Mit Licht gemalt. Vorlage und Ergebnis durch den Pixelstick (Bild: Kickstarter/© Bitbanger Labs)
Mit Licht gemalt. Vorlage und Ergebnis durch den Pixelstick
(Bild: Kickstarter/© Bitbanger Labs)

Lightpainting an sich ist ja nichts Neues mehr. Das gibt es eigentlich schon seit Erfindung der Fotografie. Einfach lange belichten und dann mit einer Lampe vor der Linse rumhüpfen. Es gibt schon lange Künstler, die diese Form der Kunst perfektioniert haben und wahre Gemälde aus Licht zaubern.

Richtig Mainstream ist diese Kunstform ja erst seit Aufkommen der digitalen Fotoapparate geworden. Vorher musste man ja doch mit recht viel Aufwand und damit verbundenen Kosten rechnen. Film in die Kamera, Belichtungszeit schätzen, malen, Film voll bekommen, Film entwickeln, freuen oder ärgern, weil im ansonsten perfekten Bild jemand mit brennender Zigarette durch den  Hintergrund gelatscht ist. Mit digitalen Kameras ist der Prozess natürlich viel schlanker. Außerdem kann man die Ergebnisse gleich betrachten, auch wenn das der Aktion etwas die Spannung nimmt.

Ist Lighpainting bis jetzt eher mit dem Malen mittels Pinsel vergleichbar schickt sich eine Kickstarter-Kampagne an, dies nun um eine Art Stempel zu erweitern. Der Pixelstick von Bitbanger Labs ist ein Stab der mit  198 LEDs besetzt ist. Die LEDs werden über eine Box angesteuert. In diese Box kann man Bilder laden, die die LEDs dann Spalte für Spalte wieder geben. So kann man, in dem man mit dem Pixelstick  ein Stück geht, komplexe Bilder in die „Luft“ drucken. Die eigentliche Kunst hier wird dann vermutlich sein, das richtige Tempo zu finden, damit die Bilder nicht verzerrt abgelichtet werden.

Der Pixeöstick im Detail (Bild: Kickstarter/© Bitbanger Labs)
Der Pixeöstick im Detail
(Bild: Kickstarter/© Bitbanger Labs)

In der Höhe sind die Bilder, die in die Box geladen werden können, auf die 198 Pixel limitiert, die Breite ist relativ offen. Höhere Bilder werden abgeschnitten. Gespeichert werden die Bilder auf SD-Card. Genutzt wird das gute alte BMP-Format, da hier jeder Pixel einzeln abgespeichert wird. So kommt die Box mit weniger Rechenpower aus, da hier nicht noch mit Kompressionen und dergleichen hantiert werden muss.  An Einstellmöglichkeiten bietet die Box Helligkeit, Farbton und  Anzeigegeschwindigkeit. Außerdem kann man noch einstellen, ob man sich von rechts nach links oder umgekehrt bewegt.

Der Pixelstick selber besteht aus zwei jeweils 3 Fuß langen Alu-Profilen, die zur Nutzung zusammen gesteckt werden. So bleibt das Teil bei einer zusammengebauten Gesamtlänge von üppigen 1.82 Metern noch transportierbar. Ein bei Langzeitbelichtungen ja unabdingbares Stativ muss man ja schließlich auch noch mitschleppen. Der Griff des Sticks ist so aufgebaut, dass man ihn um 360 Grad drehen kann. So sind Rotationen und damit entsprechende Muster möglich.

Die kreativen Möglichkeiten mit dem Stick sind natürlich unendlich. Wer jetzt schon die 360 $ aus der Geldbörse zieht sollte aber bedenken, dass die Erstellung dieser Lichtgemälde immer noch ein anstrengender Prozess aus try and error ist. Und wenn man gleich ganze Filme erstellen wird kommt es ganz dick. Jedes Bild muss einzeln gemacht und dann nachträglich zusammengeschnitten werde.  Das sollte man auch im Hinterkopf haben wenn man das Kickstartervideo betrachtet und vor den Jungs einfach mal den Hut ziehen.

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