnte.

Und wer partout nichts mit einer Facebook-Company zu tun haben will muss jetzt halt warten, bis Steam sein Projekt auf den Markt wirft oder hoffen, dass Sonys Morpheus doch auf Windows & Co laufen wird.

You might also enjoy: