blog-geburtstagKinder, wie die Zeit vergeht. Ein Jahr ist seit meinem ersten Artikel hier im Blog nun ins Land gegangen. Am 6.8.2013 startete Man in yellow mit einem kleinen, aber feinen Review zum Sony NWZ-273W Sport-MP3-Player. Jetzt, über 225 Artikel später kann man wohl sagen, dass wir hier im Blog schon so einiges gesehen haben.

Von den diversen Kickstarter-Projekten sind tatsächlich schon ein paar ausgeliefert worden. Die Omate oder Pressy konnte ich euch sogar live und in Farbe präsentieren. Selbstverständlich ist das ja nicht. Man kann ja nicht jeden Techno-Quatsch kaufen, auch wenn man wollen würde. So einige Projekte, über die ich geschrieben habe sind gar nicht erst gefundet worden. Andere sind immer noch dabei, den Weg zum Kunden zu finden und ein, zwei Kandidaten haben sogar den Hut geworfen. Die Atheer One ist da ein Beispiel. Immerhin versucht Atheer den Backern, 105% ihrer investierten Summe zurückzugeben, damit sie nicht unter zwischenzeitlichen Währungsschwankungen zu leiden haben. Das istzwar ärgerlich aber doch irgendwie fair. Man wolle sich eher dem Geschäftskundenmarkt zuwenden. Ich vermute mal, dass da ein dicker Fisch ins Netz gegangen ist der die zusätzlichen Mehrausgaben deckeln wird.

Aber solche Geschichten zeigen denn auch, was ich in dem Jahr so alles erfahren und gelernt habe. Kickstarter ist eine tolle Sache, jedoch sehr mit Vorsicht zu genießen. Anfangs bin ich doch ob der coolen Ideen recht optimistisch an die Produkte rangegangen. Mittlerweile hat sich so einiges an Erfahrung angesammelt, die einen dann schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, auch wenn die Idee noch so innovativ oder die 3D-Renderings noch so real aussehen. Und selbst Ideen, die auf dem ersten Blick einen umwerfen, können sich bei realistischer Betrachtung auch als eher überflüssig herausstellen. Sei es, ob man es generell nicht braucht oder ob die Anwendungen einfach fehlen oder die technische Umsetzung letztendlich zu wünschen übrig lässt. Auch hier würde ich wieder Pressy anführen. Tolle Idee aber brauchen tue ich es eigentlich nicht.

Generell ist „brauchen“ so ein Problem. Über das Jahr hinweg habe ich doch mitbekommen, dass ich das eine oder andere nicht wirklich brauche. Hier könnte ich mich jetzt zum Beispiel etwas länger über das Thema Smartwatch auslassen, spare mir das aber für einen gesonderten Artikel auf.

Es gibt auch so einige Strömungen, die ich in der Zeit ausgemacht habe. Und schon wieder sind wir beim Thema Smartwatch. Es wurde eine Menge angekündigt. Ein paar Uhren sind auch schon auf dem Markt gelandet. Aber irgendwie kommt das Thema nicht vom Fleck. Momentan sind neue Produkte, die bei den Crowdfundingplattformen gestartet werden, nichts anderes als Aufgüsse der Kandidaten, die wir schon vor einem Jahr gesehen haben. Immerhin will Timexs mit der Ironman GPS One+ jetzt eine weitere Uhr mit Mirasol-Display auf den Markt bringen. Endlich mal etwas von einem richtigen Uhrenhersteller. Android Wear wird sicherlich in der nächsten Zeit ein bisschen Schwung in die Sache bringen. Allerdings erst, wenn die runden Exemplare zu erwerben sind. Die eckigen Geräte dürften noch einen zu hohen Nerdfaktor haben. Vermutlich wird jedoch hier die eingeschränkte Akkuleistung der Smartwatches erst mal auf absehbare Zeit der Spielverderber bleiben.

Ein weiteres Thema, das ich gerne betrachtet habe waren Augmented Reality-Brillen a la Google Glass. Da kommt seit ein paar Monaten auch nichts neues mehr. Von der Recon Jet mal abgesehen, die vielleicht demnächst mal beim Kunden landen könnte, ist auf den Crowdfundingplattformen absolute tote Hose. Das wundert mich doch ein bisschen. Aber vielleicht liegt es daran, dass noch kein chinesischer Hersteller auf die Idee gekommen ist, einen billigen Barebone auf den Markt zu schmeißen, der dann von Leuten bei Kickstarter als innovative Einzel-Neu-Entwicklung verkauft wird. Ich sag nur Umeox x201-Serie. Aber da sind wir dann schon wieder bei den Smartwatches.

Ihr seht schon, es ist in dem Jahr eine gehörige Portion Skepsis hinzugekommen. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Eher im Gegenteil. Spart sogar eine Menge Geld und möglicherweise auch Ärger über technisch unausgereifte Produkte, die, wenn überhaupt, mit erheblicher Verzögerung den Käufer erreichen.

In diesem Sinne freue ich mich also auf ein weiteres Jahr spannender Artikel, gerne auch mit dem einen oder anderen frechen Gedankengang. Schaun mer mal, was uns da so alles begegnen wird.

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