Sportliche Kopfhörer/MP3-Player-Kombination. Das VR2 von FX-SPORT (Bild: kickstarter/© FX-SPORT)
Sportliche Kopfhörer/MP3-Player-Kombination. Das VR2 von FX-SPORT (Bild: kickstarter/© FX-SPORT)

Musik ist Trumpf. Und wo hört der junge Familienvater am besten Musik? Richtig, beim Laufen :-). Stooop! Das hatten wir schon. Aber unter dem Strich hat sich daran seit dem ersten Artikel in diesem Blog nichts geändert. Nur möchte ich heute nicht von meinem Sony NWZ-273W MP3-Player berichten sondern von einem Gerät, dass so ziemlich in die gleiche Bresche schlägt, dabei aber noch ein paar interessante Features oben drauf packt.

Das FX-SPORT VR2 ist wie der Sony NWZ sowohl Kopfhörer als auch MP3-Player. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Kein Kabel, das um den Hals baumelt und kein Zusatzgerät, dass man auch noch mitschleppen muss. Das wird erst recht im Wasser spannend. Beide Geräte sind nämlich mehr oder weniger gut auch zum schwimmen geeignet. Aber der Reihe nach.

Das VR2 ist der Nachfolger des VR1. Es handelt sich also nicht um eine komplette Neuentwicklung sondern mehr um eine Evolution eines bereits existierenden Gerätes. Die MP3-Playersektion des VR2 ist mit 8GB Speicher ausgestattet. Text2Speech ermöglicht die Ansage von Album, Titel und dergl. Ich vermute mal, dass hier der ID3-Tag ausgelesen wird. Die Bedienung des Players erfolgt über recht große Tasten. Alle Tasten sitzen auf der rechten Ohrmuschel. Das Design ist zwar ausladender als beim Sony, hat dadurch aber ein paar Vorteile. Die Tasten sind größer und somit vermutlich besser zu bedienen. Außerdem vermute ich, dass die Tasten einen besser definierten Druckpunkt haben werden als beim Sony. Das wird mit der Art und Weise zutun haben, wie beide Geräte vor Wasser geschützt sind. Dazu aber gleich mehr.

Die Positionierung aller Tasten auf einer Seite macht die Bedienung intuitiver. Ich kämpfe beim Sony gelegentlich immer noch damit, dass ich zum falschen Ohr greife um die Lautstärke zu regeln und das obwohl ich das Teil schon fast ein Jahr im Einsatz habe.

Kein In-Ear sonder aufliegende Muscheln (Bild: kickstarter/© FX-SPORT)
Kein In-Ear sonder aufliegende Muscheln (Bild: kickstarter/© FX-SPORT)

Die Kopfhörertechnik der beiden Player unterscheidet sich grundlegend. Kommt beim Sony ein In-Ear-System zum Einsatz liegt der VR2 auf dem Ohr auf. Man bekommt also mehr von der Umgebung mit. Was man nun lieber mag ist allerdings wohl Geschmackssache. Sicherer dürfte aber der VR2 sein. Beim Sony kann es doch durchaus mal vorkommen, dass man bei hoher Lautstärke von der Umwelt nichts mehr mitbekommt.

Wirklich Spannend wird der VR2 aber erst durch die Workout-Funktion. Man kann ihn nämlich mit Trainingsplänen füttern, die dann während des Laufs abgespielt werden. Intervalltraining wird damit zum Kinderspiel. Laufende Musik wird während der Ansagen entsprechend aus- und dann wieder eingefadet. Auch sehr komplexe Trainings können mit der dazugehörigen Software zusammen gebaut werden. Wer lieber auf bestehende Pläne zurückgreifen möchte kann sich im recht umfangreichen Workout-Strore von FX-Sports bedienen. Man sollte sich allerdings nicht dran stören, dass die Sprachausgabe auf Englisch erfolgen wird.

Wie oben schon erwähnt ist der VR2 auch zum schwimmen geeignet. Hierfür ist im Gegensatz zum Sony jedoch noch eine extra Silikon-Hülle notwendig, da der eigentliche Player nur Spritzwasser-geschützt ist. Durch die Hülle soll allerdings der Klang im Wasser besser werden, da die Luft mit einschließt, die die Übertragung des Schalls unterstützen soll. Das ganze Konstrukt wird dann unter die Badekappe geklemmt.

Ein weiterer Vorteil daran, dass das eigentliche System nicht komplett wasserdicht ist dürfte sein, dass die Konstruktion der Lautsprecher einfacher wird.

Silikon-Verhüterli - hier mussman das VR2 reinstecken, damit es schwimmtauglich wird. (Bild: kickstarter/© FX-SPORT)
Silikon-Verhüterli – hier mussman das VR2 reinstecken, damit es schwimmtauglich wird. (Bild: kickstarter/© FX-SPORT)

Wenn das alles so klappt wäre es eine feine Sache. Die Audioqualität des Sony-Players ist unter Wasser nämlich nur bestenfalls als mäßig zu bezeichnen. Ein bisschen Wasser dringt nämlich auch bei guter Passform dort immer ein mit dem Ergebnis, dass man die Lautstärke bis zum Anschlag aufdrehen muss, um noch etwas zu hören. Auch neigen die In-Ears dazu herauszurutschen. Eine Fixierung der selbigen mit dem Schwimmbrillengummi drückt sie meist zu stark ins Ohr. Unbequem. Insofern könnte die VR2-Methode einen Blick wert sein, auch wenn das Eintüten in die Silikon-Hülle etwas umständlich aussieht.

Der Preis geht bei 99 $ plus 20 $ Versandkosten los. Da Europäer aus UK beliefert werden braucht man wohl nicht noch weitere Kosten wie Zoll & Co. Zu fürchten. Man ist bei aktuellem Kurs als mit gut 80 Euro dabei. Das kann man sich mal gönnen.

Die Auslieferung ist ab September 2014 geplant. Das ist recht knapp bemessen. Da es sich beim VR2 jedoch lediglich um eine Weiterentwicklung des VR1 handelt, bei der technische Details wie Batterie-Verbrauch, Knopf-Feintuning und Softwarekorrekturen geändert wurden würde ich jetzt nicht ausschließen, das das machbar ist. Insofern kauft man nur die halbe Katze im Sack.

Schade ist eigentlich nur, dass der Kopfhörer keine Bluetooth-Funktion hat. Gekoppelt mit einem Smartphone, oder noch besser meiner Omate wäre es doch sehr cool, wenn zu den reinen zeitbasierten Ansagen auch noch entfernungsabhängige Ansagen sowie Tempo-Informationen übermittelt werden könnten. Wobei, dann kann ich auch gleich einfach nur einen Bluetooth-Kopfhörer an die Omate koppeln. Die ganzen Sportapps beherrschen ja auch Sprachausgabe.

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