Symmetrischer Rahmen als Basis des Lastenesels - das EVO Urban Utility Bike (Bild: Oregon Manifest /The Bike Design Project/HUGE Design + 4130 Cycle Works)
Symmetrischer Rahmen als Basis des Lastenesels – das EVO Urban Utility Bike (Bild: Oregon Manifest /The Bike Design Project/HUGE Design + 4130 Cycle Works)

Und noch eins. Das EVO Urban Utility bike von HUGE Design + 4130 Cycle Works aus San Francisco macht voll auf Lastesel. Der Rahmen ist symmetrisch aufgebaut, damit er sowohl vorne als auch hinten die gleiche Menge Last tragen kann. Ob das auch am Berg so aufgeht wage ich allerdings zu bezweifeln. Für einen schnellen Wechsel haben sich die Designer ein Klicksystem ausgedacht, mit dem man schnell und leicht alle möglichen Anbauteile in den Rahmen reinstecken kann. Korb? Kein Problem. Satteltasche? Bitte gerne. Sogar an einen Kindersitz wurde gedacht. Den sollte man allerdings nicht vorne einstecken. Könnte Sicht und Lenkfähigkeit des Rades etwas beeinträchtigen.

Mich würde interessieren, ob die Anbauteile irgendwie gesichert sind. Wäre ja blöde, wenn man das Rad mal ein paar Stunden im Hof stehen lässt und sich dann neue Körbe oder einen neuen Kindersitz kaufen muss. Wenn man die extra anschließen muss wäre das ein dickes Minus.

Neben den Aufnahmen für die Träger-Elemente sind in den breiten Rahmenenden vorne und hinten die Beleuchtung und hinten ein integriertes Kabelschloss vorgesehen. Van Moof läßt grüßen, allerdings sieht das Kabelschloss nicht ganz so fett wie beim Van Moof aus. Vorteile beim Gewicht sowie Nachteile bei der Sicherheit nicht ausgeschlossen.

Damit die Körbe und Träger die Lampen nicht verdecken sind die Lampen unter der Träger-Aufnahme angebracht.

Das Kabelschloss ist im Rahmen eingelassen (Bild: Oregon Manifest /The Bike Design Project/HUGE Design + 4130 Cycle Works)
Das Kabelschloss ist im Rahmen eingelassen (Bild: Oregon Manifest /The Bike Design Project/HUGE Design + 4130 Cycle Works)

Genauere Details zum Thema Schaltung, Stromversorgung und dergleichen gibt es leider nicht. Da ein wartungs- und schmutzfreundlicher Riemenantrieb eingesetzt wird kann man mal von einer Nabenschaltung ausgehen. Gebremst wird mit Scheibe. Ich vermute mal, dass der Strom mit einem Nabendynamo erzeugt wird. Alles andere würde irgendwie keinen Sinn ergeben.

Die Schutzbleche passen gut zur Gestaltung des Rades. Allerdings scheinen sie mir etwas kurz geraten zu sein.

Die symmetrische Rahmenform wirkt auf dem zweiten Blick etwas seltsam, wenn keine Anbauteile an das Rad angehängt sein. Aber das dürfte Geschmackssache sein. Kann man sich sicherlich schnell dran gewöhnen. Ob die Geometrie ein ausgewogenes Fahrverhalten ermöglicht kann man vermutlich nur durch einen Fahrtest ausprobieren.

Beim EVO wird unter dem Strich eine Menge geboten, was in dieser oder ähnlicher Form schon seit längerem über die Straße rollt. Der eigentlich Eyecatcher ist das Transportsystem und das scheint mir doch sehr gelungen zu sein. Wer also des Öfteren mal größere Mengen mit dem Rad zu transportieren gedenkt könnte das EVO gut gebrauchen. Hohe Zuladungsmöglichkeiten, ohne die gigantischen Dimensionen eines Lastenrades in Kauf nehmen zu müssen… könnte mir auch gefallen.

Variable Bestückung mit Transprtträgern (Bild: Oregon Manifest /The Bike Design Project/HUGE Design + 4130 Cycle Works)
Variable Bestückung mit Transprtträgern (Bild: Oregon Manifest /The Bike Design Project/HUGE Design + 4130 Cycle Works)

Ob das genug Innovation ist, um gegen die anderen Teilnehmer des bike design projects anzustinken? Ich bin mir da nicht sicher.

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