3D in der Luft - Holovect (Bild: kickstarter/ © Jaime Ruiz-Avila)
3D in der Luft – Holovect (Bild: kickstarter/ © Jaime Ruiz-Avila)

Ach, es ist doch immer wieder schön, ein Projekt mit so toller Star Wars-Assoziation zu finden. Das Holovect-Display reicht zwar von der Auflösung noch nicht an den Projektor einer R2-Einheit ran, dürfte aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Wobei ja eigentlich schon die Qualität der Leia-Projektion nicht so dolle war. Egal.

Beim Holovect handelt es sich um ein „Display“ das volumetrische Bilder in die Luft zeichnen kann. Es ist also nicht mit einem Hologramm zu verwechseln, welches ja letztendlich ein 3D-Bild auf einem Trägermedium abbildet.

Let there be light, Holovect

Und wie geht das ganze? Gaaanz einfach. „… der Schlüssel zu dem Plan ist der riesige Laser. Er wurde entwickelt von dem berühmten englischen Physiker Dr. Parsons, und folglich nennen wir das Ganze das “Alan Parsons Project”… Äh, schon wieder im falschen Film gelandet.

Ok, aber letztendlich ist dann doch ein Laser dafür verantwortlich. Wenn Licht durch unterschiedliche Medien reist kann es zu Refraktion (Biegung), Reflexion und / oder Diffusion des Lichtes kommen. Die Stärke hängt vom Brechungsindex des entsprechenden Mediums ab. Dies passiert wohl auch schon, wenn sich das Licht durch Luftschichten mit unterschiedlichen Temperaturen oder Luftdrücken bewegt. Die gute, alte Fata Morgana wäre da wohl das praxisnaheste Beispiel für.

Jaime Ruiz-Avila, der Erfinder des Holovect, meint nun, eine Kiste erfunden zu haben, die (wenn ich es richtig verstanden habe), die Luft scheibchenweise so modifizieren kann, dass wenn ein Laserstrahl auf die Schicht trifft, diese dort dann aufleuchtet.

Ich vermute mal, dass das wohl alles in Wahrheit noch ein wenig komplexer sein dürfte. Egal. Der Prototyp sieht schon mal sehr cool aus, auch wenn die Auflösung noch recht rudimentär ist. Aber man sollte am Anfang ja den Ball flach halten.

Ok, Star Trek ist nun nicht ganz die richtige Referenz (Bild: kickstarter/ © Jaime Ruiz-Avila)
Ok, Star Trek ist nun nicht ganz die richtige Referenz (Bild: kickstarter/ © Jaime Ruiz-Avila)

Von Punkt zu Punkt

Da wir es hier mit einem dreidimensionalen Bild zutun haben wird als Ausgabeformat der Bilder der gute, alte Vektor gewählt. Irgendwie kommt mir jetzt mein geliebtes Vectrex in den Sinn. Wenn man das kombinieren könnte… da wäre ich sofort dabei.

Wer ein paar technische Daten wissen will:

  • Touch Capable
  • 6 Milliarden Voxel Auflösung
  • 12cm x 12 cm x 12cm “Draw Box”
  • 8 Liter Zeichen-Volumen
  • 100 Vektoren bei 50 fps.

 

Ein wenig technisches Verständnis wird wohl nötig sein, um der Kiste Bilder zu entlocken. So richtet sich das Projekt wohl eher an die Tüftler und Bastler. Ein Hingucker wird es aber auf jeden Fall.

Mit 800$ plus Nebenkosten für die monochrome Version ist das  Holovect wie zu erwarten kein Schnäppchen, zumal das Risiko bei „absoluten Weltneuheiten“ wie immer als recht hoch einzustufen sein dürfte. Wer RGB und eine höhere Auflösung bei mehr Volumen wünscht muss gleich 1000 $ tiefer in die Tasche greifen.

Aber was ist schon Geld, wenn man dafür helfen kann, dass der Todesstern vernichtet wird.

Tl;dr

Holovect ist der erste „kaufbare“ volumetrische 3D-Vektor-Projektor, der Bild in die Luft projizieren kann.

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