Kategorie: Garten

Schneckenschutzwall – ich bau mir ein Hochbeet

Ein Hochbeet macht das Pflanzen leichter (Bild: O. Thiele)
Schutz vor Schnecke – ein Hochbeet macht das Leben leichter (Bild: O. Thiele)

Was tun, wenn das Gemüse Opfer gefräßiger Schnecken wird? Einfach, wir bauen uns ein Hochbeet. Ja, ich weiß. Bauanleitungen gibt es wie Sand am Meer. Aber eine mehr kann da ja auch nicht schaden. Im Grund will ich nur zeigen, wie simpel die Geschichte ist.

Als erstes klären wir mal kurz, wozu so ein Hochbeet gut ist. Das ist im Grund schnell runtergebrochen. Zum einen muss man sich beim bestellen, jäten und ernten nicht mehr so tief bücken und zum anderen ist es in einem Hochbeet einfacher, gefräßigen Schnecken Einhalt zu bieten. Und wenn man sich minimal Gedanken macht kann die Geschichte auch noch ganz chic aussehen. Was will man mehr. ... weiter lesen

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Winter is coming – Spontanes Igel-Haus für den Garten

Willkommen im Igelhotel. Ein Igel-Haus, schnell gebaut (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Was macht man, wenn man einen Haufen Kinder im Garten beschäftigen muss und das letzte Retro-Game, das man gespielt hat, Sonic, the Hedgehog war? Richtig, man baut ein Igelhaus. Der nächste Winter kommt bestimmt und die kleinen Stacheltiere haben ja auch gerne ein stabiles Dach über dem Kopf.

Bauanleitungen gibt es im Netz zu Hauf. Für das spontane Projekt musste bei mir der Bauplan vom Nabu herhalten. Igelhotel mit separatem Schlafzimmer. Luxus pur und durch den abgetrennten Schlafbereich macht man es Katzen und Co. etwas schwerer an den Igel heran zu kommen. My home is my castle.

So ein Häuschen ist schnell gezimmert. Die Menge Holz hält sich in Grenzen. Erst recht, wenn wie bei mir noch vom Bau des Hochbeets so einiges an Holz übrig geblieben ist.

Mit der Handkreissäge arbeiten besser die Erwachsenen (Bild: miy.de/© O.Thiele).

Igel-Haus, mach’s Beste draus

Zuerst steht eine Inventur der eigenen Holzreste an. Soll das Igel-Haus mehr als einen Winter halten, ist zu empfehlen, etwas höherwertigeres Holz zu nutzen. Praktisch, wenn man noch etwas Sibirische Lärche und Siebdruck-Platten übrig hat.

Die benötigten Bretter sind gemäß der Anleitung schnell gesägt. Zum Markieren würde ich einen guten Winkel empfehlen. Geschnitten wird am leichtesten mit der Handkreissäge. Lediglich für den Eingang muss die Stichsäge herausgeholt werden.

Da wir hier nun nicht das CERN nachbauen, muss man sich nicht unbedingt millimetergenau an die Maße halten. Schaden kann es zwar nicht, Improvisieren ist aber erlaubt. Je nachdem, wie der Holzvorrat aussieht.

Mise en place (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Schrauben schrauben

Nach dem Zuschnitt ist es schicklich, die Sägekanten glatt zu schleifen. Macht dem Igel zwar nicht viel aus, aber man will sich selber keinen Splitter in den Finger jagen. Wenn man das mit dem Schleifblock und nicht dem Bandschleifer macht ist das eine Arbeit, die auch gerne vom Nachwuchs erledigt werden kann.

Beim Zusammenschrauben ist, je nach Holzhärte und Dicke, Vorbohren zu empfehlen. Es sei denn, man findet Gefallen an ausgerissenen Schraublöchern. Auch hier ist der Igel an sich recht entspannt. Mietminderung wird er vermutlich nicht androhen.

Da ich dickes Holz verwendet habe, war eine Verschraubung des Daches nicht nötig. Es ist schwer genug, dass auch die geneigte Katze und der nächste Herbststurm es nicht runtergewuchtet bekommt. Zwei Führungshölzer, damit das Dach nicht verrutscht, sollten dann auf jeden Fall mit eingeplant werden.

Juchee, mit Séparée (Bild: miy.de/© O.Thiele)

Nachts sind alle Katzen Igelhäuser grau

Der größte Zeitfresser beim Bau dürfte die Bemalung sein. Hier hängt es wieder von der Holzwahl ab. Mit der Sibirischen Lärche und den Siebdruckplatten bin ich fein raus. Die Lärche muss nicht unbedingt gemalt werden. Sie ist sehr robust und graut lediglich mit der Zeit aus, wenn sie nicht bemalt wird.

Die Siebdruckplatten sind das Stabilste, was man in dem Bereich kaufen kann. Der altgediente Musiker weiß, warum aus dem Zeug die meisten Flight-Cases gebaut werden.

Die Dachleisten verschraubt am am einfachsten, in dem man das Haus umgekehrt auf das Dach legt und die Leisten dann positioniert. (Bild: miy.de/© O.Thiele)

All Hands on deck

Ist das Haus fertig muss der richtige Ort gefunden werden. Igel mögen es gerne ruhig und schattig. In einem Gebüsch oder einer Hecke fühlen sie sich am wohlsten.

Hat man das richtige Grundstück gefunden wird das Haus am besten auf zwei Dachlatten positioniert und gestellt. Von Außen können ein paar Blätter und Reisigzweige nicht schaden. Wenn die Wände des Igel-Haus nicht sehr dick sein sollten, ist jedes bisschen Isolierung von Vorteil.

Stellt das Haus am besten auch so, dass es bei Regen nicht in einer Pfütze steht. Nasse Füße mag ein Igel nicht. Wer es dem Igel ganz angenehm machen möchte sorgt dafür, dass der Untergrund aus Kies oder Sand besteht. Für das kleine Geschäft geht er nämlich nicht vor die Tür.

Zack, fertig ist die Laube (Bild: miy.de/© O.Thiele)

 

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Der ultimative Rasenmäher… aus Lego

Ja, das Thema Rasenmäher müsste ich noch mal etwas genauer beleuchten. Immerhin hat mein GreenWorks G-MAX 40V Twin Force jetzt eine weitere Saison hinter sich. Bis ich aber dazu komme, einen abschließenden Saison-Bericht zu verfassen, muss erst mal eine Alternative her.

Warum also nicht mal einen Legorasen mähen. Schaut Euch einfach mal folgendes Lego-Modell von Josh David an. Es ist doch echt immer wieder erstaunlich, was Lego-Nerds mit zu viel Zeit so auf die Beine stellen.

Ist doch schon noch ein ganzes Stück cooler, als wenn man sich einfach nur ein fertiges Modell kauft und zusammen baut. Selbst wenn es 7500 Teile wie der Millennium Falcon haben sollte.

Es ist dann ja doch immer wieder schade, dass man für solche Projekte nicht an die Bauanleitungen kommt. Immerhin ist das Video detailliert genug, um die grundlegenden Geheimnisse des Rasenmähers zu ergründen. Ja, wenn es jemand vorgebaut hat fällt der Nachbau etwas leichter.

Immerhin gibt der gute Josh ein paar Anleitungen für seine Was-passiert-dann-Maschinen zum besten.

Problematisch dürfte dann nur noch die Bereitstellung der benötigten Teile sein. Aber auch das bekommt man ja heutzutage gelöst. Dem Lego-Online-Store sei Dank. Bis die Teile kommen, schauen wir einfach dem Rasenmäher weiter beim Mähen zu.

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Die Lärche und nicht die Nachtigall – vom Bau einer Sockelumrandung

Hat zwar etwas länger gedauert, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der fertige Sockel aus Lärche. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Die Sockelumrandung meiner Laube ist endlich fertig. Hat ja nur 3 Jahre gedauert. Wenn das nicht ein guter Grund ist, mit dem Blog mal wieder etwas mehr Fahrt aufzunehmen. Der „Sommer“ neigt sich ja leider so langsam dem Ende entgegen (sigh).

Unser Laube steht jetzt schon etwas länger. September 2014 wurde sie aufgestellt. Aber wie es nun mal so ist, gab es seit dem Zeitpunkt eine kleine Baustelle, die ich immer wieder aufgeschoben habe und die mich immer gewurmt hat.

Der professionelle Laubebauer neigt ja dazu, Gartenlauben heutzutage auf ein Punktfundament zu stellen. Dieses schaut etwa 20 cm auf dem Boden heraus und hat den Vorteil, dass die Laube gut von unten belüftet wird. Muff und Schimmel wird so verhindert. Das ist plausibel. Nur hat man dadurch das Problem, dass man quasi unter dem Haus hindurchschauen kann.

Keine Augenweide. Aber immerhin ist die Umrandung schon abgelegt. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Dieser Luftraum ist im Großen und Ganzen eigentlich nur ein ästhetisches Problem. Ok, Unkraut neigt dazu, hier zumindest an den Rändern hoch zu wuchern und wenn man Pech hat, baut sich der eine oder andere Hase unter der Laube sein Quartiert. Sollte aber im Grunde genommen kein großes Drama sein. Aber trotzdem, das Auge isst ja mit.

Schaffe, schaffe, Sockelumrandung baue

So eine Sockelumrandung zu bauen ist im Grunde genommen eine recht simple Sache. Man sollte nur folgendes beachten:

Die Unterlüftung des Hauses sollte weiterhin gewährleistet werden. Damit sich die Luft und vor allem Feuchtigkeit nicht unter dem Haus staut müssen also Luftschlitze verbaut werden.

Das verwendete Holz für die Umrandung sollte recht Wasser-resistent sein. Zwar steht bei richtiger Konstruktion das Holz nicht permanent im Wasser, jedoch kann man nicht sicher stellen, dass sich unter dem Haus nicht der Maulwurf austobt und seine Haufen gegen die Umrandung von innen wirft. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Rückseite der Umrandung nicht ohne größeren Aufwand zu malen ist.

Zu guter Letzt sollte das nahe Umfeld der Umrandung am besten so gestaltet werden, dass sich dort zum einen kein Wasser sammelt und zum anderen nicht zu viel Grünzeug die Laubenwand hocharbeiten kann.

Drei Punkte, über die man gerne etwas nachgrübeln kann. Wobei der eigentliche Aufschieber bei mir die Holzbeschaffung war. Aber dazu gleich mehr.

Kantsteine und Flies sind verlegt (Bild: miy.de/O.Thiele)

Stein im Brett

Fangen wir am besten mal von hinten mit der Bodenvorbereitung an. Die Hausumrandung sollte zum einen dafür sorgen, dass kein Unkraut dicht am Haus hochwächst. Außerdem wollte ich eine klar definierte Kante habe, an der ich mit dem Rasenmäher und dem Trimmer entlanggehen kann. Als Kür muss das Ganze dann noch schön aussehen und für unseren Maulwurf nicht so leicht zu durchbrechen sein, trotzdem aber noch genügend Wasser ablaufen lassen, damit es bei einem Regen dort nicht zu einem Stausee kommt.

So habe ich dann im letzten Jahr in etwa 20 bis 30 cm Abstand zum Haus mit 1m Beton-Rasenkanten eine Umrandung gelegt. Diese schaut etwa 5 cm aus dem Boden heraus, damit der Rasen nicht drüber wächst und ich später den inneren Bereich mit Kieseln ausfüllen konnte. Der innere Bereich wurde vorher natürlich großzügig mit Unkrautflies ausgelegt. So sollte der Regen genügend Möglichkeit haben, abzulaufen.

Damit die Meng benötigter Kiesel sich in Grenzen hält und der Maulwurf sich zweimal überlegt, wo er seinen Hügel aufwirft, habe ich noch weitere Beton-Rasenkanten, diesmal flach, in die Umrandung gelegt. Ob das den Maulwurf wirklich schreckt werde ich allerdings wohl erst im Herbst erfahren.

Sieht schon ordentlicher aus. Aber man kann immer noch unten durch schauen. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Holz vor der Hütte

Die Erd- und Steinarbeiten dürften dann wohl auch das Anstrengendste der Geschichte gewesen sein. Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, warum ich dann erst jetzt fertig geworden bin?

Tja, ich und mein Holz. Die Geschichte mit der Haltbarkeit beschäftig mich ja schon länger. Schon bei der Wahl der Schaukel war das ein Thema. So fiel natürlich meine erste Wahl auf Robinie. Dürfte so ziemlich das haltbarste europäische Holz sein. Ich habe seit zwei Jahren zwei unbehandelte Robinien-Stämme als Beet-Begrenzung halb im Erdreich liegen. Die sehen immer noch wie neu aus (jetzt mal von der Farbe abgesehen). Erstaunliches Material.

Endlich mal ordentlich Holz vor der Hütte. Aber keine Angst. Ist nicht alles für die Sockelumrandung. Das Gro ist für das noch zu bauende Hochbeet. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Leider hat Robinie zwei Probleme. Da mein Haus ziemlich genau 20 cm über dem Boden steht wollte ich auch etwa 20 cm hohe Bretter haben. Zwei mal 10 wäre wieder mit nervigen gebastelt verbunden gewesen, die beiden Bretter übereinander zu montieren. In den Maßen war Robinie hier in Hamburger Umgebung nicht zu bekommen. Das zweite Problem ist natürlich der Preis. Mit über 20 Euro den laufenden Meter hätte mich die Umrandung gute 400 Euro gekostet. Ne Menge Schotter.

Also doch lieber ne Nummer kleiner und die gute, alte Lärche nehmen. Mit 6,35 den Laufenden Meter zwar auch noch teurer als die übliche Fichte, aber dafür deutlich stabiler. Und da mir ausgegrautes Holz gefällt muss ich noch nicht mal streichen. Außerdem hatte der Holzhandel meiner Wahl die Lärche in 5,10 Meter länge vorrätig. Da fehlten zwar 10 cm für die Längsseite der Laube, aber zumindest an den Kopfseiten brauchte ich nicht stückeln. Sehr angenehmen.

Da solche Bretter leider nicht in meinen Kofferraum passen musste das Holz geliefert werden. War aber auch kein Problem. Um auf den entsprechenden Betrag für die kostenfreie Lieferung zu kommen habe ich dann gleich noch Holz für das geplante Hochbett mitgeordert.

Nur das Rausfahren nach Ahrensburg, wo der Holzladen sich befindet, war so ein Thema. Habe das doch tatsächlich gut ein Jahr immer vor mich hergeschoben.

Der Rest war einfach. Akku-Kreissäge raus, Bretter abgelängt, rangeschraubt. Die schöne, graue Patina kommt von alleine.

Endlich am Haus. Noch sieht es recht frisch aus. Die Lärche wird sich jedoch recht schnell grau färben. Ich mag es. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Wieviel Kies für Kies

Abgerundet wird die Geschichte durch etwa 200 kg (8 Säcke) Marmorkies mit 15 bis 25mm Steinen. Schon erstaunlich, was es dort für Preisunterschiede gibt. Beim Baummarkt kann man da locker über 50 Cent pro Kg loswerden. Im Garten/Restposten-Shop gab es die Steinchen für gerade mal 25 Cent pro Kg. Da lohnt sich das Vergleichen doch. Ok, das gesparte haben wir dann gleich für ne Extra-Portion Sushi beim Sushi-Mann neben an ausgegeben. Hat sich aber gelohnt.

Tadaaaa. Ich habe fertig. (Bild: miy.de/O.Thiele)

Und was kommt jetzt? Vermutlich erst mal das Hochbeet. Oder die Wegplatten vom Gartentor zur Laube? Mist, die Kabel, die noch vorne aus dem Dach herausschauen erinnern mich ja daran, dass wir auch noch eine Außenbeleuchtung anbringen wollten. Ach, irgendwie gibt es immer was zu tun. Würde ja sonst auch langweilig werden.

 

 

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Weg mit dem Maulwurfshügel – verteilen oder abtragen

Wohin mit dem Maulwurfshügel? (Bild: miy.de/O.Thiele)

Winterzeit, Maulwurfhügel-Zeit. Die kleinen Buddler geizen im Herbst und im Winter nicht wirklich mit der Errichtung der Maulwurfhügel und ich vermute mal, dass ich nicht der Einzige bin der sich fragt, wie er seinen Rasen zu nächsten Saison wieder glatt bekommt. Ein Hügel bleibt ja leider selten alleine. Bei der letzten Zählung war eher die halbe Hundert erreicht.

Eins gleich vorweg: Es geht hier NICHT darum, wie man den Maulwurf loswird. Da gibt es ja eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

  • Umbringen – für mich ein absolutes No-Go, ganz davon abgesehen, dass das auch gar nicht erlaubt ist. Übrigens überleben die meisten Maulwürfe auch die sogenannten Lebendfallen nicht, da hier in der Regel keiner bereit sein wird, diese zwei, dreimal am Tag zu kontrollieren.
  • Vertreiben – die vielen anderen (meist auf akkustischer oder olfaktorischer Basis) im Netz angepriesenen Möglichkeiten erinnern mich immer an die schönen Mittelchen gegen Erkältung. Ohne Mittel dauert eine Erkältung 14 Tage. Mit ist der Schnööf schon nach zwei Wochen durch.
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    Fertiges Haus oder Fertighaus?

    (Bild: miy.de/J.Kowalewski)

    Auch auf die Gefahr hin, ein wenig vom Garten-Thema abzuschweifen, würde ich gerne ein paar Beobachtungen loswerden. Als kleine Familie neigt man ja dazu, sich auch irgendwann mal mit dem Thema Eigenheim auseinander zu setzen. Bei uns war das letztes Jahr der Fall. Wenn man bedenkt, dass wohl mittlerweile ein Großteil der Häuslekäufer die 50 Lenze durschritten hat, sind wir ja nach ansatzweise früh dran.

    Wie der Zufall es so will waren just zwei Immobilien in Garten-Nähe zu haben. Das ist in Hamburg ja eher die Ausnahme. Immobilie 1 war leider so günstig, dass die auch schon sofort weg war. Ok, stand auf Erbpacht und man hätte dann mit 75 sich damit abfinden müssen, entweder Unsummen für die Pacht auszugeben oder den Restwert des Steinhaufens versilbern zu müssen in der Hoffnung, dass das fürs Altenteil noch reicht. Aber schon erstaunlich, wie viele Leute bei der Besichtigung gesagt haben, dass sie das Geld quasi bar auf den Tisch legen könnten.

    Immobilie 2 haben wir uns etwas genauer angeschaut. Nettes Grundstück, Haus, sagen wir mal auf den ersten Blick ausbaufähig. Der zweite Blick mit Experten war dann etwas aufschlussreicher. Es ist doch echt interessant, was der so alles gesehen hat, was unsereins komplett übersehen hat.

    Ton, Steine, Scherben

    Vom Riss in der Fassade, der vermutlich nicht nur eine Setzungsriss ist bis hin zu Dachziegeln, die nach alter Sitte mit Zement verklebt sind war da so einiges zu finden. Unter dem Strich hätte man für die Instandsetzung der Bude locker 100.000 Euro noch mal drauf legen können. Da kann man dann gleich drüber nachdenken, alles einzuebnen und ein Fertighaus drauf zu setzen.

    Bauhaus finde ich eh schöner als ein in den 70ern erweiterter 30er-Bau. Wer braucht schon Dachschrägen? So wurde dann auch gleich mal ein Blick in die Runde geworfen. Architekt oder Fertighaus? Gute Frage. Im Bekanntenkreis gibt Befürworter und Gegner aus beiden Lagern. Preislich scheinen sich ja wohl mittlerweile beide Varianten nicht mehr viel zu geben.

    Im Zuge der akuten Gelegenheit  habe ich mich erst mal auf die Fertighäuser konzentriert. Ist einfach einfacher hier schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was man sich auf den Grund stellen kann. Leider halten viele Anbieter ganz gerne erst mal sich bezüglich ungefährer Preise zurück. Ist zwar nachvollziehbar, macht die Suche aber nicht einfacher.

    Kleiner Tipp: Einfach mal den Fertighaus-Anbieter der Wahl per Facebook befragen. Anhand des Tempos und der Qualität der Antwort kann man schon mal schauen, wie gut deren Kundenservice ist. Wundert Euch aber nicht, wenn die meisten erst mal nach einer Telefonnummer fragen und eure Fragen komplett ignorieren. Da muss man einfach am Ball bleiben.

    Ich out mich ja gerne als Bauhaus-Fan. Hier ein Meisterhau von Walter Gropius in Dessau (Bild: miy.de/O.Thiele)

    Peanuts

    Ergebnis der Suche waren ein paar Fertighäuser, die pläsiert haben. Lagen leider alle deutlich über 200.000 Euro. Wenn man dann noch die 315.000 Euro für den alten Kasten, 30.000 für den Abriss und dann noch die ganzen Nebenkosten anschaut, wird einem schnell klar, dass man in Hamburg bei einem Bau auf Altbestand eigentlich keine Chance hat, unter 600.000 Euro zu bleiben. Und dabei ist es egal, ob man mit einem Architekten plant oder ein Fertighaus odert. So langsam wird mir klar, warum der Durchschnitt der Bauherren schon älter als 50 Jahre sein soll. Ohne ein fettes Erbe ist da leider nicht viel zu holen. Und dann ist ja auch noch die Frage, wie sich der Spaß in den nächsten 20 bis 30 Jahren entwickelt.

    Naja, so haben wir das Projekt erst mal wieder auf Eis gelegt. Mal schauen, ob uns noch irgendwann mal eine Bestandsimmobilie vor die Flinte kommt, die man nicht dem Erdboden gleich machen muss. Bis dahin muss die Gartenlaube zum drum herum gehen ausreichen.

    Aufgeladen – GreenWorks G-MAX 40V Twin Force Akkurasenmäher Review

    So kommt er an, der G-MAX 40V Twin Force Akkurasenmäher (Bild: miy.de/O.Thiele)

    Die Saison ist vorbei und der Maulwurf hat die Herrschaft über den Garten übernommen. So komme ich doch endlich mal dazu, Euch das schon längere Zeit versprochene Langzeit-Review meines GreenWorks G-MAX 40V Twin Force Akkurasenmäher angedeihen zu lassen.

    Mittlerweile sind am Markt ja nun schon eine Vielzahl von Akkurasenmähern zu finden. Als ich mich vorletztes Jahr um das Thema Rasenmäher gekümmert habe gab es eigentlich nur drei erstzunehmende Geräte. Bosch schied aus, weil mir zum einen die Akkus zu klein waren und ich sie nicht in anderen Geräten weiterverwenden konnte. Warum es mit meiner ursprünglich ersten Wahl nichts geworden ist könnt Ihr in meinem Nicht-Review vom Ryobi-Mäher noch mal nachlesen. Wobei ich hier noch mal nachschieben sollte, dass Freunde von uns einen Ryobi haben und damit sehr zufrieden sind. Vermutlich hatte ich damals nur Pech, dass der Baumarkt eine schlechte Charge erwischt hatte.

    Dritter im Bunde waren dann damals GreenWorks, bzw Horcura. Meine Ursprüngliche Idee war, mir das ganze System von Horcura anzuschaffen, da mein Vater sich dieses auch angeschafft hatte und man so doch prima im Notfall Akkus leihen könne. Kleine Erklärung: Horcura war ein Hersteller, der sich einfach von Greenworks hat die Geräte 1:1, bloß mit anderem Label und Gehäusefarbe, bauen lassen. Die wurden dann für recht wenig Geld an den Markt gebracht. Ein Geschäftsmodell, mit dem Greenworks wohl nicht ganz so gut  klar gekommen ist. Nachvollziehbar. Auf jeden Fall hat Horcura den Vertrieb der Akku-Linie eingestellt, bevor ich den Mäher kaufen konnte.

    Trotz des ersten Schrecks, da ich zu dem Zeitpunkt schon Akku, Trimmer und Heckenschere hatte, war das nun kein großes Drama. Wie gesagt, die Geräte sind ja baugleich, so dass mein Akku problemlos auch in den GreenWorks G-MAX 40V Twin Force rein passt. So fiel die Wahl auf dieses Gerät.

    Ein paar bewegte Bilder können ja nicht schaden. Das Video ist zwar nicht von mir, zeigt das Gerät jedoch ganz gut.

    Qual der Wahl

    Vielleicht noch ein paar Überlegungen zu dem Thema, warum es nun ein Akku-Mäher sein sollte. Mit etwa 500 m² Rasenfläche bewege ich mich so gerade am Rand der Größe, die eigentlich zum damaligen Zeitpunkt zu groß für nen Akku-Mäher war. Mit einem Kabel wollte ich nicht über das Gelände und auf Benzin habe ich keine Lust. Zu groß, zu schwer und nen Benzinkanister muss ich auch nicht immer rumstehen haben.

    Der Spindelmäher ist bei der Geländegröße auch nur nutzbar, wenn man alle zwei bis drei Tage mäht. Dann jedoch ist ein guter Spindelmäher eine sehr gute Alternative, zumal der Schnitt eines Spindelmähers generell schöner ist als der von Motor-Mähern. Hier werden die Halme nämlich abgeschnitten und nicht abgeschlagen. Und über das schöne Fußball-Feld-Streifen-Muster brauche ich glaube ich nichts zu sagen.

    So bin ich mit meinem Gardena Comfort genauso schnell über das Gelände rüber wie mit dem Greenworks. Leider geht das nur, wenn der Rasen nicht zu lang ist. Schafft man es mal nicht, auch unter der Woche zum Mähen zu gehen, sollte es doch etwas Motor-betriebenes sein.

    Rausholen, losmähen. Ein unspektakuläerer Aufbau. (Bild: miy.de/ O.Thiele)

    Akku, wechsle dich

    Neben dem kabellosen Betrieb dürfte der wohl größte Vorteil eines Akku-Rasenmähers sein, dass man die Akkus auch in anderen Geräten verwenden kann. Tipp: Such Euch ein System, dass möglichst viele Gerätschaften anbietet. Es ist einfach praktisch, wenn man die Akkus auch in Heckenschere, Laubbläser und so weiter verwenden kann.

    Bei mir haben mittlerweile neben dem GreenWorks G-MAX 40V Twin Force auch noch der Rasentrimmer, die Heckenschere und die Kettensäge ein Heim gefunden. Ok, die Kettensäge habe ich nur, weil ich die zusammen mit nem Akku quasi gratis oben drauf bekommen habe. Ein Hoch auf Kombiangebote. Aber ohne Abgasgestank für die nächste Zombi-Apokalypse gerüstet zu sein stärkt das grüne Gewissen.

    Frisch gemäht ist doch eine feine Sache. Zu kurz mag ich es jedoch nicht. (Bild: miy.de/O.Thiele)

    Der GreenWorks G-MAX 40V Twin Force Akkurasenmäher

    Meine Wahl fiel auf genau dieses Greenworks-Model unter anderem aus zwei Gründen. Zum einen arbeitet er mit zwei Messern und erreicht damit eine Schnittbreite von 49cm. Zum Zeitpunkt des Kaufs ein nicht schlagbarer Wert. Ok, man kann sich nun streiten, ob 4 cm mehr oder weniger den Kohl fett machen. Egal, viel hilft viel. Zweiter Grund war, dass der Twin Force gleich zwei 40V-Akkus aufnehmen kann. Das verdoppelt natürlich die Reichweite. Aber zum Thema Reichweite kommen wir später.

    Der Aufbau des Mähers ist für einen alten Lego-Fan wie mich eigentlich enttäuschend langweilig. Karton auf machen, Mäher rausheben, diverses Verpackungsmaterial entfernen, fertig.

    Zwar ist viel Kunststoff am Gehäuse, das aber ist robust. In den zwei Jahren, die der Mäher im Einsatz ist, habe ich noch keine Schäden provozieren können. Mit der Herstellungsqualität des Greenworks bin ich als sehr zufrieden. Lediglich die Schaumgummi-Griffe fangen an den Seiten an, sich aufzulösen. Das ist aber eine normale Abnutzungserscheinung, die sich bei solch einem Material nicht verhindern lässt. Kleiner Tipp für Leute, die das nicht mögen: Nehmt das Schaumgummi ab und wickelt euch Rennrad-Lenker-Band um den Griff. Hält ewig und sieht auch viel cooler aus.

    Ein kleiner Minuspunkt bei der Nutzung ist der Klapp-Mechanismus des Bügelgriffs. Will man den Griff einklappen, damit der Mäher im Schuppen möglichst wenig Platz verbraucht, muss man schon gut auf die Finger aufpassen. Habe mir da mehr als einmal die Flossen geklemmt. Aber nach dem dritten Mal weiß man, worauf es ankommt.

    Die Pflege des Mähers ist leider vergleichbar wie mit den meisten anderen Mähern, die ohne Gartenschlauch-Anschluss daher kommen. Man sollte schon regelmäßig der Grasschnitt aus dem Gehäuse holen. Anderenfalls provoziert man eine Pilzfarm. Nicht schön und auch nicht ideal für den Rasen. Gefühlt muss man sich beim Twin Force auch etwas mehr um die angeklebten Rasenreste kümmern. Könnte daran liegen, dass der Schnittraum durch die zwei Messer etwas komplexer gestaltet ist als bei einem Ein-Messer-System.

    (Bild: miy.de/ O.Thiele)

    Fang-Frage

    Damit einher geht vermutlich auch, dass der Rasen, wenn er denn etwas feuchter ist, nicht mehr so gerne bis ganz nach hinten in den Auffangkorb wandert. Man muss doch des Öfteren stoppen und den Rasen per Hand nach hinten schieben. Achtung: Vorher sollte man natürlich den Sicherungsstecker ziehen. Der ist glücklicher Weise schnell und leicht zugänglich auf der Oberseite angebracht.

    Leider fehlt mir hier der direkte Vergleich zu einem System mit nur einem Messer. Vielleicht ist eine Nummer kleiner da unter dem Strich dann doch Gewinn an Komfort.

    Der Korb an sich ist gut zu handhaben. Das Einhängen ist zuweilen etwas hakelig, wird bei anderen Herstellern aber auch nicht besser gelöst. Die Größe des Korbes ist gut. Größer wäre zwar theoretisch nicht schlecht, würde dann aber das Handling des Mähers negativ beeinflussen.

    Die Beweglichkeit des Systems ist für meinen Geschmack gut. Wobei mein Garten nun nicht so viel Kurvenarbeit nötig macht.

    Gib mir Saft

    Der interessanteste Aspekt bei Akku-Mähern dürfte die Laufzeit sein. Das erste Jahr habe ich den Greenworks mit einem 40V, A Ah-Akku befeuert. Wenn man ein bis zweimal die Woche mäht kommt man damit einmal komplett über die 500m² meines Kleingartens drüber. Wenn der Rasen jedoch etwas höher ist, oder man auf einen sehr kurzen Schnitt steht kann es da schon vorkommen, dass einem der Saft ausgeht. Ärgerlich, da man dann in der Regel erst am nächsten Tag weiter machen kann. Der Akku ist ja nicht in 10 Minuten wieder aufgeladen. Mein Rekord war, dass ich nach zwei nicht gemähten Wochen im Sommer drei Anläufe gebraucht habe, um komplett den Rasen flach zu bekommen. Da wünscht man sich schon die Möglichkeit, ein Kabel anschließen zu können.

    Ich frage mich ja generell, warum da noch kein Hersteller auf die Idee gekommen ist, den Rasenmähern die Möglichkeit zu spendieren, bei leerem Akku ein Kabel direkt anschließen lassen zu können.

    Naja, auf jeden Fall habe ich dann befunden, dass ein zweiter Akku her muss. Sind ja leider nicht billig. Mit dem zweiten Akku habe ich auch bei längeren Halmen keine Probleme mehr. Was man allerdings wissen sollte ist, dass nicht beide Akkus gleichzeitig genutzt werden. Bei jedem anlassen scheint der Mäher den Akku zu wechseln. Fährt man seinen Garten also komplett ohne Motorstopp ab, kann es durchaus passieren, dass nur ein Akku genutzt wird. Erst beim nächsten Stopp wird dann gewechselt. Kein Problem, nur muss man das eben wissen. Je leerer der Akku wird desto weniger Leistung bringen halt die Motoren. Beim Mähen mit Korb kommt man natürlich nicht zu solchen Problemen. Beim Mulchen kann das aber schon passieren.

    Fazit

    Der GreenWorks G-MAX 40V Twin Force Akkurasenmäher verrichtet fleißig in meinem Garten sein Werk. Die Verarbeitungs- und Schnittqualität ist auch nach zwei Jahren Einsatz über jeden Zweifel erhaben. Lediglich die oben erwähnten kleinen Usability-Probleme trüben das Bild ein bisschen. Sollte der Twin Force mal das Zeitliche segnen würde ich vermutlich eher zu der Nummer kleiner mit einem Messer greifen. Aber davon abgesehen hat sich die Anschaffung des Systems gelohnt. Man darf ja auch die anderen Geräte, die mit den Akkus betrieben werden nicht vergessen. Aber das wäre etwas für weitere Reviews. Der Winter ist ja noch lang.

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    Das smarte Hochbeet – FarmBot

    Pflegeleichtes Hoch-Beet mit dem FarmBot (Bild: FarmBot Inc.)

    Pflegeleichtes Hoch-Beet mit dem FarmBot (Bild: FarmBot Inc.)

    Einmal ist keinmal und so schicke ich gleich noch einen Garten-Artikel hinter her. Heute geht es um die hohe Kunst der Hochbeet-Bepflanzung. Da gibt es ja Bücher noch und nöcher drüber. Aber irgendwie ist das nicht so ganz das Thema für den geneigten Geek. Wie schön, dass es den FarmBot gibt.

    So ein Hochbeet kann ja durchaus arbeitsaufwendig sein. Das Gemüse will gepflanzt und begossen werden und nicht alles Pflanzen sind willkommen. Und das alles ohne Strom? Laaaangweilig. Muss sich doch irgendwie interessanter gestalten lassen.

    Freies Feld

    Damit das ganze komplett automatisiert werden kann gibt es jetzt das Open Source Projekt FarmBot. Auf dem ersten Blick erinnert der FarmBot ein wenig an einen überdimensionierten 3D-Drucker. Aber anstatt zu drucken kann er mit unterschiedlichen Arbeitsköpfen ein Beet mit Samen bestücken, zielgenau jede einzelne Pflanze gießen, Unkraut zupfen, den Boden analysieren und diverses mehr.

    Da die Arbeitsköpfe austauschbar sind kann die Feature-Liste natürlich beliebig erweitert werden. Würde mich nicht wundern, wenn der FarmBot sogar Schnecken absammeln kann. Und selbst, wenn er das noch nicht kann… durch den Open Source-Ansatz sollte ein ansatzweise talentierter Programmierer es ihm beibringen können.

    Aktuell kann die Maschine eine Fläche von maximal 2,90m mal 1,40m bewirtschaften. Die Höhe des FarmBots kann zwischen 0,5 und 1,50m variieren. Wer gerne selber baut kann das natürlich noch ausweiten.

    Die Technik selber ist auch sehr offen gestaltet. Wer wirklich alles selber bauen will kann sich dran versuchen. Umfangreiche Anleitungen und CAD-Dateien stehen zur Verfügung. Ok, nicht jeder wird eine CNC-Fräse oder 3D-Drucker zur Hand haben und damit umgehen können.

    Wer will, kann sich alle Teile auch selber drucken und fräsen  (Bild: FarmBot Inc.)

    Wer will, kann sich alle Teile auch selber drucken und fräsen (Bild: FarmBot Inc.)

    Ne Menge Holz

    Wer sich also nicht das ganze Brett geben will muss ein wenig in die Tasche greifen. Eine Vorbestellung für ein komplettes FarmBot-Kit schlägt mit 3100$ plus Nebenkosten zu Buche. Da setzen wir uns erst mal ein wenig hin. Kann man ne Menge Kopfsalat für kaufen. Aber Kopfsalat hat nun mal keinen Raspberry Pi eingebaut und kann auch nicht per Web-App gesteuert werden.

    Kein Roboter ohne umfangreiche Web-App-Steuerung (Bild: FarmBot Inc.)

    Kein Roboter ohne umfangreiche Web-App-Steuerung (Bild: FarmBot Inc.)

    Der geneigte Vorbesteller wird sich vermutlich bis Februar 2017 mit der Auslieferung gedulden müssen. Da macht es denn auch nichts aus, wenn sich die Auslieferung noch zwei, drei Monate verzögern sollte. Die Saison fängt ja erst etwas später an.

    Der hohe Preis schließt dann wohl auch leider die Nutzung in einem Kleingartenverein aus. Die Chance, dass dann eines Tages zwei Farmbots dort stehen ist einfach zu groß. Wobei, man könnte sich eine Garage für das Teil bauen. Cool, schon gleich das nächste Projekt, mit dem man sich beschäftigen kann. Das Beet versorgt sich mit dem FarmBot ja schließlich von alleine.

     

    Tl;dr

    Der FarmBot ist ein Open Source-Pflanzroboter für das Hoch-Beet, der die komplette Pflege des selbigen übernimmt. Leider kein Schnäppchen, wenn man nicht alles selbst bauen will.

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    Nachhaltige Gartenstühle – TERRA! Growing Furniture

    Der gewachsene Gartenstuhl - TERRA! (Bild: kickstarter/ © Studio Nucleo)

    Der gewachsene Gartenstuhl – TERRA! (Bild: kickstarter/ © Studio Nucleo)

    Beenden wir die Sommerpause mit einem endlich mal wieder zum Garten passenden Thema: Gartenmöbel. Das TERRA! Growing Furniture ist allerdings ein etwas anderes Möbel. Eine sehr coole Sitzgelegenheit, wenn auch nicht so ganz mobil wie die sonst üblichen Kandidaten aus Holz, Alu und Plastik.

    Ok, wenn man sich anschaut, dass die Teile schon über mehrere Kunstausstellungen gewandert sind, kann man sich vielleicht denken, dass es hier nicht nur um das schnöde ablegen der eigenen vier Buchstaben geht.

    Jetzt kommt ein Karton

    Konkret handelt es sich bei TERRA! sogar eigentlich nur um einen bequem geformten Erdhügel, der dann mit Rasen bepflanzt wird. Aha, und dafür soll man jetzt 195 € pro „Sessel“ und 380 € für die Sofa-Version auf den Tisch legen? Ja, der Preis ist happig. Denn eigentlich wird hier eher eine Idee und Anleitung verkauft.

    Damit der Erdhaufen nämlich seine Form hält bis genügend Gras über die Sache gewachsen ist benötigt es eine Form.  Diese Form kann man in diesem Projekt erstehen. Es handelt sich hierbei um ein Gerippe aus festem Karton, in das, wenn es zusammengesteckt wurde, der Mutterboden verfüllt wurde. Ob Karton das richtige Material ist? Ich glaube schon. Der Karton dürfte in absehbarer Zeit verrottet sein. Man hinterlässt also keine ungewollten Materialien im Boden.  Würde man Plastik verwenden könnte man zwar vermutlich ein, zwei Jahre später den Sessel abreißen und an einer anderen Stelle wieder aufbauen. Nur ob man das Plastik auch 5 Jahre danach noch heil wieder aus dem Boden bekommt dürfte fragwürdig sein. Und wer möchte schon einen Haufen Plastikscherben im Boden wissen.

    Das grüne Gewissen kommt also voll auf seine kosten. Nur das Portemonnaie wird halt arg strapaziert. Wer sich ein wenig Bastelgeschick zutraut kann allerdings auch die Version im Maßstab 1:5 erstehen und dann die Einzelteile selber auf stabilem Karton hochskalieren. Kostet dann nur 95 €.

    Selbst ist der Mann

    Es steht natürlich jedem frei, sich nur die Idee zu eigen zu machen und selber zu Cutter und Karton zu greifen. Die Konstruktion ist letztendlich nicht so komplex, als dass man das nicht nachbauen könnte. Allerdings muss man dann mit der Füllung selber experimentieren. Einfach nur Mutterboden rein könnte eventuell nicht reichen. Und Erosion durch Regen, wenn das Gras noch nicht dicht genug ist könnte auch ein Problem werden.

    Die Konstruktion ist nicht so komplex... (Bild: kickstarter/ © Studio Nucleo)

    Die Konstruktion ist nicht so komplex… (Bild: kickstarter/ © Studio Nucleo)

    So gesehen kann es nicht schaden, den Machern ihr Know How entsprechend zu entlohnen.

    Das einzige wirkliche Problem der TERRA! Gartenmöbel dürfte allerdings ein anderes sein. Mit dem Rasenmäher kommt man da nicht weit. Die gute, alte Rasenkantenschere muss also wieder aus dem Schuppen ausgegraben werden. Und Un Beikraut zupfen sollte einem auch Spaß machen. Ansonsten geht man die Gefahr ein, sich auf eine Biene zu setzen, die gerade die Kleeblüten abklappert.
    Tl;dr
    Der TERRA! Gartenstuhl ist ein mit Gras bewachsener Hügel, der durch ein Gerippe aus Karten seine Form bekommt.

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    Gravedigger? Dann aber bitte mit Gartenschaufelgitarre

    Ein kurzer Nachtrag zum Thema reduzierte Gitarren. Man muss nicht unbedingt fast 6000$ für eine Gittler ausgeben. Es geht auch billiger.

    Einfach ne alte Schaufel, eine fette Saite, nen Pickpup… Gitarre fertig. Man muss nur die richtigen Ideen haben (oder das falsche Zeug rauchen).

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