Bunt ist das Dasein - die drei Farben der Blocks Smartwatch (Bild: kickstarter/© BLOCKS Wearables Ltd)
Bunt ist das Dasein – die drei Farben der Blocks Smartwatch (Bild: kickstarter/© BLOCKS Wearables Ltd)

Und los geht’s: Blocks modulare Smartwatch kann jetzt bei Kickstarter unterstützt werden. Da das Fundingziel von 250.000 $ innerhalb einer Stunde erreicht wurde kann man wohl davon ausgehen, dass der eine oder andere wohl am Konzept gefallen gefunden haben dürfte.

Technisch gibt es so auf die Schnell nichts wirklich Neues im Vergleich zu meinem letzten Artikel zu berichten. Die Auflösung des Displays kann jetzt auf 360x360px präzisiert werden. Allways-on soll sie auch sein. Schon mal die halbe Miete. Akkulaufzeit ist noch nicht kommuniziert worden. Würde ich bei der Größe, dem Display und den Features ohne Zusatz-Akku jetzt mal auf 1 ½ bis 2 Tage bei moderater Nutzung schätzen. Neben Bluetooth wird jetzt auch noch Wifi als Kommunikationsmethode genannt.

Zum Thema Wasserfestigkeit: Hier spricht Blocks von einer aktuellen IP67-Zertifizierung. Dass sollte für Regen und das Händewaschen nach dem Klo-Gang ausreichen. Schwimmen sollte man damit nicht. IP68 wird zwar angepeilt, jedoch nicht versprochen. Ich würde also eher nicht davon ausgehen, dass man die Blocks im Schwimmbad nutzen können wird.

Das Kampagnen-Video und erst recht das Video von der Alpha-Version vermitteln schon ein gute Aussicht, wo die Reise hingehen soll. So ist dann auch schon das UI zu sehen, sowie das Verhalten der Uhr beim anstöpseln der Module. Macht schon in der Alpha einen ganz interessanten Eindruck.

Ein weiteres interessantes Detail ist die Größe der Module. Wenn ich es richtig sehe werden bei männlichen Trägern etwa 4 Module um das Handgelenk passen. Schmalere Personen müssen sich dann mit 3 begnügen. Ein bisschen schade. Irgendwie hatte ich mir da mehr Module vorgestellt. Auf ein paar Abbildungen waren glaube ich auch mehr zusehen. Vermutlich waren dass dann wohl ältere Renderings.

Es wird die Blocks in drei Farben geben. Schwarz, weiß und rot. Ich hoffe mal, dass die in der finalen Produktion nicht ganz so nach Plastik aussehen werden wie im Beispielbild der Kampagne. Die Farb-Varianten sind insofern etwas seltsam, da viele Kampagnen-Bilder ein Metall-Gehäuse suggerieren. Es sollen zwar im nächsten Jahr noch weitere Gehäuse und Farben auf den Markt kommen (hier würde mich besonders das vor Ewigkeiten angedachte e-Ink-Modul interessieren), das bringt aber vermutlich den aktuellen Backern nichts.

Ich zähle hier mehr als 4 Module, oder? (Bild: © BLOCKS Wearables Ltd).
Ich zähle hier mehr als 4 Module, oder? (Bild: © BLOCKS Wearables Ltd).

Ich gehe mal davon aus, dass alle Early Bird-Stufen schon durch sein dürften, wenn die meisten von Euch das hier lesen werden. Ihr müsstet also mindestens (ich glaube gerechtfertigte) 285 $ plus Nebenkosten für eine Core Modul und 4 Blöcke eurer Wahl berappen. Da wäre es interessant, ob die Uhren von London aus verschifft werden und somit nicht noch Zoll und Steuern oben drauf kommen oder ob man lieber aus dem fernen Osten versendet und die Kosten dem Back überlässt.

So cool ich das Konzept finde und so sehr ich den Machern hierbei einen grandiosen Erfolg wünsche habe ich die Blocks nicht gebackt. Das hat folgende Gründe:

  • Ich bin mit meiner Pebble Time Steel absolut zufrieden. Der Druck ist also momentan nicht da. Außerdem besteht bei der Pebble durch den Smart Strap ja auch noch die Chance einer Modularität. Werde da bei Gelegenheit noch mal ein paar Worte zu seeed verlieren müssen.
  • Das Material der Uhr sieht mir auf den ersten Blick nicht wertig genug aus. Das lässt sich beim aktuellen Stand der Dinge natürlich nicht wirklich seriös beurteilen. Das Fragezeichen reicht bei dem Preis für mich jedoch aus, den Klick auf Kaufen zu vermeiden.
  • Der Preis ist mit 285 $ sicherlich gerechtfertigt. Aber bei dem Preis bekommt man natürlich auch schon eine ganze Bandbreite an Alternativen, die man dann auch gleich im Laden mal antesten kann. Die sind dann sicherlich nicht so modular, kommen dann aber immerhin mit Gewährleistung und Garantie daher. Außerdem muss man sich nicht noch bis mindestens Frühling 2016 gedulden (wenn denn wirklich pünktlich ausgeliefert werden sollte).
  • Kickstarterkampagnen bergen immer eine gehörige Portion Risiko. Da ist mir die Summe mittlerweile zu hoch, um einfach mal das Risiko einzugehen und die Ersparnis zum angepeilten normalen Verkaufspreis zu gering. Ich warte dann lieber bis Blocks ausgeliefert hat und die Gemeinschaft die Geschichte für brauchbar erklärt. Die ersten Softwarerevisionen bringen ja i.d.R. eh keinen Spaß.

Trotzdem wünsche ich jedem Blocks-Fan, der sein Pledge geleistet hat viel Spaß mit dem Teil. So wie die Kampagne gestartet ist würde ich mal vermuten, dass die Kundenbasis groß genug wird um dem Projekt eine bequeme Basis zum weiterwachsen zu bieten.

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