Die anki drive Cars (Bild: Anki)
Die ankidrive cars
(Bild: Anki)

Früher war man der Held, wenn man eine echte Carrera-Bahn sein eigen nannte. Nicht so ein nachgemachtes Plastik-Ding – eine echte Carrera. Hatte man eine mit Spurwechsel war man ein Gott und sich des Zuspruchs sämtlicher Jungs in der Nachbarschaft sicher. Slot-Cars haben Spaß gemacht und machen es bestimmt immer noch. Aber auch hier macht die Technik nicht hal.

Erinnert sich noch jemand an die kleinen Flitzer von anki, die im Juni 2013 bei der Apple WWDC Keynote vorgestellt wurden? Da stellte sich doch gleich wieder das wohlig-warme Haben-Wollen-Gefühl von damals wieder an. Kleine Autos – kleine Jungs. Das passt auch noch bei Altersklassen jenseits der 30.

Diese kleinen Flitz, anki drive genannt, kommen jetzt endlich auf den Markt. Im Gegensatz zur guten alten Carrera-Bahn benötigen diese jedoch keine Stromschiene um ihren weg zu finden. Eine Matte mit aufgedruckter Rennstrecke dient als Ersatz. Als Controller halten iPhone oder iPad mit entsprechender App her.

Vier gewinnt

Zur Zeit gibt es vier unterschiedliche Vehikel. Jedes hat unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Geschwindigkeit, Beschleunigung, Agilität und Energie. Dazu kommen noch virtuelle Waffen wie Traktorstrahl, Schilde und dergleichen mehr. Mit anki drive geht es nämlich nicht mehr nur schnöde darum, als erster am Ziel zu sein. Unterschiedliche Spielmodi sorgen für Abwechslung. Zum Start wird es primär einen Battle-Mode und einen Trainings-Mode geben. Weitere Modi sollen aber flott hinzukommen. Das kann auch nicht schaden, denn momentan bestehen die Interaktionsmöglichkeiten mit dem eigenen Auto primär aus bremsen, beschleunigen und schießen. In die Lenkung kann man nicht eingreifen. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Gespielt wird mit maximal vier Personen. Im Gegensatz zum guten alten Slotcar-Race ist es aber auch möglich, komplett alleine zu spielen. Wer hat damals davon nicht geträumt wenn alle Freunde im Urlaub waren. Der Clou der Geschichte ist künstliche Intelligenz der kleinen Autos. Diese sorgt dafür, dass sich das Verhalten der computergesteuerten Autos an das Verhalten der menschlichen Gegner anpasst und auf seine Aktionen reagiert.

Inhalt des Starter-Sets (Bild: Anki)
Inhalt des Starter-Sets
(Bild: Anki)

Die Autos sind mit Sensoren wie z.B. einer Kamera ausgestattet die 500 mal die Sekunde die aktuelle Position ermitteln und via Bluetooth 4.0 an das Telefon übertragen. Die Intelligenz der Autos steckt dann in der App, die für die Steuerung sorgt. Eine Akku-Ladung soll für etwa 20 Minuten reichen. In 8 Minuten sind sie dann wieder aufgeladen.

Die Autos können leider nicht auf normalen Boden oder selbst gebastelten Strecken fahren. Auf der mitgelieferten Strecke sorgt ein spezieller Druck dafür, dass die Autos ihre Position auch wirklich feststellen können. Würde mich aber nicht wundern, wenn es in Zukunft unterschiedliche Strecken zu kaufen gibt.

Im Starter-Pack sind zwei Autos, die Rennstrecke und Ladestationen enthalten. Die App gibt es umsonst via itunes. Leider ist momentan nur ein Kauf in USA und Canada möglich. Aber auch da lassen sich ja Mittel und Wege finden.

 

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