Smart Mug - Becher mit Temperaturnzeige (Bild: Kickstarter/© Smart Mug)
Smart Mug – Becher mit Temperaturnzeige
(Bild: Kickstarter/© Smart Mug)

Aus einem Becher trinkt man heiß. Wie heiß ist meist eine Frage von Trial & Error. Ein kräftiger Zug aus einem Becher mit 85 Grad heißem Tee bleibt nur selten im Mund und dafür etwas länger in Erinnerung.  Ein Thermometer hat man ja eher selten dabei, wenn man einen Kaffeklatsch abhält. Es gibt zwar Becher, die je nach Temperatur die Farbe ändern, sehr genau ist das aber nicht.

Dem entgegen wirken soll jetzt der Smart Mug. Ein Kickstarterprojekt, dass sich vorgenommen hat, eine Temperatur-Anzeige in einem Becher zu integrieren. Die Temperatur wird anhand einer LED-Leuchtleiste mit 6 LEDsvon 50 bis 95 Grad Celsius angezeigt. Zwei aufgedruckte Icons geben eine Empfehlung für die beste Kaffee- und Tee-Trink-Temperatur an. Das hält die Ungeduldigen vielleicht davon ab, sich das Zeug im noch kochenden Zustand denHals runter zu kippen.

Gemessen wird über einen, im Becherboden integrierten Sensor. Die Energie soll sich die Elektronik über die Temperaturunterschiede zwischen Getränk und Becher holen. Praktisch, wenn keine Batterie, kein Akku und kein Kabel mit im Spielt ist. Sonst würde der Becher vermutlich relativ schnell ohne Energierversorgung eingesetzt werden oder im Schrank verschwinden.

Ein weiterer Vorteil Energiegewinns via Temperaturunterschied: Der Becher kommt komplett ohne bewegliche Teile, Stecker oder Klappen aus. Dadurch soll er dann auch spülmaschinenfest sein.  Wer spült schon gerne mit der Hand. Der Becher hat ein Fassungsvermögen von 350ml. Das sollte ein paar Minuten reichen. In die Microwelle sollte man ihn aber auf Grund der enthaltenen Elektronik  nicht stellen.

Der Aufbau des Bechers (Bild: Kickstarter/© Smart Mug)
Der Aufbau des Bechers
(Bild: Kickstarter/© Smart Mug)

Klingt bis jetzt ja alles sehr schön, zumal die schlichte Optik auch durchaus dem Auge gefallen kann. Aber woraus besteht der Becher? Hier kommt leider nur Kunststoff in Frage, da die Elektronik den Brand im Brennofen wohl nicht überstehen würde. Misst ja nur Temperaturen bis 95 Grad. Der Kunststoff soll durch Zusätze möglichst dicht an das Gefühl von Keramik heran kommen. Auch wenn die Hersteller strikt auf BPA-freie Kunststoffe setzen wollen frage ich mich allerdings, ob da gerade bei heißen Getränken nicht doch etwas im Kaffee landet. Aber das muss jeder frei nach der Größe seiner Paranoia selbst entscheiden.

Ich bin auch schon gespannt, ob es denn irgendwann einen Smart Mug 2.0 geben wird, der dann die Menge des getrunkenen Kaffees direkt per Twitter und Facebook in die Welt rausblasen kann. Eine Kaffee- und Teetrink-Community ala Endomondo, Runtastic und Co. wäre doch auch noch ein schönes Kickstarter Projekt.

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