GameCase Gamecontroller für iPad (Bild: © 2013 ClamCase)
GameCase Gamecontroller für iPad
(Bild: © 2013 ClamCase)

Als im Juni 2013 bekannt wurde, dass IOS7 eine offizielle Unterstützung für Gamecontroller erhalten wird war die Begeisterung groß. Fehlte iPad und iPhone doch bis jetzt ein brauchbares und übergreifend kompatibles System, um die Steuerung von Spielen zu gewährleisten. Ein Touchscreen ist ne feine Sache, aber das physikalische Feedback fehlt doch sehr oft, gerade wenn es im Spiel etwas heißer her geht. Das kann wohl jeder nachvollziehen, der im Eifer des Gefechts mit seinen Fingern aus dem für die Steuerung des Spiels aktiven Bereich herausgerutscht ist und deshalb ein Game Over kassiert hat. Natürlich kurz vor Erreichen des ersehnten High Scores.

Daddelautomat ohne Münzeinwurf

Zwar gibt es schon ein paar Lösungen wie das iCade, aber wegen der fehlenden Unterstützung im Betriebssystem sind diese nicht wirklich universell einsetzbar und darauf angewiesen, dass die Apps, die man nutzen will, diese speziellen Controller auch unterstützen.

Mit IOS7 sollte die Konkurrenz für portable Konsolen wie die Vita oder den Gameboy nun noch größer werden.  So war der Stand Mitte 2013. Mittlerweile ist IOS7 veröffentlicht, aber was fehlt? Genau, die Controller. Es ist doch erstaunlich, dass es in der Zeit fast keine Firma geschafft hat, hier zumindest eine Ankündigung auf den Markt zu werfen und somit zumindest aus Suchmaschinensicht schon mal einen Erfolg zu landen. Lediglich zwei haben sich aus der Deckung gewagt.  Sucht man nach „ios 7 game controller“ bekommt man fast ausschließlich Informationen zum GameCase. Die Firma ClamCase, spezialisiert auf Ipad-Zubhör, hat sich unter der Marke GameCase dazu hinreißen lassen, uns mit schick gerenderten Produktbildern zu erfreuen. Logitech hat sich zumindest schon mal getraut, eine Ankündigung anzukündigen. Insgesamt ein erstaunliches Bild. Ein eher Schwaches Bild des Marktes. Selbst auf Kickstarter und Co. lassen sich nur vereinzelt Projekte zu dem Thema finden. Erstaunlich, da hier ja meist Produkte verkauft werden, die noch in der Entwicklung stecken.

Einzelkämpfer

Nichts desto trotz schauen wir uns mangels Masse den Einen, der sich schon vor die Tür gewagt hat, mal an. Wirklich viele Daten sind hier leider auch noch nicht vorhanden also versuchen wir mal etwas zwischen den Zeilen zu lesen.

Zwischen zwei ergonomisch geformten Griffen wird das iPad eingeschoben. Die Griffe beinhalten jeweils einen Analogstick. Links liegt noch ein D-Pad und rechts kommen die üblichen vier Einzelknöpfe plus einen weiteren Knopf zum Einsatz. Auf der Rückseite befinden sich pro Griff  jeweils zwei Schultertasten. Klassiche Knopfverteilung also. Die Renderings und das Einschubprinzip lassen vermuten, dass die Kommunikation mit dem iPad oder dem iPhone per Funk abläuft. Ein Andocken an den Port des Pad ist bei einem Quereinschub nicht möglich. Bluetooth dürfte am wahrscheinlichsten sein. Das lässt vermuten, dass der Controller über einen eigenen Akku mit Strom versorgt werden muss.

Einschubmechnismus und Schulterbuttons (Bild: © 2013 ClamCase)
Einschubmechanismus und Schulterbuttons
(Bild: © 2013 ClamCase)

Die Renderings zeigen den Controller für ein 7“ iPad. Da es hier eine starre Verbindung zwischen den Griffen gibt, in die das iPad eingeschoben wird, kann man davon ausgehen, dass man für jedes Pad/Phone-Format einen eigenen Controller kaufen werden muss. „One size fits all“ wird es wohl nicht geben. Ein Pluspunkt für Stabilität, ein Minuspunkt für den Geldbeutel.

Spannend wird es sein, wie sich gerade das große 10“ iPad halten lassen wird. Die Hände liegen hier recht weit auseinander, so dass es bei längeren Spielsessions durchaus auf die Arme gehen kann. Wie es sich mit aufgelegten Armen spielt muss sich zeigen, wenn die Controller auf den Markt sind. Aber da müssen wir uns wohl noch bis Ende 2013/Anfang 2014 gedulden. Mal sehen, ob es da dann doch noch jemand schafft, vorab etwas auf den Markt zu schmeißen. Das Rennen ist eröffnet.

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