Ich setz mir nen Eimer auf – Cmoar Smartphone-VR-Brille

Für jedes Medium die richtige Linse - die Cmoar VR-Brille für Smartphones (Bild: kickstarter/©Cmoar LTD)

Für jedes Medium die richtige Linse – die Cmoar VR-Brille für Smartphones (Bild: kickstarter/©Cmoar LTD)

Ah, mal wieder ein Kandidat in der Rubrik VR-Brille mit Smartphone-Einsatz. Neben den etablierten Vertretern a la Durovis Dive und netten Ich-probiere-es-mal-aus-Lösungen wie Google Cardboard kann es ja nicht schaden, wenn sich da neue Fische in den Teich wagen. Und wie es mir scheint, macht Cmoar es mit seiner Kickstarter-Kampagne gar nicht schlecht.

Ein Hauptproblem bei VR-Brillen ist das Anwendungsgebiet. Je nach dem, was man mit der Brille machen will, braucht man eigentlich andere Linsen. Will man spielen ist ein möglichst großes Field of view nötig, damit die Immersion schön groß ist. Möchte man eher Filme in 3D schauen sollte das Sichtfeld jedoch etwas kleiner sein, da man sonst nicht mitbekommt, was am Rand geschieht. Will man reine 2D-Inhalte ohne Splitt-Screen schauen hat man meist ganz verloren.

Um das Problem zu lösen bleibt eigentlich nur der Austausch der Linsen übrig. Zwar gab es vor ein paar Monaten mit der Xcope schon ein Projekt, bei dem dies möglich war, leider wurde es jedoch nicht erfolgreich gefundet. Die Cmoar schlägt jetzt in die gleiche Bresche.

Sie wird mit drei Linsen-Sätzen für alle drei oben erwähnten Fälle geliefert. Die Linse fürs Gaming schafft dabei je nach verwendeten Smartphone ein Field of view von bis zu 103 Grad. Durchaus beachtlich. Dafür ist dann allerdings auch gleich ein Smartphone mit 5,7“ Display notwendig. Das Gute daran: So große Klopper passen in die Brille rein. Wer also ein Note 3 besitzt sollte mit der Cmoar glücklich werden. Zum Vergleich: Die Durovis Dive ist mit meinem alten Note 2 schon überfordert. Da muss man dann schon rumbasteln um das zusammen zu bringen.

Auch eine Linse für 2D-Inhalte ist dabei (Bild: kickstarter/© Cmoar LTD)

Auch eine Linse für 2D-Inhalte ist dabei (Bild: kickstarter/© Cmoar LTD)

Aus diesem Grund ist die Kompatibilitätsliste der Cmoar auch recht lang. Überschreitet das Phone die Maße 155mm x 82mm nicht sollte es passen. Einziger Nachteil daran ist, dass das Teil ein bisschen wie ein Eimer aussieht, den man sich vor die Augen schnallt. Aber das ist ja letztendlich auch gute, alte Virtual Reality-Tradition.

Natürlich bietet Cmoar auch ein SDK an, damit Programmierer App für die Brille programmieren können. Ob das was taugt kann ich nicht sagen. Ist aber wohl auch egal, da ja diesbezüglich schon so einige Player sich auf dem Markt tummeln. Ob man nun Apps nutzt, die für Dive oder Google Cardnoard entwickelt worden sind dürfte dann egal sein.

Momentan geht der Spaß bei 60 Pfund los. Oben drauf kommen noch mal 15 Pfunde Lieferkosten. Da es sich um eine polnische Firma handelt gehe ich mal davon aus, dass damit kein Zoll und keine Steuern mehr anfallen werden. Als Liefertermin ist Dezember 2014 anvisiert. Da bei der Cmoar keine technischen Geschichten entwickelt werden müssen scheint mir das aber machbar.

 

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