Sieht zumiendest ganz chic aus und baut nicht zu sehr auf. Der Ezio Powerband-Zusatzakku (Bild: kickstarter/© Ka Wai Wayne Leung)
Sieht zumiendest ganz chic aus und baut nicht zu sehr auf. Der Ezio Powerband-Zusatzakku (Bild: kickstarter/© Ka Wai Wayne Leung)

Wenn eine Smartwatch keine Probleme mit der Laufzeit hat, dann dürfte es die Pebble Time und erst recht die Pebble Time Steel sein. Mit 7 bis 10 Tagen Laufzeit sehen die Zeiteisen die Ladestation so selten, dass sich die Anschaffung zum Beispiel eines Pebble Timedocks nicht wirklich lohnt. Dieses steht nämlich in meinem Fall 8 Tage die Woche rum um dann zwei bis drei Stunden die Uhr tragen zu dürfen. So toll es auch verarbeitet ist, wirklich brauchen tut man es nicht.

Wem die an sich schon recht üppig dimensionierte Laufzeit einer Pebble nun nicht ausreicht kann mal einen Blick auf das EZIO PowerBand werfen. Auch wenn man bei dem Namen auf den Gedanken kommen könnte, dass es sich hier um irgendeine Fitnessgeschichte handelt, ist das EZIO eigentlich nur ein biegbarer Akku in Form eines Uhrenarmbands. Über die Smartstrap-Schnittstelle der Pebble Time kann der Akku dann die Uhr mit zusätzlicher Energie versorgen.

Der im EZIO PowerBand verbaute Lithium-Keramik Akku mit 125 mAH soll der Pebble Time etwa 3 Tage mehr Laufzeit bescheren. Hierbei ist die verwendete Akku-Technologie zum einen wohl eine sehr sichere (keine explosiven Überraschungen) und soll zum anderen trotzdem das Armband weitestgehend flexibel halten.

Da das EZIO PowerBand am Smartstrap-Port der Pebble hängt muss ein gesondertes Ladegerät verwendet werden. Das normale Ladegerät und somit alle Lade-Ständer dürften also bei angehängtem PowerBand nicht mehr funktionieren. Wer sich schon zum Beispiel oben genanntes Timedock gekauft hat könnte sich dann ärgern.

Die Ladelösung des Pagare-Armbandes, bei dem ein normaler USB-Port im Armband integriert ist, finde ich da erheblich cleverer. So ist man zumindest nicht mehr auf eine Dockingstation angewiesen.

Mit knapp unter 50 $ (63 CAD) ist das Armband nun auch nicht wirklich ein Schnäppchen, da ja auch noch Nebenkosten und Shipping hinzuaddiert werden müssen.

Was mich bei der ganzen Aktion ein wenig wundert ist der Umstand, dass nicht an die Pebble Time Round gedacht wurde. Diese hätte mit ihren 1,5 bis 2 Tagen Laufzeit ein bisschen Extra-Akku viel mehr nötig als die eckigen Time-Vertreter. Zur Round sagt der Entwickler jedoch nur, dass man sich um diese kümmern würde, wenn die EZIO PowerBand-Kampagne ein Erfolg werden würde.

Bei den meisten aktuellen Smartwatches wären 3 Tage mehr Akku eine Sensation. Pebble Time und Pebble Time Steel-Nutzer werden den Unterschied im Alltag jedoch vermutlich kaum merken. (Bild: kickstarter/© Ka Wai Wayne Leung)
Bei den meisten aktuellen Smartwatches wären 3 Tage mehr Akku eine Sensation. Pebble Time und Pebble Time Steel-Nutzer werden den Unterschied im Alltag jedoch vermutlich kaum merken. (Bild: kickstarter/© Ka Wai Wayne Leung)

Auch wenn mit Eric Migicovsky, dem Gründer von Pebble wohl der prominentest mögliche Fürsprecher für die Kampagne gefunden wurde, wage ich doch ein wenig an den Erfolg zu zweifeln. Der Bedarf ist einfach nicht vorhanden. Bei 8 Tagen noch 3 Tage oben drauf macht für den Nutzer keinen deutlich spürbaren Unterschied aus. Statt 2 nur alle 5 Tage wäre da schon ein anderer Schnack.

Trotzdem wünsche ich Ka Wai Wayne Leung, dem Initiator des EZIO PowerBands alle Daumen. Kann er glaube ich gebrauchen.

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