Kein Hoverboard, fliegt aber doch so in etwa. Der HoverSkater  (Bild: kickstarter/ © Jim Pitts)
Kein Hoverboard, fliegt aber doch so in etwa. Der HoverSkater (Bild: kickstarter/ © Jim Pitts)

Das Thema Hoverboard verfolgt mich in diesem Blog ja schon etwas länger. Endlich kommt ein Kickstarterprojekt dem Thema mal auf einer ansatzweise realistischen Art und Weise näher.

Der HoverSkater ist eine Mischung aus Hovercraft und Skateboard. So ganz die Schwerkraft kann der HoverSkater leider nicht eliminieren. Man besinnt sich eher auf die ursprüngliche Funktionsweise und nutzt ein Luftkissen wie bei Hovercrafts. Mit den Gummilippen drum rum sieht es zwar nicht ganz so stylisch aus wie z.B. das gut gefakte HUVr Board, aber dafür sehen die Videos zumindest einigermaßen so aus, als ob das funktionieren könnte.

Unter dem Skateboard des Prototypens steckt eine Turbine, die per Fernbedienung aktiviert werden kann. Die bläst die Luft unter das Gummikissen und sorgt dafür, dass das Skateboard quasi den Boden unter den Rollen verliert. Das Ganze soll sich wohl ein bisschen anfühlen, als ob man auf eine Luftblase surft. Damit man sich nicht auf die Nase legt hat das Board aber noch normale Räder dran.

Um Geschwindigkeit aufzunehmen ist unter dem HoverSkater ein kleines elektrisch betriebenes Rad angebracht. Ich stelle es mir so vor, dass wenn man das Gewicht nach hinten verlagert dann das Rad Bodenhaftung aufnimmt und so das Board vorantreibt. Ein Betrieb ohne soll aber auch möglich sein. Muss man halt wie bei einem normalen Board mit dem Fuß Schwung holen.

Betrieben wird die Turbine mit einem Akku. Die Betriebsdauer ist stark vom Skater und seiner Fahrweise abhängig. 50 „Flüge“ a 10 bis 30 Sekunden Dauer werden als Beispiel angeführt. Es ist also weniger für die Überbrückung großer Distanzen gedacht. Aber dafür hat das Teil ja noch die normalen Räder.

Die Beleuchtung des Teils ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Kann man aber wohl auch ausgeschaltet lassen.

Ob ein Skater, der etwas auf sich hält mit der Beleuchtung klar kommt wage ich zu bezweifeln  (Bild: kickstarter/ © Jim Pitts)
Ob ein Skater, der etwas auf sich hält mit der Beleuchtung klar kommt wage ich zu bezweifeln (Bild: kickstarter/ © Jim Pitts)

Billig ist der Spaß leider nicht. 1400 $ plus Nebenkosten werden für das Teil aufgerufen. Also eher etwas für den Skater-Nerd, der mal was Neues ausprobieren möchte als für den mittlerweile etwas gealterten Back-to-the-Future-Fan.

Wie seriös das Ganze ist mag ich nicht einzuschätzen. Aber da ich eindeutig nicht zur Zielgruppe gehöre ergötze ich mich einfach an den Videos und denke zurück an Zeiten, als das Tragen von Rettungswesten noch ansatzweise als modisch angesehen wurde.

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