Ja, manchmal kommt man sich vor, als wäre man ein schlechter Vater. Zumindest ein bisschen, wenn man sich anschaut, was andere Väter ihrem Nachwuchs so ins Zimmer stellen. Damit meine ich jetzt nicht 55“ TV, PS4 und Highend-Gaming-PC. Auch nicht 5 Tonnen Lego. Irgendwo hat man ja auch noch ansatzweise einen pädagogischen Anspruch. 1 Tonne sollte ausreichen. Ein bisschen verwöhnen ist ja ok, aber man will es auch nicht übertreiben.

Eindeutig Übertrieben hat es Jeff Highsmith. Was der seinen kleinen Astronauten ins Kinderzimmer gestellt hat ist schon fast außerirdisch. Eine so detaillierte Raumkapsel in Kombination mit Mission Control ist mir noch nicht untergekommen.

Eine Unmenge an Knöpfe, Anzeigen und komplett funktionierender Anbauten wie einen Roboter-Greifarm hat Jeff in den Teilen verbaut. Und jeder Knopf scheint zu funktionieren. Ob Sauerstoffkontrolle, hinter Blenden verbaute Sauerstoffzufuhr, die man im Notfall „reparieren“ kann. Alles ist vorhanden. Da ist es ja schon obligatorisch, dass die Steuerdüsen leuchten, wenn sie per Stick gestartet werden. Wenn ich das jetzt richtig mitbekommen habe kommunizieren die Knöpfe zwischen Orbiter und Mission Control sogar miteinander.

Wie viel Zeit und Know How muss man haben, um so was für seinen Nachwuchs zu bauen? Das hat der bestimmt nur gemacht, damit andere Väter ein schlechtes Gewissen haben. Das einzige, was ich mich frage: Was macht er, wenn der Jungastronaut nicht mehr in die Kapsel passt? Wird dann angebaut?

 

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