Da bekommt der Zeichner bunte Träume - Millionen Farben ineinem Stift mit Scribble (Bild: © Scribble)
Da bekommt der Zeichner bunte Träume – Millionen Farben ineinem Stift mit Scribble (Bild: © Scribble)

Malen und zeichnen bringt Spaß. Nicht nur dem Nachwuchs. Da verwundert es nicht, wenn sich bei uns zuhause wahre Berge an Buntstiften auftürmen. In allen Farben, Dicken und Qualitäten. Gut, die Copic-Marker aus dem Design-Studium wurden schon vor langer Zeit veräußert, trotzdem steht das kunstvoll kolorierte Blatt Papier vermutlich nicht nur bei uns zuhause sehr hoch im Kurs.

Um die Suche nach der richtigen Farbe einfacher und den Platzbedarf geringer zu gestalten plant jetzt die Firma Scribble mit ihrem gleichnamigen Stift eine kleine Revolution. Wie cool wäre es, wenn man mit einem Stift alle Farben malen könnte? Und damit meine ich jetzt nicht die Regenbogenbuntstifte aus dem 1 Euro-Laden. Auch die Multistifte mit 4 verschiedenen Minen sind nicht gemeint. Nein, alle Farben müssen es sein und das auch noch einfach wählbar.

Ein Traum, der bald in Erfüllung gehen könnte. Der Scribbler soll nämlich aus fünf Tinten-Tanks die jeweils gewünschte Farbe zusammen mischen können. Und wie gibt man die Farbe an? Ganz einfach: man hält einen kleinen Scanner auf der Rückseite des Stiftes an eine Oberfläche mit der gewünschten Farbe und der Stift mischt entsprechend die Tinte zurecht. Die Farbe soll auch via App mit dem Smartphone angegeben werden können. Wäre ja praktisch, wenn man nicht erst im Supermarkt eine Orange kaufen muss um orange zu malen. Alternativ könnte man aber sicherlich auch sich einen kleinen Pantonefächer holen.

So sind Ink Scribble und Pad Scribble aufgebaut (Bild: © Scribble)
So sind Ink Scribble und Pad Scribble aufgebaut (Bild: © Scribble)

Die Speicherkapazität von 1 GB reicht für etwa 100.000 abgespeicherte Farben. Das muss man erst mal voll bekommen. Via Bluetooth 4.0 (LE) nimmt der Stift die Verbindung zum Smartphone auf. Den Pressebildern kann man zumindest detaillierte Informationen über den Füllstand der Tintenpatronen entnehmen.

Kein neues Spielzeug ohne App. Auch der Scribble kann sich mit dem Smartphone verinden (Bild: © Scribble)
Kein neues Spielzeug ohne App. Auch der Scribble kann sich mit dem Smartphone verinden (Bild: © Scribble)

Fünf Tintenpatronen nimmt der Scribbler auf. Wie nicht anders zu erwarten sind es die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Außerdem gibt es noch eine Patrone mit Weißer Farbe. Wie lange die Patronen halten ist natürlich schwer zu sagen. Sie sind jedoch einzeln austauschbar. Man muss also nicht alle austauschen, nur weil eine Farbe leer ist. Die Patronen können über den Scribbler Online-Shop oder über die Scribbler-App bestellt werden. Europäische Kunden sollten sich jedoch einen Vorrat anlegen, da der Versand aus den USA vermutlich immer etwas dauern könnte. Pro Patrone werden wohl irgend etwas zwischen 3 $ und 10 $ fällig werden.

Die Stiftspitzen sollen austauschbar sein, so dass man mit unterschiedlichen Breiten arbeiten kann.

So, wer jetzt auf den Scribbler ganz scharf geworden ist muss sich noch ein wenig gedulden. Wie nicht anders zu erwarten soll dieser über eine Kickstarterkampagne finanziert werden. Der geplante Start der Kampagne ist momentan der 7. Juli 2014. Mal schauen, was da die Early –Birds kosten werden. Aktuell werden laut Website 149 $ für den Scribbler anvisiert.

Den Scribbler soll es übrigens auch als reinen Tablett-Stift geben. Der kommt dann mit dem üblichen, dicken Gummi-Ball als Spitze daher. Er besitzt dann auch den Scanner. Ob der Stift an einem Tablett Sinn ergibt möchte ich allerdings eher bezweifeln.

Auf die Kampagne bin ich mal gespannt. Videos von Prototypen gibt es nämlich leider noch nicht. Die sollen aber nicht mehr lange auch sich warten lassen. Wer möchte, kann den Scribble-Youtube-Kanal jetzt schon mal abonnieren, auch wenn der Kanal momentan noch ziemlich leer ist.

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