Showing: 1 - 10 of 139 RESULTS
Timebirds-Portable-Workout-Timer

Against the slightly different timing problem – Timebirds workout timer

No, today it is not about playing 64ths with the precision of an atomic clock. It’s more about time handling during your performances, where Timebirds, the Workout Timer might be helpful.

If you and your band like to perform at band battles, festivals or as support act in front of an audience, you will know the problem. You have a certain guideline how long you can play. And depending on how professional the organizer is in his program, it can happen that you get turned off in the middle of a song. Not a nice ending for a gig. ... weiter lesen

Fly like a fish – manta5 Hydrofoiler XE-1 Wasserfahrrad

Endlich über das Wasser fliegen… per Pedalkraft mit dem Hydrofoiler XE-1 (Bild: © manta5)

Endlich kann man seine Vorliebe für Rad- und Wassersport kombinieren. Das manta5 Hydrofoiler XE-1 Wasser-E-Bike macht es möglich. E-Bike im Wasser? Gibt’s nicht… noch nicht.

Was manta5  sich da ausgedacht hat haut einen echt um. Wer sich die Videos anschaut und keine Lust bekommt, gleich aufzusteigen, muss schon ein sehr großer Bewegungs-Nihilist sein. Das sieht so mitreißend aus, dass man am liebsten gleich auf das Hydrofoiler XE-1 Wasserfahrrad draufspringen möchte. Ganz egal, welche Wassertemperatur gerade herrscht.

Gerade als Hamburger ist man ja doch sehr Wasser-affin. Egal ob als Regen von oben (bzw. je nach Wind von der Seite), als Fleet und Kanal von unten oder Alsterwasser im Glas: ohne Wasser geht es hier nun mal nicht. Und wenn man mal die Stadt mit den meisten Brücken in Europa maritim erkunden will wäre der Hydrofoiler XE-1 das perfekte Werkzeug.

Hydrofoiler XE-1, das Tragflügel-Rad

Doch wie bekommt man nun ein E-Bike ins Wasser und sogar so flott, dass man damit alle Kanus und Kajaks versägen kann? Ganz einfach (naja, sowas in der Art). Das von Tragflächenbooten bekannte Prizip der Hydrofoils wird hier mit der Technik aus E-Bikes verknüpft.

Per Pedes und 400 Watt-E-Motor wird eine Schraube angetrieben, die dem Hydrofoiler XE-1 genügend Geschwindigkeit verleiht, damit die drei Tragflügel das Bike aus dem Wasser heben. Wenn man bedenkt, dass ein straßenzugelassenes Ped-Elec (ohne Versicherungskennzeichen) maximal 250 Watt Unterstützung anbieten darf, kann schon erahnen, was da an Power hinter steckt.

Interessanter Weise haben mir die Leute von manta5 übrigens versichert, dass man den Hydrofoiler XE-1 auch ohne elektrische Unterstützung über Wasser halten können soll. Eine gewisse Fitness ist da natürlich zwingend nötig. Dieser Umstand könnte sogar dazu führen, dass man die Teile sogar möglicher Weise legal auf den Hamburger Gewässern einsetzen könnte. Motor betriebene Wasserfahrzeuge (auch Elektromotoren) sind hier nämlich leider genehmigungspflichtig.

Sieht auch ausserhalb des Wassers schnittig aus. (Bild: © manta5)

Wet, wet wet

Damit man die clevere Konstruktion auch zum Wasser bringen kann, wenn man es nicht gerade vor der Haustür hat, kann man den Hydrofoiler XE-1 zerlegen. Mit fertig montierten Hydrofoils wäre sonst vermutlich eher ein Pickup notwendig. Etwas größer als ein Smart sollte das entsprechende Transportmittel aber schon sein.

Spannend dürfte sein, in wie weit man das Fahren mit dem Wasser-E-Bike erst noch erlernen muss. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man erst mal in Fahrt ist, der Ritt nicht so komplex sein dürfte. Die eine oder andere Notwasserung beim Aufstieg sollte man am Anfang jedoch schon einkalkulieren. Es dürfte nicht von ungefähr kommen, dass in den Bildern und Videos die Jungs Neoprenanzüge anhaben. Mit dem Ballkleid wird das wohl nichts.

(Bild: © manta5)

Abwarten und Tee trinken

In Anbetracht der Tatsache, dass der  Hydrofoiler XE-1 ausreichen in Action gezeigt wird und sogar schon einen Gold-Award bei den  2017 Best Design Awards bekommen hat scheinen die Macher von manta5 hier schon recht weit in der Entwicklung zu sein.

Preis und Lieferdatum stehen aber leider noch nicht fest. Das wird erst am 10. November Kund getan. Ein wenig müssen wir uns also noch gedulden. Auf Grund der Carbon-Konstruktion und den verwandten Komponenten würde ich aber nicht mit einem Schnäppchen rechnen.

Da der Hydrofoiler XE-1  in Neuseeland entwickelt wurde stellt sich natürlich auch die Frage, ob auch ein Shipping nach Europa angeboten wird. Wer aber Interesse hat kann sich schon mal in die obligatorische Mailing-Liste eintragen.

Everysight Raptor AR Smartglasses – mit alles und scharf, bitte!

Projektion direkt auf das Brillenglas – Everysight Raptor AR Smartglasses (Bild: © 2017 Everysight LTD)

Kaum nörgelt man, dass das Thema Smartglasses irgendwie tot ist, schon wagt sich nach der Zwim mit den Everysight Raptor AR Smartglasses ein weiterer, neuer Kandidat ans Tageslicht.

Wie nicht anders zu erwarten stehen auch bei den Everysight Raptor AR Smartglasses mal wieder die Sportler im Fokus und genau wie bei Recon Jet & Co. dürfen sich die Rennrad-Fahrer mal wieder darüber freuen, bedacht zu werden.

Da lohnt sich doch schon mal ein etwas genauerer Blick, auch wenn man noch keine Bestellung oder Unterstützung bei einer Crowdfundingkampagne tätigen kann. Immerhin kann man sich schon in die obligatorische Mailing-Liste eintragen, damit man dann zum geplanten Start am 15.11.17 gleich mit an Bord sein kann.

Bevor wir uns aber genauer mit den Bestell-Modalitäten befassen werfen wir erst mal einen Blick auf die technischen Details

 Everysight Raptor AR Smartglasses im Detail

Der größte Unterschied zu den bereits am Markt erhältlichen Sport-Smart Glasses dürfte die Methode der Datenprojektion sein. Während die bereits bekannten Kandidaten die Informationen über ein kleines, seitlich sitzendes Prisma auf ein Auge einspiegelt, sitzt bei den Everysight Raptor AR Smartglasses der Projektor im oberen Rand der Brille. Von dort wird das Bild mit einer WVGA+-Auflösung auf das leicht schräg gestellte Brillenglas geworfen.

Ich hasse übrigens diese blöden Abkürzungen für Auflösungen. Da kann höchsten 1% der Menschheit etwas mit anfangen. WVGA ist irgendwas zwischen 768×480 und 854×480 Pixel. Genauer lässt sich das leider so auf die Schnelle nicht bestimmen.

Aber davon mal abgesehen hat diese Art der Projektion den Vorteil, dass via Smartphone-App die Position des abgebildeten Displays auf dem Glas noch nachjustieren kann. Das ist bei den Prismen-Varianten nicht so einfach. In wie weit jetzt beide Augen ihr eigenes Display abgebildet bekommen oder wieder nur ein Auge bedacht wird habe ich der Projektbeschreibung leider nicht entnehmen können.

Durch die Projektion auf das Brillenglas muss dieses recht schräg stehen. Wie das am Mann von der Seite wohl aussehen wird? (Bild: © 2017 Everysight LTD)

Hans Dampf in allen Gassen

Mit einem Qualcomm® Snapdragon™ 410E (1.2GHz Quad-Core ARM Cortex-A53) schwingen sich die Everysight Raptor AR Smartglasses in die höheren Sphären der Featuritis auf.

Neben eingebauten Lautsprechern zum Musik hören (ob das besser als Knochenschall-Übertragung ist kann ich jetzt auch nicht beurteilen) besitzen die Everysight Raptor AR Smartglasses auch noch eine 13,2 MP Kamera, Beschleunigungssensoren, Barometer, Kompass, GPS, Glonass, ANT+ Bluetooth , Wifi, Touchpad usw. usf.

Mit 2GB SD-Ram und 16/32 GB internen Speicherplatz wird der eingebauten Kamera Rechnung getragen.

Bei knappen 100 g sind die Everysight Raptor AR Smartglasses kein Leichtgewicht. Leichter dürfte sie bei versprochenen maximalen 8 Stunden Laufzeit wohl auch kaum zu realisieren sein. In der Realität würde ich mit eher weniger Durchhaltevermögen rechnen.

Selbst Navigation soll sie beherrschen. Android und GPS sei Dank (Bild: © 2017 Everysight LTD)

Alter Hut

Die Daten klingen unter dem Strich eher nach einem Smartphone. So wundert es auch nicht, dass die Geschichte mit Android läuft. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist, dass man hier mit  Android 5.1.1 Lollipop ein deutlich veraltetes System einsetzen möchte. Da schrillen bei mir etwas die Alarmglocken, da bei solch alten System es mit der Versorgung bezüglich Sicherheitsupdates doch sehr mau aussieht.

Ich vermute mal, dass Eyerysight hier irgendwelche Standard-Geschichten in China einkauft und dann lediglich customized. Mit solchen Geschichten habe ich bei ein, zwei Gerätschaften schon eher schlechte Erfahrung gemacht. Hoffen wir mal, dass Eyerysight das besser im Griff hat oder vielleicht zum Start das System doch noch etwas aktueller gestaltet.

Wen das nicht schreckt kann sich, wie oben schon erwähnt, in eine Mailingliste eintragen. So ich es richtig verstanden habe wird die SmartGlass nämlich über ein Einladungs-System vertrieben. Frei nach dem Motto, wer oben in der Liste steht darf zuerst zuschlagen.

So ganz Glücklich bin ich mit solchen Systemen nicht. Wer fleißig für das Produkt wirbt wandert weiter nach oben in der List. Ich würde da nur dran teilnehmen, wenn die auch gleich das Produkt versenden. Crowdfunding an sich ist ja schon riskant. Wenn man das jedoch ohne Plattform á la Kickstarter macht wird das ganze zum intransparentem Glücksspiel. Da muss man sich dann schon fragen, ob man statt 500$ (16GB Vorbesteller)/550$ (32GB Vorbesteller) nicht doch lieber die später geltenden Preise von 650$ / 700$ investieren möchte und abwartet, ob das Produkt denn auch die Kunden erreicht.

Naja, warten wir den 15.11.17 ab, was uns dann final geboten wird.

Macht zumindest von vorne eiVon der Seite gibt es leider keine Bilder. (Bild: © 2017 Everysight LTD)

An der nächsten Alge bitte links – Zwim, die smarte Schwimmbrille

Schwimmbrille mit Head-Up-Display – Zwim (Bild: kickstarter/ © Fisically Inc.)

Mit der Zwim gibt es endlich mal wieder ein Vertreter der Kategorie Smart Glasses über den ich berichten kann. Seit Google die Google Glas abgeschossen hat ist es um das Thema ja recht still geworden.

Immerhin gibt es aktuell ein paar Vertreter im Bereich Sport, die einen mit den nötigen Werten direkt ins Auge versorgen. Die Auswahl ist zwar nicht ganz so üppig, aber kann zumindest gekauft werden. Sowohl Recon Jet als auch die Varia Vision von Garmin zeigen, dass der Einsatz von Smart Glasses durchaus spannend sein kann.

Beide Systeme fokussieren sich jedoch primär auf die Radfahrer unter uns. Ok, Läufer können die auch nutzen. Radfahren, laufen… fehlt irgendwie noch schwimmen. Und da… tatatataaaaa… kommt die Zwim ins Spiel.

Abgetaucht mit der Zwim

Die Zwim soll die erste richtige Smart Goggle sein. Zwar gab es schon vorher ein paar Schwimmbrillen, die dem Freund des nassen Sportes Informationen einblenden wollten. Nur haben diese jedoch immer nur mit einfachen LEDs gearbeitet. Ein wirkliches Display wurde bis jetzt noch nicht verbaut.

Die Zwim arbeitet mit einem 16×9 WQVGA-Display (müssten 432 × 240 Pixeln entsprechen), welches über ein Prisma, wie bei den meisten Smart Glasses üblich, in den Sichtbereich gespiegelt wird.

Der Lithium-Ionen-Akku sollt hierbei für 4 Stunden Saft liefern. Wer den im Schwimmbecken leer bekommen möchte braucht also schon etwas Ausdauer.

Die Wasserdichtigkeit wird mit ATM3 also 30 Meter angegeben. Hier darf man jedoch nicht vergessen, dass das nicht gleich bedeutet, dass man mit der Zwim 30 Meter tief tauchen sollte. Man will sich ja im Wasser bewegen, was den Druck natürlich erhöht und die 30 Meter schnell zusammenschrumpfen lassen. Für den normalen Schwimmer sollte es aber reichen.

Zeigt eine Menge Daten an, kann aber leider kein GPS (Bild: kickstarter/ © Fisically Inc.)

Am Puls der Zeit

Das zweit, große Feature neben dem Display ist der eingebaute Pulssensor. Die meisten Systeme arbeiten unter Wasser ja eher suboptimal. Dadurch, dass ein optischer Sensor direkt an der Brille angebracht ist und durch das Kopf-Gummi fest an die Schläfe gedrückt wird soll die Abnahme deutlich besser funktionieren als bei der Konkurrenz. Kann ich jetzt aber wirklich nicht beurteilen.

Durch eingebaute Bewegungssensoren kann die Zwim sehr genau feststellen, wenn der Schwimmer im Becken eine Wende hinlegt. Das lästige Bahnen-Zählen sollte sich somit erübrigen.

Die Zwim kann diverse verschiedene Anzeigen aus den Bereiche Zeitnahme, Herzfrequenz, Entfernung und dergl. anzeigen. Und das Ganze, ohne sich ein Smartphone unter die Badekappe stecken zu müssen. Natürlich kann nach dem Work Out der komplette Datensatz zum Smartphone übertragen werden.

Der Vorteil gegenüber Sportuhren ist klar. Will man im Wasser eine Uhr ablesen muss man quasi anhalten. Mit der Zwim wird man dauernd auf dem Laufenden gehalten.

Was sie leider jedoch nicht beherrscht ist der Empfang von GPS-Signalen. Damit ist der Einsatzzweck der Zwim leider stark auf die Verwendung in Schwimmhallen festgelegt. Freiwasserschwimmer müssen sich mit den Herzfrequenzgeschichten begnügen. Schade eigentlich. Aber auch ohne GPS ist das Unterfangen, Zwim auf den Markt zu bringen nicht trivial.

Genauer Puls dank eingebautem Sensor (Bild: kickstarter/ © Fisically Inc.)

Geht Zwim baden?

Bei 279 € für den Super Early Bird ist Zwim sicherlich nichts für den Gelegenheitsschwimmer. Die üblichen Nebenkosten kommen ja noch oben drauf. In wie weit das Lieferdatum Mai 2018 realistisch ist kann ich, wie nicht anders zu erwarten, nicht wirklich verlässlich beantworten. Ich wäre jedoch eher skeptisch. Das Problem bei Zwim ist, dass die meisten Smart Glasses, die in den letzten Jahren an den Markt gegangen sind, mit sehr viel Verzug zu kämpfen hatten. Es handelt sich also um ein technisch recht komplexes Produkt.

Erschwerend hinzu kommt, dass das Ganze auch noch so wasserdicht sein muss, dass die Smart Glasses den Beanspruchungen des Schwimmens im Wasser (wo auch sonst) standhalten muss. Da haben die Entwickler sich echt was vorgenommen. Geht da etwas schief ist die Brille schnell Elektroschrott.

So gesehen würde ich erst mal abwarten, wie sich das Projekt weiterentwickelt. Vielleicht hat Ray Maker von DC Rainmaker ja vor Ende der Kampagne noch ein paar weitere Informationen. Wenn jemand hier eine gute Beurteilung abgeben kann, dann er.

Quickguard – das etwas andere Rennrad-Schutzblech

Sieht auch am Rennrad cool aus – Quickguard Schutzbleche (Bild: kickstarter/ © Chris Howard)

Schutzbleche an Rennrädern sind ja selten eine Augenweide. Mit Quickguard, dem Schutzblech zum Nachrüsten, soll sich das jetzt ändern.

Es gibt ja nicht wenige Räder, die von Werk her ohne Schutzbleche auskommen müssen. Da wären nicht nur die oben schon erwähnten Rennräder sondern auch Fixis, Fitness-Bikes, MTBs und was weiß ich nicht zu nennen. Immer dann, wenn es auf Gewicht und Sportlichkeit geht ist das erste, was die Hersteller weglassen, das Schutzblech.

Für denjenigen, der nicht gerade in Kalifornien wohnt (ein Hoch auf das Hamburger Wetter) und das Rad auch mal nicht als reinen Sportgerät sondern als Transportmittel einsetzen will, ist das ein Problem. Wer will schon selbst bei leichtem Regen mit einem Streifen Matsch auf dem Rücken am Supermarkt/Arbeitsplatz/Date/Vorstellungsgespräch ankommen.

Angesteckt

Bis jetzt gab es eigentlich nur halbherzige Lösungen. Man kann natürlich normale Schutzbleche montieren. Das geht jedoch nur, wenn entsprechende Anlötsockel vorhanden sind. Ja, ja, es gibt natürlich auch welche, die mit Klemmen arbeiten. Nur haben beide gemein, dass die Optik des Rades danach doch stark leidet.

Alternativ kann man auch zu Steck-Schutzblechen greifen. Nur sehen die sowohl schei suboptimal aus und bieten dabei oft noch weniger Schutz als die fest montierten Lösungen. Außerdem besteht bei Steckblechen die Chance, dass man ob des schönen Wetters am Morgen diese zuhause lässt und Nachmittags dann durch den Regen darf.

Quickguard orientiert sich eher an den fest montierten Blechen. Neu ist allerdings die Konstruktion.

Dank einarmiger Konstruktion schnell zu montieren. (Bild: kickstarter/ © Chris Howard)

Quickguard macht’s anders

Statt auf Anlötsockel oder Klemmen zu setzen ersetzt Quickguard einfach die Mutter der Schnellspanner-Achse. Sehr clever und ich frage mich, warum da noch keiner vorher auf die Idee gekommen ist. Gerade bei Carbon-Rahmen hat man ja das Problem, dass es weder Anlötsockel gibt noch die Rohre für die Aufnahmen von Schellen und Klemmen taugen.

Man schraubt einfach die alte Mutter der Achse ab und Quickguard dran. Jetzt muss nur noch die Position justiert und fixiert werden. Der Abstand zwischen Reifen-Mitte und Ausfallende des Rahmens kann mittels Distanzstücken justiert werden.

Die Konstruktion bedingt natürlich, dass es sich hier um ein einarmiges System handelt. Cannondales Lefty sei gegrüßt. Das sorgt natürlich für eine sehr coole und spaßige Optik, die gerade der etwas radikaleren Timetrial- oder Triathlon-Schüssel á la Cervelo sehr gelegen kommt.

Einziger Nachteil aktuell ist, dass es den Quickguard nur für 700c Bereifung gibt. 29er MTB und MTBs mit dicken Profilen bleiben also außen vor. Ich kann mir aber vorstellen, dass bei erfolgreicher Kampagne auch noch andere Größen realisiert werden.

Bleib trocken

(Bild: kickstarter/ © Chris Howard)

Bei umgerechnet 25 Euro plus Nebenkosten für den Early Bird für ein einzelnen Quickguard bzw. 45 Euro für das Doppelpack (für Vorder- UND Hinterrad) hält sich das finanzielle Risiko in Grenzen. Wie stark die einarmige Konstruktion zu Vibrationen neigt ist vor ab allerdings schwer zu beurteilen.

Das Lieferdatum mit April 2018 kling einigermaßen realistisch. Es werden ja keine elektronischen Komponenten benötigt und die Anzahl an Spritzguss-Elementen ist überschaubar.

Wer also trocken nach Hause kommen möchte, ohne dabei sein Rad zu verschandeln sollte mal einen genaueren Blick riskieren.

Bisecu – das automatische Smart-Fahrrad-Schloss

Blockiert leider nur das Vorderrad und bietet keinen Wegtrageschutz – Bisecu (Bild: kickstarter/ © BISECU Inc.)

Das auseinandernehmen von Crowdfunding-Fahrradschlössern hat hier im Blog ja schon eine kleine Tradition. Da soll Bisecu, das angeblich erste voll automatische Fahrrad-Schloss, natürlich nicht außen vor bleiben.

Wer sein Rad liebt und ab und zu plant, das selbige auch mal ein paar Minuten der Umwelt unbewacht darzubieten, sollte ja ein wenig Sorgfalt bei der Auswahl des Fahrradschlosses walten lassen. Die meisten sind ja dann doch recht schnell geöffnet und schon darf man den Heimweg zu Fuß antreten.

Das Wichtigste bei einem Fahrradschloss dürfte die stabile Verbindung mit einem festen Gegenstand sein. Das ist das A und O und noch viel wichtiger als irgendwelche Smart-Geschichten oder das Gewicht.

Bisecu, das Schloss für viel Tragekomfort

Und warum ist die feste Verbindung so wichtig? Weil so ein Rad schnell unter den Arm genommen und in den Kleintransporter geworfen ist. Das geht in Sekunden. Ok, so manch ein Schloss ist für den Profi auch bei fester Verbindung zu einem Gegenstand in Sekunden zu öffnen. Nur wenn ich als Dieb die Wahl habe gehe ich immer den Weg der geringsten Wiederstandes.

Und schon sind wir beim Bisecu. Es wartet zwar mit dem ganz interessanten Feature auf, sich selber zu sperren, wenn das entsprechend gekoppelte Smartphone sich aus der Reichweite entfernt, bietet (zumindest zum Start der Kampagne) jedoch nur die Sperrung der Vorderrades an.

Ein gesperrtes Vorderrad ist nun wirklich kein Diebstahlschutz. Vom Wegtrage-Szenario mal abgesehen ist es da selbst einem geübten Radfahrer möglich, das Rad per Wheelie nach Hause zu radeln.

Sperrt sich, wenn das Smartphone entfernt wird. Hoffentlich nicht in voller Fahrt, wenn der Smartphoneakku leer geht. (Bild: kickstarter/ © BISECU Inc.)

Ein paar Details

Das Bisecu Fahrradschloss wird auf die Achse des Vorderrades aufgebaut und sperrt den Umlauf der Rades mit einem Bolzen, der sich quer zwischen die Speichen schiebt. Gesteuert wird die Geschichte via Smartphone. Klar, das Wörtchen „Smart“ will ja auch irgendwie gerechtfertigt werden.

Die Verbindung zwischen Bisecu und Smartlock wird via Bluetooth aufgebaut. Mich würde übrigens besonders interessieren was passiert, wenn der Akku des Phones während der Fahrt leer läuft, das Phone sich abschaltet und somit die Verbindung zum Schloss verloren geht.

Hoffen wir mal, dass dann das Schloss nicht denkt, dass es sich verriegeln soll. Stichwort „Salto mortale“.

Natürlich darf der Bewegungsalarm nicht fehlen. Fleißigen Lesern des Blog dürfte bekannt sein, dass ich davon gar nichts halte. Wer sich mal fünf Minuten die Fahrradständern der nächsten U-Bahnstation angeschaut hat kann sich sicherlich vorstellen, wie oft so ein Teil dann Fehlalarm auslösen wird.

Die Initiatoren geben hierfür seltsamer Weise sogar selbst ein Beispiel. Mit dem Ball gegen das Rad und die Party geht ab.

An die Leine genommen

Gibt leider keine genauere Auskunft, wie das Kabel am Bisecu befestigt wird (Bild: kickstarter/ © BISECU Inc.)

Ein paar ganz nette Features gibt es dann aber doch. Ein eingebauter Geschwindigkeitsmesser zum Beispiel oder eine Beleuchtungsfunktion, abhängig vom Tempo.

Das freilich wichtigste Feature, eine Stahl-Kabel-Erweiterung, um das Rad auch wirklich fest mit einem Gegenstand zu verbinden, ist leider nur angedacht und wird frühestens nächstes Jahr zu bestellen sein. Wenn man sich die Bilder des Schlosses so anschaut frage ich mich nur, wie das Kabel denn dort eingeklippt wird. Ich würde mich nicht wundern wenn entweder das Kabel doch nicht kommt oder erst bei der zweiten Generation des Bisecu (so es denn eine geben wird) anschließbar sein wird.

Kann natürlich auch sein, dass das Produktdesign sich noch ändern wird. Kickstarterkampagnen sind da ja immer recht flexibel.

Unter dem Strich wäre ich als skeptisch, ob das Bisecu Fahrradschloss einen wirklichen Schutz bietet. So gesehen sparen wir uns auch mal den genaueren Blick auf das Auslieferungsdatum Februar 2018. Dürfte nämlich auch recht sportlich sein.

Blawesome Wetsuit Dryer – Neopren Trockner

Ein Kleiderbügel zum Neopren trocknen – Blawesome Wetsuit Dryer (Bild: kickstarter/© Jaime Moreno Mateos)

Für den Blawesome Wetsuit Dryer  dürfte der ambitionierte Triathlet (Surfer, Taucher oder wer auch immer einen Neoprenanzug trägt) wirklich dankbar sein. Es ist doch nämlich immer das Gleiche: Raus aus dem Neo, das nasse Ding über das Geländer werfen, ab aufs Rad. Und hinterher darf man sich dann mit einem triefend nassem Etwas auf den Weg nach Hause machen.

Ein nasser Kofferraum ist auf Grund der notorisch vergessenen Plastikkiste obligatorisch und danach hängt der Neoprenanzug noch ein bis zwei Tage im Bad am Bügel und olfaktort vor sich hin, bis er endlich trocken ist.

Sicherlich kann man den Neo auch nach draußen in die Sonne legen, aber dafür benötigt man a) Sonne (war dieses Jahr ja eher selten sichtbar) und b) mittelfristig genügend Kleingeld, weil das nicht gerade ideal für das Material ist. Dunkel in der Schublade hat es ein Neoprenanzug am liebsten.

Es saugt und bläst der Heinzelmann Blawesome Wetsuit Dryer

Mit dem Blawesome Wetsuit Dryer soll dies nun der Vergangenheit angehören. Er ist nämlich ein Kleiderbügel mit eingebautem Ventilator. Die Konstruktion des Blawesome Wetsuit Dryer ist so angelegt, dass am Halsstück die Luft angesaugt und dann gleichmäßig nach unten herausgeblasen wird.

Durch den stetigen Luftstrom wird die Feuchtigkeit aus dem Neoprenanzug heraustransportiert. Unterstützend soll hier auch noch wirken, dass dabei die Luft auf kontrollierte 38 Grad erhitzt wird. Die Temperaturkontrolle des Blawesome Wetsuit Dryer ist durchaus wichtig, da auch bei zu hohen Temperaturen der Anzug leider kann.

Je nach Materialstärke des Neoprenanzugs und Außentemperatur variiert die Trockenzeit zwischen 20 und 100 Minuten. Ein Segen, gerade wenn man keinen HighEnd-Wellnessbereich sein eigen nennt und der Neo beim trocken sonst nur im Weg ist.

(Bild: kickstarter/© Jaime Moreno Mateos)

Was geht?

Mit 79 Euro plus 11 Euro Versand ist der der Blawesome Wetsuit Dryer zwar kein Schnäppchen aber ein sinnvolles Zubehör für aktive Triathleten. Wer schon mal in einen nassen Neoprenanzug steigen musste, weil der letzte Wettkampf oder das letzte Training noch nicht allzu lange her war, wird den Blawesome Wetsuit Dryer schnell zu schätzen wissen.

Die Umsetzbarkeit des Projekts halte ich für gut machbar. Hier ist ja letztendlich nur etwas Elektrik- und Spritzguss-KnowHow nötig. Das Rad muss also nicht mehr neu erfunden werden. Wenig überraschend ist hier ist allerdings mal wieder die Lieferzeit mit Januar 2018 wie bei den meisten Projekten, die mir in der letzten Zeit untergekommen sind, extrem sportlich gesetzt.

Aber selbst wenn man noch mit zwei, drei Monaten Verzug rechnet, sollte es doch durchaus möglich sein, den Blawesome Wetsuit Dryer zur nächsten Saison im Schrank haben zu können.

Virchybike LITE Ergometer – vom Winde verweht

Immer ein frisches Lüftchen um die Nase. Kein Problem mit dem Virchybike LITE und VR Fan (Bild: kickstarter/©ConsiderC)

Schon wieder ein Hometrainer: Mit dem Virchybike LITE haben wir in kurzer Zeit einen weiteren Vertreter der Kategorie „Ich schwitze zuhause den Berg rauf“-Geräte, der bei Kickstarter an den Start geht. Das FelxiSpot Deskcize Pro ist ja noch gar nicht so lange her.

Nun sind Heimtrainer ja nicht gerade das Innovativste, was es gibt. Es muss also doch irgendetwas Besonderes am Virchybike LITE sein, dass die Erwähnung hier im Blog rechtfertigt. Und ja, das gibt es.

Die grundsätzlichen Rahmenparameter lesen sich aber erst mal ganz passabel. Mit 900 Watt maximalen Tretwiederstand sollte zumindest auch der ansatzweise ambitionierte Hobbyradler gut über den Winter kommen. Leider gibt es wie so oft keine Angabe über den Q-Faktor, also dem Abstand der Tretkurbeln zueinander. Ist der größer als bei einem normalen Rad kann das dem einen oder anderen schon Knieprobleme bescheren.

Mit dem Virchybike LITE durchs ganze Land

Einen Hometrainer ohne umfangreiche digitale Radlerbespaßung zu vertreiben traut sich heutzutage ja keiner mehr. So geht es auch dem Virchybike LITE. Neben einem umfangreichen Pool an Real-Life-Videos (70 Strecken zum Start, weitere 130 sind in Vorbereitung) soll es auch eine virtuelle Trainingsgruppe a la Spinning für zuhause geben.

Eine virtuelle 3D-Welt via Smartphone-VR-Brille wird in Kooperation mit der Software-Schmiede Rora entwickelt. Der Screenshot der VR-App sieht schon mal ganz nice aus.

Zusätzlich kommt noch so einiges an weiteren Gedöns, was Ihr aber auch direkt der Kampagnenbeschreibung entnehmen könnt. Mit Software in Kickstarterkampagnen ist es ja immer so eine Sache. Die reifen ja meist erst im Nachgang der Kampagne, so der Hersteller denn lange genug am Ball bleiben kann.

Die Verbindung zur Außenwelt nimmt das Virchybike LITE via Bluetooth erst einmal nur mit Android auf. IOS soll dann Anfang 2018 folgen. Das sollte jedoch kein Thema sein, da die Auslieferung eh erst für Februar 2018 geplant ist (wenn das überhaupt eingehalten werden kann).

ANT+ scheint leider nicht an Bord zu sein. Das schränkt natürlich etwas ein.

Die VR-App sieht ja schon mal ganz fein aus. Macht Lust auf mehr. (Bild: kickstarter/©ConsiderC)

Windige Angelegenheit

Bis hier hin klingt alles ganz nett, aber noch nicht sonderlich innovativ. Cool wird die Geschichte erst durch den mitgelieferten VR Fan Ventilator. Was einem in der Wohnstube ja fehlt ist der Fahrtwind. Zwar ist ein normaler Miefquirl schnell aufgestellt, nur leidet natürlich die Immersion stark drunter, wenn es bei 19 Grad Steigung Berg auf weht wie beim Downhill mit 120 Km/h.

Der VR Fan soll die Windstärke jedoch an das virtuelle Tempo des Radler anpassen. Dass da noch keiner drauf gekommen ist? Das hätte ich jetzt gerne in Kombination mit einem Tacx Neo, dem Wahoo KICKR CLIMB und ein paar coolen 360 Grad 3D-Real-Live-Videos für die PS4. Natürlich mit Strava-Anbindung. Naja, wird wohl noch etwas dauern, bis man das alles zusammen bekommen und auch bezahlen kann.

Leider etwas klobig, der VR Fan Ventilator. Aber hauptsache, er schafft was weg (Bild: kickstarter/©ConsiderC)

Aussichten: Heiter bis wolkig

Laut Risikobeschreibung ist es übrigens nur noch der VR Fan, an dem gearbeitet werden muss. Das Virchybike LITE soll bereits fertig entwickelt sein. Hoffen wir mal, dass der Hersteller ConsiderC damit meint, dass auch alles für die Massenproduktion schon vorbereitet ist.  Ansonsten ist die Aussage, ein fertiges Produkt zu haben, leider nicht viel wert. Der Schritt vom Prototypen zu Serienfertigung dürfte nämlich der schwierigste Teil so einer Kampagne sein.

Bei 460$ für den Early Bird mit VR Fan kann man von einem sehr guten Preis reden. Der wird dann leider durch 250$ Versandkosten wieder zunichte gemacht. Zoll und Steuern kommen ja auch noch hinzu.

So gesehen und in Kombination mit dem üblichen Crowdfunding-Risiko würde ich eher vom Virchybike LITE abraten. Der Liefertermin Februar 2018 wird vermutlich eh nicht gehalten werden können. Trotzdem ist die Ventilator-Idee cool. Schauen wir mal, ob die von einem der renommierteren Herstellern aufgenommen wird.

Schreibtischradler – FlexiSpot Deskcise Pro

Der sportliche Schreibtischersatz – FlexiSpot Deskcise Pro (Bild: kickstarter/© FlexiSpot)

Mit dem FlexiSpot Deskcise Pro schauen wir uns heute mal einen Hometrainer an, der nicht so ganz in mein übliches Beuteschema dieser Rubrik passt. Normalerweise konzentriere ich mich da ja eher auf die High-Tech-Teile, bei denen die beiden Buchstaben V und R noch irgendwie mit angehängt sind.

Der FlexiSpot Deskcise Pro ist da ein wenig anders. Ja, man könnte fast sagen rudimentärer. Ein kleiner Kniff jedoch macht das Gerät ganz interessant. Hier stehen nämlich nicht die Hochleistungssportler unter uns an erster Stelle der Zielgruppen-Tafel.

Die Grundidee ist schnell erzählt. Man sitzt viel zu oft rum, ohne sich zu bewegen. Beim arbeiten, vor der Glotze, beim lesen… sitzen, sitzen, sitzen. Dass Bewegung beim Denken durchaus vorteilig sein kann ist spätestens seit Victoria Beckham kein Geheimnis mehr.

Tischlein, deck dich

So ist es ein naheliegender Schritt, einfach einen Tisch an einen Homtrainer anzubauen. Interessanter Weise ist mir jedoch bis auf den FlexiSpot Deskcise Pro noch kein Exemplar untergekommen, bei dem ein Hersteller das auch wirklich umgesetzt hat. Zustelltische gibt es zwar reichlich, nur hat man dort oft damit zu kämpfen, das das eigene Ergometer ja in der Regel mit einer Lenkeinheit ausgestattet ist. Die steht dann im Weg oder sorgt dafür, dass der Zustelltisch nicht ergonomisch zu erreichen ist.

Ja, es gibt natürlich auch die kleinen Unter-Dem-Tisch-Treter. Aber von denen kann man glaube ich nicht viel erwarten.

Die Konstruktion des FlexiSpot Deskcise Pro sieht auf dem ersten Blick recht vielversprechend aus. Tisch und Sattel können schnell in der Position verstellt werden. So kommt jeder in der Familie zu seinem Recht. Das geht sogar so weit, dass man den FlexiSpot Deskcise Pro mit einem Handgriff zu einem Steharbeitsplatz umbauen kann. Wäre ne schöne Sache für’s Büro. Wobei der Tisch vermutlich wohl kaum meine 4 Monitore aushalten würde.

Transportabel ist das Ding dank Rollen auch. Allerdings bin ich mir hier nicht so ganz sicher, ob dadurch die Standhaftigkeit nicht leiden könnte.

Wie für einen Hometrainer nicht anders zu erwarten soll das Gerät auch sehr leise arbeiten. Leute, die mit Rollentrainern Erfahrung haben, dürften das zu schätzen wissen.

(Bild: kickstarter/© FlexiSpot)

Watt, FlexiSpot Deskcise Pro?

Die reinen Trainings-relevanten Daten bleiben leider ein wenig im dunklen. Genaue Watt-Zahlen werden nicht genannt. Immerhin soll man den Trittwiederstand über eine Wirbelstrombremse in 8 Schritten einstellen können. Eine größere Schwungmasse scheint mir nicht verbaut zu sein.

Auch über den Q-Faktor, also dem Abstand der beiden Pedale zueinander ist nichts zu erfahren. Der ist bei Hometrainern ganz gerne mal größer als bei normalen Fahrrädern und kann bei dem einen oder anderen für Knieprobleme sorgen.

Immerhin sieht der Prototyp schon recht final aus. Das ist natürlich keine Garantie, dass das auch problemlos in die Serie überführt werden kann. Bei 399$ für den aktuell noch zu bekommenden Early Bird und 459$ als normalen Preis sollte man sich des Risikos schon bewusst sein. Hinzukommen außerdem noch gut 100$ Versand plus Zoll und Steuern. Es ist also kein Schnäppchen. Die Idee aber ist trotzdem gut. Lassen wir uns überraschen, was aus dem FlexiSpot Deskcise Pro wird.

Zickzack – CAMARD LZR Rennrad-Rahmen

Wenn das mal kein Hingucker ist – der CAMARD LZR Rennrad-Rahmen (Bild: kickstarter/ © CAMARD Milano)

Oha, mit dem CAMARD LZR Rennrad-Rahmen lehnt sich CAMARD Milano aber mal ganz schön weit aus dem Rahmen. In meinem Blog gab es ja schon so einige radikale Rennrad-Konzepte, das CAMARD LZR geht da gefühlt noch einen Schritt weiter. Ob sich da genug Leute trauen, das zu unterstützen?

Aber fangen wir mal von vorne an. Weg lassen ist ja ein beliebtes Konzept bei Designern, Aufmerksamkeit und oft auch gutes Design zu schaffen. Einen ähnlichen Ansatz können wir beim CAMARD LZR beobachten. Hier wurden nämlich einfach Unterrohr und Heckstreben komplett weggelassen.

Der Rahmen bekommt somit die Form eines Z. Zorro wäre glücklich.

CAMARD LZR  – Zorros Traum

Die Optik des CAMARD LZR schwankt durch diesen Kniff zwischen filigran und radikal. Ein Hingucker ist es auf jeden Fall. Nur kann man sich zu Recht fragen, wie hier die doch recht großen Kräfte abgeleitet werden, die bei einem schnellen Ritt auf der Straße auf das Gefährt wirken.

Hierfür werden keine normalen, geraden Rohre verwendet. Entlang der auftretenden Kraft-Flüsse wird entsprechend mehr Material verwendet. Dadurch bekommt der Rahmen nebenbei noch einen leichten Stealth-Touch.

Sieht schon ganz cool aus. Ich frage mich nur, in wie weit der Rahmen durch diesen Kniff genügend Stabilität erhält, damit er bei einem straken Antritt nicht in sich flext.  Rahmen ohne Hinterbau-Streben  hat es ja schon so einige gegeben. Das Staiger Red Arrow aus den 90ern zum Beispiel. Wollte ich damals immer haben.

Hierdurch lässt sich ja durchaus ein Komfortgewinn erreichen, da der Hinterbau dann eben doch nicht so ganz steif ist. Nur wenn es ums Tretlager schwammig wird…

Die Rahmenkonstruktion fordert, trotz der weggelassen Rohre, ihren Tribut. Mit 2,7 kg ohne Gabel haben wir es hier mit keinem Leichtgewicht zu tun.

Totz weniger Rohre kein Leichtgewicht (Bild: kickstarter/ © CAMARD Milano)

Ich brauche mehr Details…

Viel mehr technische Informationen werden uns leider nicht präsentiert. Kein Hinweis über das verwendete Material (ich vermute mal Alu oder Stahl) und nichts über die Geometrie. Bei 700€ für den Rahmensatz sind das dann doch eine Menge Katzen im Sack, die man danach durchfüttern muss.

Dass das Konzept des Rahmens zumindest zu einem fahrbaren Untersatz führt kann man dem Kampagnen-Video entnehmen. Nur ob einem das Rahmen auch passt und wie gut er sich fährt lässt sich leider nicht beantworten.

Generell schätze ich die Rahmenbaukunst klassischer italienischer Fahrradschmieden ja sehr hoch ein. Aber ohne eine Testfahrt wäre mir das zu riskant.