FitTrip Roadmovie App (Bild: Kickstarter/© Gusto Technologies, Inc)
FitTrip Roadmovie App
(Bild: Kickstarter/© Gusto Technologies, Inc)

Wohnstubenradler wie ich nutzen gerne den Rechner, um sich etwas Draußen nach drinnen zu holen. Für diverse Trainingsgeräte gibt es ja mittlerweile schon die Voraussetzungen, um diese an einen Rechner anzuschließen. Aber ob Tacx, Wahoo, Daum, Kettler… eigentlich kämpft man doch immer damit, dass eine Menge Technik angeschlossen und positioniert, sowie Software installiert werden will. Wechselt man das Gerät, geht es meist von vorne los. Zwar gibt es mit Programmen wie Netahlon oder dem MTB-Simulator auch schon plattformübergreifende Programme, trotzdem ist man außen vor, wenn man einen Trainer eines nicht unterstützen Herstellers besitzt oder  im Fitnesszenter ein Gerät nutzen will. Man hat dann die Wahl, entweder das Gerät zu wechseln (nicht billig) oder auf Videos zurückzugreifen, die dann aber nicht gemäß der Trainingsintensivität  das Abspieltempo steuern. Da kann man dann auch gleich sich die Etappen der letzten Tour de France selber aufzeichnen.

Hand aufs Herz

Bei Kickstarter ist jetzt gerade ein Projekt erfolgreich durchgelaufen, das einen anderen Ansatz der Tempoermittlung fährt. Greifen die bestehenden Programme auf die Steigungsprofile der Strecken zurück um die Watt-Zahl der Geräte einzustellen, steuert sich  FitTrip von Gusto Technologies über die Herzfrequenz des Nutzers. Man geht einfach davon aus, dass je mehr sich der Sportler anstrengt, umso schneller er sich im Video bewegt. Das macht die notwendige Hardware natürlich sehr simpel. Man benötigt lediglich ein iPad und einen kompatiblem Pulsgurt. Eine Verbindung um Trainingsgerät ist nicht notwendig. Was daraus jedoch resultiert ist, dass FitTrip nicht in den Wiederstand des Trainer eingreift. Es sagt über die Herzfrequenz  die Trittfrequenz voraus. Will man mehr Wiederstand haben muss man den selber am Trainer entsprechend einstellen. Wenn man sich das beim Training etwa wie eine Gangschaltung vorstellt dürfte das aber vielleicht gar nicht so schwer ins Gewicht fallen. Ich selber nutze gerne die Gangautomatik wenn ich meine Runde via Ergo mit meinem Daum Ergometer mache. Das ist ja letztendlich auch nichts anderes.

 

Kaffeesatzlesen

Damit das Ganze funktioniert muss zuerst FitTrip kalibriet werden.  Zwar ist das nicht zwingend notwendig, steigert die Genauigkeit. Richtig kalibriert sollen die Videos mit einer Abweichung von 1 bis 2 mph abgespielt werden, abhängig von der Sportart. Laufen soll wohl etwas präziser berechnet werden können. Könnte an den unterschiedlichen Geschwindigkeiten liegen. Mit dem Rad ist man js meist etwas flotter unterwegs.

Großes Kino

Kommen wir zum Content. Das beste Videosystem taugt nicht, wenn die Inhalte fehlen. Momentan bietet Gusto 12 Videos für verschiedenen Sportarten an. Von laufen über Radfahren bis hin zum Standup-padling ist so einiges dabei. Sollen natürlich mehr hinzu kommen. Die Aufnahmen scheinen mit einem hohen Aufwand gedreht worden zu sein. Da wurde nicht einfach nur eine GoPro an den Helm geklebt. Das Kamera-Rig für die Fahrradaufnahmen sieht echt beeindruckend aus. SteadyCam lässt grüßen. Das wäre auch mal was für eine Kickstarter-Kampagne.

Will man die Videos übrigens in groß sehen sollte man auch noch ein HDMI-Adapter oder Apple TV sein eigen nennen. Damit ist das kein Problem. Richtig cool wäre es, wenn die noch eine Side-by-Side-Ansicht mit einbauen würden. Dann könnte man sich mit einer Dive das ganze direkt vor die Augen setzen.

Wie nicht anders zu erwarten ist der Spaß nicht umsonst. Pro Monat muss man $ 5,99 berappen. Bindet man sich ein Jahr spart man etwas und muss nur $ 59.99 zahlen.

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