Stadtrad in schön - das Cylo Urban Bicyle (Bild: © Cylo)
Stadtrad in schön – das Cylo Urban Bicyle (Bild: © Cylo)

Seite den Canyon Urban Concept habe ich schon lange kein schönes City-Rad-Konzept mehr gesehen. Gut, dass sich da mal wieder jemand aus der Comfort-Zone herauswagt und ein cleveres Konzept auf dem Markt wirft. Das Urban Bicycle von Cylo schafft es mit ein paar guten Ideen und dem Anspruch, ein möglichst leichtes Rad auf die Straße zu bringen, zu punkten.

Beleuchtung im Rahmen. Endlich mal ein Bremslicht am Rad (Bild: © Cylo)
Beleuchtung im Rahmen. Endlich mal ein Bremslicht am Rad (Bild: © Cylo)

Ähnlich wie beim Urban Conzept integriert das Cylo die Beleuchtung in den Rahmen des Rades. Gespeist wird die Beleuchtung per Nabendynamo. Mit 205 Lumen verbaut man nicht gerade Funzeln. Sehr schön ist auch die Idee, dem Rücklicht ein Bremslicht zu spendieren. Realisiert wird dies mit Bewegungssensoren. Erstaunlich, dass da noch keiner drauf gekommen ist.

Der Antrieb verzichtet auf die alt bekannte Kette. Es wird mit einem wartungsfreien Zahnriemen gearbeitet. Ölige Finger sind damit Geschichte.

Drei drei Versionen des Rades werden angeboten. Ein Singlespeed, eine 3-Gang und ein 11-Gang-Rad. Auch wenn es einen happigen Aufpreis kostet würde ich aber wohl die 11er-Variante bevorzugen. Selbst im norddeutschen Flachland gibt es immer wieder Gelegenheiten, bei denen drei Gänge nicht ausreichen.

205 Lumen sollten reichen. (Bild: © Cylo)
205 Lumen sollten reichen. (Bild: © Cylo)

Dass ein niedriges Gewicht den Leuten von Cylo wichtig ist sieht man unter anderem daran, dass auf in der Stadt unnötige Federung und einen Gepäckträger verzichtet wurde. Gepäckträger fristen ja recht oft ihr ungenutztes Dasein am Hinterrad. Könnte auf meinen auch gut und gerne verzichten, zumal man immer die Angst hat, dass die Ladung auf dem Gepäckträger beim nächsten Ampelstopp ein paar hundert Meter weiter hinten auf der Straße liegt.

Wer gar nicht ohne Transportablage kann muss sich noch etwas gedulden. Ein Träger für vorne ist in Entwicklung. Was der aushält und wie er aussieht ist jedoch noch unbekannt. Wie so was aussehen kann ist gut dem Urban Concept zu entnehmen. Wer weiß, in wie weit die Entwickler sich hier ein paar Inspirationen geholt haben?

Im Gegensatz zum Concept dürfte die Rahmenform des Cylo jedoch etwas Praxistauglicher sein, auch wenn sie dadurch nicht ganz so sportlich daher kommt. Man kann sie ein bisschen als Mischung aus Damen- und Herrenrad bezeichnen. Ich finde allerdings, dass sie so gelungen ist, dass sich selbst der maskuline Mann auf dem Rad nicht schämen muss. Man darf ja auch die Vorteile eines tiefen Einstieges nicht vergessen. Man kommt besser drauf und wenn man mal ungewollt absteigen muss ist die Gefahr unsanft auf dem Oberrohr aufzuschlagen erheblich geringer. Der geplante Nachwuchs wird es einem danken.

Wie die Schutzbleche wohl halten? (Bild: © Cylo)
Wie die Schutzbleche wohl halten? (Bild: © Cylo)

Ein bisschen frage ich mich bei den Bildern, wie die Schutzbleche halten sollen. Ich würde mich nicht wundern, wenn im finalen Rad da noch die eine oder andere Halterungsstrebe ihren Weg ans Produkt finden wird. Ansonsten wird das eine schwingende Angelegenheit.

Und zum Schluss wie üblich noch mal die Nachteile. Der Spaß ist nicht billig. Im günstigsten Fall wird man 1850 $ los, hat dafür aber dann nur ein Singlespeed. Die 3er-Version schlägt mit 2150 $ zu Buche. Will man 11 Gänge haben muss man tief in die Tasche greifen. 3150 $ stehen dann auf dem Bon. Grämen muss man sich darüber hierzulande allerdings nicht. Die erste Charge wird nämlich nur innerhalb der USA verkauft. Mal wieder viel Geld gespart.

You might also enjoy: