Einmal ist keinmal – cmoar-VR-Brille, zweiter Versuch

Sieht eindeutig besser aus als der erste Versuch - cmoar VR-Brille (Bild: ©cmoar)

Sieht eindeutig besser aus als der erste Versuch – cmoar VR-Brille (Bild: ©cmoar)

Und wieder eine Chance auf einen Early Bird. Vor gut einem ¾ Jahr versuchte die polnische Firma cmoar bei Kickstarter eine sehr clevere Variante der Smartphone-gestützten VR-Brille an den Mann zu bringen.

Das Spannende bei der cmoar war, dass man drei unterschiedliche Linsensysteme in die Brille einsetzen konnte. Ein Linsenpaar mit einem sehr hohen Field of view (Fov) für Spiele, damit einer möglichst hohe Immersion gegeben ist. Ein Linsenpaar mit etwas weniger Fov, dass sich primär für das Anschauen von 3D-Filmen eignet und eine Linse, die die Betrachtung von 2D-Inhalten auf dem Smartphone ermöglicht.

Diese Einsatzvielfalt war und ist immer noch ein sehr großes Alleinstellungsmerkmal, dass in dieser Form aktuell keine andere Brille leistet. Man muss sich immer entscheiden: Will ich spielen und ganz ins Geschehen eintauchen werde ich bei Filmen dann aber nicht mitbekommen, was am Rand abläuft. Oder ich will Filme sehen oder werde dann bei Spielen mit sehr viel Schwarzraum im Sichtfeld leben müssen. Die Betrachtung von nicht auf den Side-by-Side-Betrieb angepassten Inhalten fällt bis jetzt bei allen Brillen ins Wasser.

Die alter Version erinnerte mehr an einen Popcorneimer (Bild: kickstarter/© Cmoar LTD)

Die alter Version erinnerte mehr an einen Popcorneimer (Bild: kickstarter/© Cmoar LTD)

Soweit so gut. Da fragt man sich doch, warum die Kampagne vom cmoar damals nicht erfolgreich war. Die Antwort dürfte im doch sehr gewöhnungsbedürftigen Design gelegen haben. Das Teil sah eher aus wie ein Popcorn-Eimer, wie man ihn aus dem Kino kennt. Und dabei meine ich jetzt nicht die kleine Größe.

Aber das ist jetzt Schnee von gestern. Heute Abend startet cmoar den zweiten Versuch. Und wenn man sich die aktuellen Entwürfe so anschaut haben die aus ihren Fehlern gelernt. Das aktuelle Modell sieht sehr elegant aus. Hinzu kommt, dass jetzt zusätzliche Bedienelemente an der Brille eingebaut sind, mit dem man die Software auf dem Smartphone steuern kann. Ist bei vielen Brillen ja ein Problem. Außerdem sollen noch weitere Bewegungssensoren verbaut werden, die vermutlich eine höhere Präzision beim Head-Tracking erreichen als die Sensoren im Smartphone.

Erinnert von der technischen Ausstattung also ein bisschen an Samsungs Galaxy VR. Bei cmaor dürfte die Bandbreite an verwendbaren Telefonen jedoch unweit höher ausfallen. Genaue Abmessungen für die maximale Telefongröße sind leider noch nicht bekannt. Da aber auch ein Note 4 reinpassen soll dürfte eine Menge Platz vorhanden sein.

Der Preis wird interessant. Da es sich nicht nur um Plastik handelt sondern auch Elektronik verbaut wird würde ich mit ähnlichen Preisen wie bei Samsung rechnen. Ein Early Bird sollte sich aber schon rechnen. Da cmoar in Polen entwickelt wird vermute ich mal, dass die Nebenkosten sich in Grenzen halten werden.

Update: Eine Brille mit einem Einsatz wird 99 $ kosten. Der Early Bird mit allen drei Linsensets liegt bei 129 $. Nach 200 Stück kostest der gesamte Spaß dann 149$. Woher ich das weiß? Cmoar hat seine Kickstarterbilder vorab schon mal im Pressebereich eingestellt…

Wie üblich sollte man sich bei Kickstarter-Kampagnen vorher überlegen, ob man das Risiko eingehen will. Der technische Aufwand der Herstellung dürfte kalkulierbar sein. Letztendlich wird hier auf keinem Gebiet Neuland betreten. Cmoars Ambitionen kann man vielleicht von den ein, zwei Apps ableiten, die sie schon veröffentlich haben. Die Rollercoaster-App zum Beispiel ist echt gut gelungen. Das lässt hoffen, dass der Anspruch an das eigene Produkt hoch genug ist, dass wir ein Pledge wagen können.

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