Segler im Rucksack - Kayakat (Bild: kickstarter/© kayakat)
Segler im Rucksack – Kayakat (Bild: kickstarter/© kayakat)

Jetzt noch mal einer auf den letzten Drücker. Nur noch wenige Tage könnt Ihr Kayacat unterstützen. Hatte ich eigentlich schon vor längerer Zeit vor, drüber zu berichten. Leider haben die Initiatoren es nicht geschafft, mir bis jetzt meinen Fragen-Katalog zu beantworten. Aber kommen wir zum Projekt.

Bei Kakaycat handelt es sich um cleveres  Schlauboot-Konzept, dass einem ein sehr variables und vor allem leicht zu transportierendes Wasserverkehrsmittel in die Hand geben soll. Man kennt es ja. Meistens muss man wieder dorthin zurück, wo man abgelegt hat, wenn man auf dem Wasser unterwegs ist. Entweder steht das Auto am Startpunkt oder der Bootsverleih hätte sein Boot gerne wieder. Einfach lospaddeln, irgendwo anlanden und dann mit Bus und Bahn nachhause… versucht das mal mit nem konventionellen Kajak.

Es gibt drei unterschiedliche Kakaycat-Versionen. Das kleine Puma, das größere Cougar und das Cheetah, wobei die Initiatoren es leider nicht geschafft haben mir deutlich zu machen, worin genau Cougar und Cheetah sich unterscheiden. Lassen wir das Cheetah also aus unserer Betrachtung raus.

Katamaran im Rucksack

Allen Kakaycats gleich ist der Grundaufbau. Zwei aufblasbare Luftkammern bilden den Rumpf, ähnlich wie bei einem Katamaran. Stabilisiert werden die Rümpfe mit einem zusammensteckbaren Rohgestellt, an das noch diverse Gimmicks angebaut werden können.

So lässt sich mit dem entsprechenden Zubehör (etwas neokreativ „Apps“ genannt)  dann auch schnell ein Segel setzen oder eine Ruderbank montieren. Ein E-Motor ist angedacht, jedoch noch nicht bestellbar. Alles soll natürlich kleingefaltet in einen Rucksack passen.

Da wären wir dann auch schon bei den Abmessungen. Das Puma ist die kleine Variante, die dann ausgepackt auch nur 6kg auf die Waage bringen soll. Das Cougar wird wohl so um die 10 Kg wiegen.

Das etwas kleinere Puma (Bild: kickstarter/© kayakat)
Das etwas kleinere Puma (Bild: kickstarter/© kayakat)

Die Packmaße werden auf der Homepage von Kakaycat seltsamer Weise für beide Versionen mit 57cm (H) x 35cm (W) x 25cm (D) identisch angegeben. Aufgepumpt liegt man bei etwa 4 Metern Länge. Ob das wirklich der Fall ist? Gute Frage.

Wenn man die Bilder betrachtet ist das Cougar breiter und länger als das Puma. So soll das Cougar dann auch noch etwas Ladung vor und hinter dem Paddler tragen können. Sogar ein Klapprad soll noch drauf passen. Das macht die Geschichte dann natürlich sehr mobil.

Die Zuladung wird mit 115 Kg für den Nutzer plus etwa 30 Kg Nutzlast angegeben.

Die größere Breite des Cougar dürfte der Wasserstabilität zuträglich sein, macht das Paddeln dann allerdings etwas unkomfortabler. Soll aber auch kein Problem sein, da man die Breite des Cougar durch Variation der Verbindungsstücke anpassen kann. Wie das genau passiert, wird aus der Projektbeschreibung leider auch noch nicht so richtig klar.

Kauf ich Kakaycat… oder nicht?

Generell finde ich das Kakaycat Cougar durch das Segel (kann beim Puma wohl nachgerüstet werden) und die dadurch größere Variabilität spannender. Leider sind 680 Pfund zwar für so ein Sportgerät günstig, für mich aktuell aber zu viel, um das einfach mal so mitzunehmen. Schade eigentlich, wo man hier in Hamburg ausgiebig Gelegenheit hätte, das Teil zu nutzen.

Mein Favorit - das Cougar (Bild: kickstarter/© kayakat)
Mein Favorit – das Cougar (Bild: kickstarter/© kayakat)

Tja, und wie sieht es mit dem Kampagnen-Risiko aus? Sehr gute Frage. Die abgebildeten Exemplare machen auf mich einen gut durchdachten und schon weit entwickelten Eindruck. Was mich ein wenig nachdenklich stimmt ist der Umstand, dass meine Fragen zwar registriert aber bis jetzt noch nicht beantwortet wurden und dass die Informationen auf der Website noch recht schwammig sind. Da scheint so einiges wohl doch noch nicht finalisiert zu sein.

Die Festigkeit des nicht näher benannten verwendeten Materials wurde in einem Kampagnen-Update demonstriert. Es scheint wirklich große Zuglasten aushalten zu können. Die Frage ist allerdings, wie es sich mit punktuellen Lastspitzen verträgt. Ein spitzer Stein im Wasser zieht ja eher selten am Boot.

Naja, drücken wir den Macher einfach mal die Daumen, dass sie ihr Projekt finanziert bekommen und schauen uns dann das Ergebnis an, wenn es bei den Backern zuhause angekommen ist.

Tl;dr

Kayakat ist ein sehr variables Schlauchboot mit etrem kleinen Packmaßen

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